Lange Zeit gab es im Öffentlichen Personenverkehr nur Papiertickets. Die kauften die Fahrgäste an Schaltern und Automaten. Dann führte die Deutsche Bahn das Online-Ticket ein. Das allerdings, müssen die Kunden immer noch auf Papier ausdrucken. Jetzt hält zunehmend die virtuelle Fahrkarte Einzug in Bus und Bahn.
Einheitliche Standards für das E-Ticket
Grundlage dafür bieten elektronische und mobile Ticketlösungen. Die dafür notwendigen Standards hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen Mitte 2005 festgeschrieben – unter maßgeblicher Mithilfe von T-Systems. Dieser Standard, die VDV Kernapplikation, definiert alle Daten- und Schnittstellen zwischen dem elektronischen Medium des Kunden, den Geräten der ÖPNV-Unternehmen und den dahinter gelagerten IT-Systemen zur Abrechnung der Fahrtkosten. So sollen die Kunden ihre Fahrscheine in absehbarer Zeit deutschlandweit ohne Tarifkenntnisse ganz bequem mit Chipkarte oder mit dem Handy kaufen.
Verkehrsverbünde versuchen ihren Tarifdschungel zu lichten. Doch insbesondere Ortsfremde müssen sich immer noch durch Tarifzonen und Ticketvarianten kämpfen, um nicht ungewollt zu wenig oder zu viel für eine Fahrt mit Bahn oder Bus zu bezahlen. Zudem entwerten die Verkehrsverbünde ihre Tickets ganz unterschiedlich, womit unbeabsichtigtes Schwarzfahren droht. Einmal spuckt der Automat die Fahrkarte bereits entwertet aus, beim nächsten muss der Fahrgast vor dem Einsteigen das Ticket stempeln und beim Dritten erst im Bus.
Verkehrsunternehmen setzen auf T-Systems
T-Systems hat im Forschungsprojekt zur Entwicklung des zukunftsfähigen Standards für das E-Ticketing gemeinsam mit anderen Industriepartnern und Verkehrsverbünden z. B. Rhein-Main und Rhein-Ruhr zusammengearbeitet. Mehrere Verkehrsverbünde setzen daher auch auf T-Systems-Lösungen für das elektronische und mobile Ticketing.