Damit die Donau schön blau bleibt und die Bäume im Prater jedes Jahr aufs Neue blühen, machen sich Wiener Bürger für die Umwelt stark. Bei Problemstoffen lassen sie sich per E-Mail oder SMS sogar an die Abholtermine erinnern, bevor in der Nachbarschaft üble Gerüche entstehen.
Das Trennen von Abfällen ist zwar ein internationaler Trend – so komfortabel wie in Wien konnten sich Haushalte allerdings noch nie von ihren gefährlichen Abfällen befreien: Die Magistratsabteilung 48 – zuständig für Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark der Stadt Wien – bietet den Bürgern über das von T-Systems entwickelte und betriebene Internetportal www.umweltinfo.wien.at die Möglichkeit, sich einen Tag zuvor per E-Mail oder SMS an die Abholung erinnern zu lassen. Alle 14 Tage kommt das Sammelfahrzeug, vorerst in die Stadtteile Alsergrund und Donaustadt. Außerdem wurden durch die mobile Abholung aus drei stationären nun insgesamt zwölf Sammelstellen. Die Fahrzeuge nehmen unter anderem Handys, Akkus, Medikamente, Spritzen, Mineralöle, Altspeiseöle, Säuren sowie kleinere Elektrogeräte vom Autoradio bis zur elektrischen Zahnbürste entgegen.
Die Magistratsabteilung erzielt mit dem Service ein sauberes Ergebnis: Schon nach kurzer Zeit erfreut sich das vorerst als Pilotversuch gestartete Experiment regen Zuspruchs. Der Versuch wird mit kleineren Adaptierungen bis Ende 2008 fortgeführt. Mit über 50 stationären Sammelstellen für Problemstoffe, davon 19 auf den sogenannten Mistplätzen der Stadt, besitzt Österreichs Hauptstadt ein überaus dichtes Netz von Entsorgungsstandorten.
Letztlich fällt bei der Lösung für alle etwas ab: So hat T-Systems für das im Rahmen des Projekts „PROSA – Mobile Problemstoffsammlung der MA 48“ entwickelte Internetportal im Bundesland Wien bereits den ebiz egovernment award erhalten. Er zeichnet alljährlich Projekte und Unternehmen aus, die innovative Services und in der Verwaltung entwickeln und zum Vorteil der Bürger nutzbar machen. PROSA ist Bestandteil der von der Umweltstadträtin Ulli Sima initiierten Aktion „Saubere Stadt“.