IP ist jetzt Anwalts Liebling, jedenfalls bei der Luther Rechtsanwalts- gesellschaft, einer der großen deutschen Wirtschaftskanzleien. Denn ob im Büro oder unterwegs: die Anwälte müssen für ihre Mandanten zu jeder Tageszeit telefonisch erreichbar sein. Deshalb setzt Luther auf das Internetprotokoll (IP).
Der Clou der von entwickelten Luther-Lösung: Jeder Mitarbeiter ist unter seiner fünfstelligen Durchwahlnummer immer erreichbar. Arbeitet ein Anwalt aus Düsseldorf für einen Tag in Köln, leitet er seinen Anschluss zunächst auf seine Sekretärin um. In der Domstadt angekommen, meldet er sein Telefon wieder an und ist dann dort unter der Bürodurchwahl zu erreichen. Früher hatten die Anwältinnen und Anwälte an jedem Standort andere Rufnummern. Das war für die Mandanten verwirrend. Heute behält ein Mitarbeiter sogar seine Anschlussnummer, wenn er vollständig in eine andere Stadt wechselt.
Gleichzeitig unterstützt die IP-Telefonie den Weg ins Ausland: Denn die Gesellschaft gehört zu einem internationalen Netzwerk von Wirtschaftskanzleien, der Pinsent Masons Luther Group (PMLG). „Deshalb haben wir darauf Wert gelegt, dass Software und Systeme von Anfang an kompatibel sind“, sagt Dr. Stefan Kraus, Managing Partner bei Luther. Künftig lassen sich damit alle zum Verbund gehörenden Firmen so vernetzen wie ein Großraumbüro. Die Telefonnummern aller Mitarbeiter sind dann in einem Telekommunikationssystem gespeichert, und sämtliche vorhandenen Anruf- und Rückruffunktionen lassen sich länderübergreifend einsetzen. Früher wären hierzu mehrere Anlagen nötig gewesen.
Aber schon heute spart Luther mit VoIP (Voice over IP): Die 13 deutschen Niederlassungen funktionieren im nach außen sicher geschlossenen Netz (Virtual Private Network, VPN) wie Nebenstellen einer Zentrale. Dadurch bleiben sämtliche internen Telefonate kostenfrei. Für alle anderen innerdeutschen Gespräche zahlt Luther lediglich den Ortstarif.