Bei T-Systems tut sich derzeit viel. Ende März haben Sie mit Shell den größten Auftrag in der Geschichte von T-Systems geschlossen. Worauf führen Sie diesen Erfolg zurück?
Entscheidend waren für diesen Megadeal vor allem drei Dinge. Erstens unser flexibles Modell Dynamic Services. Damit kann Shell seinen IT-Bedarf genau an den Geschäftsverlauf anpassen. Bezahlt wird dabei nach Verbrauch. Sie können sich vorstellen, dass das bei den Größenordnungen, um die es geht, die Kosten enorm senkt. Zweitens haben unser internationales Konzept und unsere internationale Leistungsfähigkeit überzeugt – schließlich umfasst der Auftrag ja vier Länder auf drei Kontinenten. Und drittens war es die hohe Kompetenz und die Leidenschaft unseres internationalen Teams, das den Kunden nun auch bei der Umsetzung betreuen wird. Ich freue mich natürlich sehr, dass wir mit diesem Paket das größte Unternehmen Europas als Kunden gewonnen haben.
Um mehr Internationalität geht es auch bei der Partnerschaft mit Cognizant. Wie lässt sich die Kooperation an?
Die Partnerschaft ist genau der richtige Weg – das bestätigen uns die Rückmeldungen aus den ersten Kundenprojekten. Wir ergänzen uns optimal: regional und in Bezug auf Branchenschwerpunkte und Leistungsangebot. Unsere Kunden profitieren davon, dass wir über Cognizant nun weltweit auf umfangreiche Offshore-Ressourcen zugreifen. Insgesamt haben wir mit der Partnerschaft und dem Großauftrag von Shell als Unternehmen unseren internationalen „footprint“ deutlich erhöht. Und das ist entscheidend, wenn wir unsere Kunden weltweit bedienen – als der Dienstleister für Corporate Europe.
Diese Ausgabe von Best Practice beschäftigt sich auch mit Unified Communications – also der Zusammenfassung aller Kommunikationskanäle im Unternehmen. Warum ist das für Ihre Kunden so wichtig?
Erreichbarkeit und Kommunikation sind ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Das gilt für global vernetzte Großunternehmen genauso wie für Mittelständler, für die T-Systems sehr interessante Unified-Communications-Lösungen bietet. Wir haben heute zwar eine Fülle von Kommunikationsmitteln – E-Mail, Mobiltelefon, Fax, Videokonferenz. Aber wie stellen wir sicher, dass das entscheidende Fax den Außendienstler unterwegs rechtzeitig erreicht? Wie vermeiden wir, dass der Ingenieur in Europa fünfmal hinter seinem Designkollegen in den USA hertelefonieren muss? Mit Unified Communications sind solche alltäglichen Probleme schnell gelöst. Die Basis für die Integration der Kommunikationskanäle bildet ein leistungsfähiges Netz, und der Nutzen im Sinne effizienterer interner Prozesse und ines besseren Kundenservice ist immens.
Die Story in dieser Ausgabe bietet einen leicht verständlichen Einstieg in das Thema und schildert konkrete Kundenlösungen, was viele unserer Leser, wie ich aus der jüngsten Befragung weiß, sehr begrüßen. Übrigens haben rund 80 Prozent Best Practice mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertet. Dafür allen Lesern einen herzlichen Dank.