Unified Communications vereinigt alle Kommunikationskanäle. Ein einheitlicher Informationsfluss löst das Nebeneinander von SMS, Mail oder Instant Messaging ab.
Neue Mitarbeiter für die globalisierte Wirtschaft: „Knowledge Worker“ hat die Experton Group sie getauft. Einen guten Teil ihrer Energie verwenden die Wissensarbeiter jedoch darauf, beim Austausch von Informationen den Überblick zu behalten. 100 Nachrichten erhalten sie laut einer Studie der Experton-Berater pro Tag. An bis zu sieben Orten gehen SMS, Mails oder Anrufe ein – und zwar auf sechs verschiedenen Geräten. Die Folge ist allzu oft Konfusion: verpasste Anrufe, zu spät bemerkte E-Mails, verlorene Daten.
Internet und Mobilfunk sind für moderne Unternehmen unverzichtbar. Angesichts einer zunehmenden Zahl von Techniken und Anwendungen steigt jedoch die Gefahr, dass wichtige Informationen versickern. Nun haben ICT-Spezialisten einen Weg gefunden, um den Kommunikationsfluss in Schwung zu halten: Unified Communications – die Verschmelzung sämtlicher Kanäle für den Austausch mit Kunden und Kollegen.
Einheitliche Kommunikationswelt
Konkret heißt das: Alle Informationen lassen sich über nur eine Benutzeroberfläche abrufen – am PDA, Laptop oder Bürorechner. Die Möglichkeiten der einheitlichen Kommunikationswelt sind enorm: Anrufe werden per Mausklick gestartet, während eines Telefonats kann eine Video- oder Webkonferenz zugeschaltet werden. Wer unterwegs ist, verschiebt am Handy Termine auch ohne Internetzugang per Sprachbefehl im Outlook-Kalender. Auch das lästige Hinterhertelefonieren ist passé: Präsenzinformations-Systeme verraten, welcher Kollege gerade wo und wie erreichbar ist.
Auf Knopfdruck lässt sich das freilich nicht erreichen. „Unified Communications ist kein Produkt, sondern ein übergreifendes Konzept, das alle Bereich des Unternehmens betrifft und von allen Mitarbeitern mitgetragen werden muss“, sagt Rolf Werner, der bei T-Systems das Segment mit kleinen und mittelständischen Kunden verantwortet. Als unabhängiger Dienstleister kann T-Systems für Kunden stets passgenau liefern. Wichtig ist das auch, weil bislang kein Hersteller eine durchgängige Unified-Communications-Variante bietet.
Neue Dimension durch ein einziges Netz
Wie der Einstieg gelingt, zeigt das Beispiel Peter Kölln KgaA. Der mit seinen Haferflocken berühmt gewordene Elmshorner Nahrungsmittelhersteller hat von T-Systems eine veraltete Telefonanlage ersetzen lassen und gleich darauf geachtet, dass sie neue Infrastruktur über ausreichende Übertragungskapazität verfügt. Heute wird die Daten- und Sprach-Kommunikation der gesamten Firma über ein einziges Netz abgewickelt. Eine Lösung, die Kosten senkt und leicht zu verwalten ist, sagt Winfried Rostock, Mitglied der Geschäftsleitung bei Kölln. „Die Möglichkeit, sich an jedem Arbeitsplatz einzuwählen, zu telefonieren und gleichzeitig Zugriff auf seine Daten zu haben, ist ein großes Plus in puncto Effizienz und Erreichbarkeit.“
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