Praxis morgen – Alles auf dem Schirm
In kaum einer Behörde werden heute noch Formulare, Akten und bekritzelte Zettel so pfleglich behandelt wie im Gesundheitswesen – mit erschreckenden Nebenwirkungen.
Umfassende Transparenz
Ob Röntgenbilder oder Schädelschichtaufnahmen, vorherige Medikation oder Therapien – Diagnostikportale stellen allen mitbehandelnden Ärzten über gesicherte Netze und eine elektronische Patientenakte ausgewählte Untersuchungsergebnisse zur Verfügung: zum schnellen Informationsaustausch, für virtuelle Expertenkonferenzen und zur individuellen Behandlung und Beratung ihrer Patienten – umfassend, schnell und sicher. Fragen Sie doch mal Ihren Arzt oder Apotheker.
Praxis heute
Befund: infarktgefährdet
Gutartig oder bösartig? Zermürbende Wartezeiten müssen Patienten in Kauf nehmen, deren Erkrankung nicht sofort vom Hausarzt zu behandeln ist. Hausarzt, Überweisung, Termin beim Spezialisten, Zweituntersuchung, Laborergebnis, Rezepte, Facharztbefunde und endlich die richtige Klinik: Formulare markieren die Etappen einer Krankheitsgeschichte, die zügige Diagnose, Therapie und Nachsorge – nicht selten sogar auf dem Postweg (!) – verzögern.
Kommunikation krankt
Bis zu 60 Prozent ihrer Arbeitszeit verwenden Ärzte für die Verwaltung ihrer Praxis und die der Krankheiten ihrer Patienten. Diese pendeln zwischen Ärzten und Kliniken, Wartezimmern und Apotheken, und die prozessoptimierte Behandlung bleibt irgendwo auf der Strecke. Tempo und Sicherheit für ihren eigenen Workflow und die Genesung der Kranken versprechen sich Ärzte und Kliniken für die Zukunft von Telematik-Lösungen, die den mittelalterlich anmutenden Datentransport endlich für klinisch tot erklären. Dass ICT-gestützte Diagnostikportale schon heute alle Ergebnisse und Maßnahmen einer Krankheitshistorie interdisziplinär und integriert bündeln könnten, macht Kranken bislang wenig Hoffnung – weil sie es gar nicht wissen.