Intelligente Energie-Diät

Wer beim Energieverbrauch abspecken muss, bekommt mit der Zählerfernauslese von T-Systems ein effizientes Instrument in die Hand. T-City zeigt, wie's geht.
Dass Strom, wie ihn die Kohlefadenglühlampe verbrauchte, einmal nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen könnte, wäre für ihren Erfinder Thomas Alva Edison, kaum vorstellbar gewesen. Dennoch: Um die Energieressourcen zu schonen, zwingt die EU mit der Energieeffizienz-Richtlinie aus dem Jahr 2006 alle Versorger zu mehr Transparenz und ist im Laufe dieses Jahres von den Mitgliedsländern umzusetzen. Die Richtlinie zielt nicht nur auf mehr Verbrauchstransparenz, sondern auch auf Kostensenkung und Klimaschutz in einem Paket. Danach müssen die Versorgungsunternehmen individuelle Verbrauchsdaten von Strom und Gas künftig monatlich an den Konsumenten liefern. Als Folge kann jeder Haushalt selbständig zu einer besseren Energiebilanz beitragen.
T-Systems zeigt mit „Intelligent Metering Infrastructure“ in der T-City Friedrichshafen, wie Energiekooperationen effizient funktionieren. Mit den ersten neu installierten Fernauslesezählern ging das Pilotprojekt in Kooperation mit den Technischen Werken Friedrichshafen im März 2008 an den Start. Für die Ermittlung der Verbrauchsdaten senden die digitalen Strom- und Gaszähler ihre Werte in Echtzeit alle 15 Minuten in die Zentrale. T-Systems übernimmt das Auslesen, den Transport und die Aufbereitung der Daten. Diese werden via DSL oder GPRS übermittelt.
Milliardenschwere Einsparungen
Mit der automatischen Ablesung im Viertelstundentakt errechnet sich pro Haushalt eine Verbrauchskurve über den Tag hinweg. So lässt sich z.B. am heimischen PC oder sogar auf dem Mobiltelefon genau anzeigen, wie viel Strom der Haushalt gerade verbraucht. Geräteprofile könnten sogar den Verbrauch einzelner Anlagen anzeigen und Energiefresser enttarnen. Aber auch ohne Online-Verbindung sehen die Verbraucher anhand der monatlich gelieferten Verbrauchsdaten genau, wie viel Strom sie wann verbraucht haben und wie viel sie dafür bezahlen.
20 bis 30 Euro pro Haushalt und Jahr soll alleine der Informationseffekt des intelligenten Zählers dem Endverbraucher bringen. Friedrichshafen spielt durch, was in Deutschland für 40 Millionen Privathaushalte Realität werden soll. Eine Kilowattstunde Ersparnis pro Haushalt und Tag klingt nach nicht sonderlich viel, doch deutschlandweit betrachtet sind das rund 10 Milliarden nicht verbrauchte Kilowattstunden pro Jahr – die Jahresleistung eines Atomkraftwerkes. Und ganz nebenbei reduziert geringerer Stromverbrauch auch den klimaschädlichen CO2-Ausstoß.
Für die Energieversorger bedeuten die verkürzten Ableseintervalle eine enorme Belastung durch immense Datenmengen. Um die Last auf mehreren Schultern zu verteilen und möglichst günstige Infrastrukturen zu nutzen, halten viele Energieversorger Ausschau nach einem geeigneten Partner. In der Deutschen Telekom finden sie ihn. Sie stellt Rechenkapazitäten ebenso zur Verfügung wie lückenlose Datenübertragungsnetze.
Lesen Sie in der gedruckten Ausgabe von Best Practice mehr über das intelligente Zählerfernauslese-System und seine Potentiale für Konsumenten wie auch Energieversorger.

Tags: CO2-Ausstoß, DSL, Energieeffizienz-Richtlinie, GPRS, Intelligent Metering Infrastructure, Intelligente Energie, T-City, Versorgungsunternehmen

Videos