Fakten

Der Mobilitätsforscher Andreas Knie ist Geschäftsführer des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) in Berlin und Professor an der dortigen Technischen Universität.

„Verkehrsmittel müssen sinnvoller verknüpft werden“

Herr Professor Knie, warum reisen Sie gern?
Wer reist, macht neue Erfahrungen.
Auch in technischer Hinsicht?
Ja, ich probiere gern Neues aus. Das ganze Handling des Reisens ist immer wieder anders und immer wieder interessant.
Wie lässt sich Reisequalität weiter verbessern?
Es ist eine Frage des Komforts, und dafür brauchen wir eine bessere Verknüpfung einzelner Verkehrsmittel. Da gibt es Nachholbedarf. Bisher haben sich die Verkehrsträger Luftfahrt, Schiene und Auto vornehmlich darum gekümmert, ihre internen Systeme zu verbessern. Eine enge Verknüpfung hätte das Potenzial, Verkehrskapazitäten und Servicequalität deutlich zu erhöhen.
Welche Rolle messen Sie der ICT bei dieser Verknüpfung zu?
Eine große, wenn sie richtig eingesetzt wird. ICT kann helfen, die Verfügbarkeiten der Verkehrsmittel zu gewährleisten. Die Kunst liegt darin, den Menschen bei seinen konkreten Anlässen zu unterstützen und ihn nicht ungezielt mit einem Overkill an Informationen zu versorgen.
Wie sieht Ihre ideale Reise in zehn Jahren aus?
Ich möchte mir dann möglichst viele Gedanken über das Reiseziel machen, aber gar keine über die Organisation.