Mit dem darmstadtium hat Darmstadt ein adäquates Kongresszentrum für seine Forscher-Community geschaffen. Modernste Kommunikationstechnik sorgt für schnelle Verbindungen in alle Welt.
Nach Städten sind normalerweise Flugzeuge oder ICE-Züge benannt. Darmstadt aber hat einem Element seinen Namen gegeben: dem Darmstadtium mit der Nummer 110 im Periodensystem, einer Verschmelzung aus Blei und Nickel. Gelungen ist diese Kreation der Gesellschaft für Schwerionenforschung mit Sitz in – genau, Darmstadt. Naheliegend war es daher für die Darmstädter, auch ihr Ende 2007 eröffnetes, hochmodernes Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium zu nennen. Schließlich hat sich die hessische Stadt weltweit einen Namen als Wissenschaftsstandort gemacht – unter anderem dank der Technischen Universität (TU), der Hochschule, dem Fraunhofer-Institut, Eumetsat, dem meteorologischen Forschungszentrum für Europa, und dem europäischen Raumfahrt-Kontrollzentrum ESOC. Mit dem lichtdurchfluteten Bau aus Beton, Stahl und Glas haben diese Einrichtungen nun ein adäquates Kongresszentrum – und die Darmstädter noch dazu eine attraktive Messe- und Veranstaltungshalle. „Entsprechend dem gesamten Gebäude sollte natürlich auch die kommunikationstechnische Ausstattung höchsten Ansprüchen genügen“, sagt Klaus Krumrey, Geschäftsleiter der Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt GmbH. So soll der nächste nationale IT-Gipfel unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel Ende 2008 im darmstadtium stattfinden. T-Systems vernetzte daher das ganze Haus mit schnellen Glasfaserleitungen, die sowohl Sprache als auch Daten übertragen. Damit können Mitarbeiter und Gäste per Voice over IP telefonieren. Durch Hot Spots lässt sich überall im Gebäude eine drahtlose Internetverbindung über WLAN herstellen. „Ganz entscheidend war für uns die direkte Anbindung der TU an unser Netz“, betont Klaus Krumrey. Wenn Universitätsangehörige jetzt im darmstadtium ihren Laptop einschalten, sind sie automatisch sofort im Uninetz – ganz als ob sie in einem der TU-Gebäude selbst säßen.