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Verantwortung kennt keine Landesgrenzen
4. Dezember 2009
„Deutsches Wirtschaftsforum“: Bildung gehört für Reinhard Clemens zu einer der zentralen Verantwortungsbereiche von Unternehmen in der globalen Wirtschaft.

Hochkarätig besetzt war das „Deutsche Wirtschaftsforum“, zu der die ZEIT erstmals in den Hamburger Michel geladen hatte. Das Who-is-Who aus den Top-Etagen großer und mittelständischer Unternehmen diskutierte – natürlich auch vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise – die Verantwortung von Unternehmen. Wie es mit dieser Verantwortung bei global agierenden Konzernen aussieht – darum ging es etwa bei einer Podiumsdiskussion mit Telekom-Vorstand und T-Systems-CEO Reinhard Clemens sowie Vertretern von BMW und Siemens. Ethisches Handeln, so machte Clemens dabei deutlich, lasse sich nicht über Gesetze erzwingen, „die Kultur der Unternehmen muss stimmen.“ Denn die Verantwortung gerade von internationalen Unternehmen wachse ständig: „Wir als Deutsche Telekom erwirtschaften heute rund 60 Prozent unseres Umsatzes im Ausland. Deshalb endet unsere Verantwortung nicht an der Landesgrenze.“ Der Konzern sehe sich in der Pflicht, international Verantwortung zu übernehmen – gegenüber Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft insgesamt.
Deutschland als Innovationsstandort
Neben dem Engagement für Nachhaltigkeit steht dabei für Clemens auch das Thema Bildung im Mittelpunkt. Deutschland müsse sich vom Produktions- zum Innovationsstandort entwickeln – und gleichzeitig für einen Wissenstransfer in andere Länder sorgen. „Wissen ist unser wichtigster Rohstoff im 21. Jahrhundert“, so der T-Systems-Chef. Die Telekom leiste hier bereits konkrete Beiträge – etwa durch die Ausbildung von 11.600 jungen Menschen (Stand: 2009). Außerdem gebe der Konzern pro Jahr 1.350 Euro für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter aus und liege damit weit über dem globalen Durchschnitt von 818 Euro (Quelle: American Society for Training & Development).


