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Neue Allianz ngena baut ein globales Software basiertes Netzwerk

Die fortschreitende Digitalisierung der Geschäftsprozesse zwingt Unternehmen nicht nur ihre bestehenden Business Modelle zu überdenken, sondern sich auch Gedanken über die Anforderungen der Netzwerke zu machen. Durch die schnell wachsenden Security-, Bandbreiten- und Qualitätsbedürfnisse werden Netze extrem anpassbar, höchst flexibel und einfach steuerbar sein müssen. Sie sollten zentral über Software gesteuert werden können, um per Knopfdruck ein „Up- und Downscaling“ zu ermöglichen. Wenn es nach der neuen Allianz „ngena“ geht – welche sich bewusst ist, dass die digitale Transformation der wichtigste technologische Trend ist – wird diese Art Netzwerk ab 2017 Realität sein.
Neue Technologien wie mobile Geräte, soziale Medien, Cloud Computing, Analytics, das Internet der Dinge und 3D-Printing können helfen, die Kunden- und Business Prozesse radikal zu verbessern und neue Business Modelle zu generieren. Die Fertigungsindustrie beispielsweise wird sich als Resultat der digitalen Revolution stark verändern. Die „vierte industrielle Revolution“ wird smarte Produktionsstätten entstehen lassen, welche auf Kunden zugeschnitten sind und massgeschneiderte Produkte herstellen, wo immer möglich.
Die digitale Transformation und die Globalisierung (ein weiterer Trend mit grossem Impact) sind simultane Trends. Viele Unternehmen – von grossen Enterprises bis zu kleinen und mittelgrossen Firmen – haben eine globale Perspektive, betreiben und erstellen ihre Produkte weltweit. Das heisst, dass diese Firmen zu einem grossten Teil auf globale Konnektivität angewiesen sind, um zum Beispiel die reibungslose Zusammenarbeit zwischen ihren Mitarbeitern weltweit zu gewähren, stärker mit Kunden zusammenarbeiten zu können und alle Sensoren vernetzen müssen, welche Kollektiv das Internet der Dinge darstellen.

Globale Netzwerkabdeckung: flexibel und skalierbar

Die Digitale Transformation verlangt nach einer flexiblen und skalierbaren Infrastruktur. „Flexibel“, weil Konnektivitäts-Bedürfnisse sich dauernd ändern „skalierbar“, weil es es möglich sein muss, neue Lokationen schnell anzuschliessen. Wie auch immer, die meisten Unternehmen werden zustimmen, dass die aktuellen globalen Netzwerk-Infrasturkturen noch nicht so weit entwickelt sind.
Der Prozess für die Identifizierung solcher Bedürfnisse für ein globales Netzwerk alleine ist bereits eine komplexe Angelegenheit, welche Wochen dauern kann. Und dies bereits bevor überhaupt der Prozess des Aufsetzens beginnen kann. Wenn dann ein solches Netzwerk aufgesetzt ist, wird es wieder schwierig zukünftige Änderungen zu implementieren.
Was aber, wenn man auf ein MPLS Netzwerk mit public Internet Anbindung zu Filialen setzt und diese Verbindung sich als zu ungenügend herausstellt? Der Deutsche Telekom CEO Timotheus Höttges am Mobile World Congress in Barcelona betonte, dass „Kunden nicht mehr bereit seien, das Risiko eines Netzwerks zu tragen, welches der erwarteten Qualität und dem Service nicht genügt“.

ngena

„Es ist kein Raum mehr da für komplizierte und individuelle Verträge und Einkaufsprozesse in unserer digitalen Wirschaft“, mein Höttges. „Unternehmen müssen in der Lage sein, schnell im Geschäft zu sein. Und auf public Internet basierende Services sind nicht sicher und zuverlässig genug für Real-Time Applikationen wie beispielsweise in der Logistik, der produzierenden Industrie oder der Telemedizin“.
In den Augen der Deutschen Telekom ist es Zeit für ein internationales „Next-Generation-Netzwerk“. Sie ist denn auch einer der Gründer von ngena: der Next Generation Enterprise Network Alliance. „Diese Allianz wird in der Lage sein, ihre Enterprise Kunden schneller als zuvor mit sicheren, mächtigen, schnellen und globalen Netzwerk zu versorgen“, sagt Höttges.

Globale Konnektivität in kurzer Zeit vereinfachen

Das ngena Projekt wurde während des Mobile World Congresses in Barcelona gestartet. Allianz-Partner sind das globale US-Unternehmen CenturyLink, die indische Reliance, Süd Koreas SK Telecom und die Deutsche Telekom, welche 49% Anteile in ngena hält. Der Zweck dieser Allianz ist das Kombinieren der Infrastrukturen dieser Betreiber – und die von weiteren Betreibern die zukünftig mitmachen werden – zu einem globalen „Virtual Private Network“. Die Allianz-Partner hoffen, weitere 20 neue Partner in den nächsten Jahren willkommen zu heissen. Der Technologie-Partner Cisco liefert die Konnektivität über Level-2 Ethernet und standardisierte Schnittstellen zwischen den Services und Netzwerken der Allianz-Partner.
Die Allianz befähigt die Partner, über ihren eigenen Account die volle Konnektivität über kurze Zeit zu liefern. Kunden werden weiterhin mit ihren vertrauten Serviceanbietern arbeiten können, ohne sich um die Myriaden von komplexen Prozessen, geografischen Grenzen, verschiedensten Ansprechpartnern, unzähligen SLAs und technischen Barrieren kümmern zu müssen.

Software basiert

Die Gründer von ngena betonen, dass ihre Allianz mehr ist als die Summer der zusammengehängten Infrastrukturen ist. Die Initiative setzt voll auf die Vorzüge von Software-Defined Network (SDN) und der Virtualisierung der Netzwerk Funktionen. Weil ngena ein Software basiertes Projekt ist, können Kunden ihre Netzwerke von einem zentralen Punkt aus aufsetzen und beispielsweise die Kapazität jederzeit erhöhen. Sie können ihre globalen Netzwerke „On-Screen“ überwachen und einfach die Kapazitäten ändern mit einem simplen Knopfdruck.
Als eine unabhängige Unternehmung wird ngena verantwortlich für das Bereitstellen von virtuellen Netzwerk Services in Ergänzung zum globalen SDN sein und dies alles komplett im Hintergrund. Services, welche der neue Netzwerkanbieter anbieten wird, beinhalten internationale VPN Funktionalität, Application Performance Management (APM), WAN/LAN Steuerung und Optimierung und zusätzliche Services wie Unified Communication & Collaboration (UCC), erweiterte Security und Plattform-spezifische APIs für die Anpassung der Industrie-spezifischen Applikationen. Ein Beispiel einer solchen Art Applikation ist das Verlinken von Sensoren, GPS Modulen oder „Smart-Containern“ zu einem Netzwerk, um den Herstellern das Überprüfen des Status ihrer Sendungen zu ermöglichen, was bestens zu dem passt, was die digitale Revolution ausmacht.

2017 und später

Zusammenfassend ist ngena eine „one-stop“ Lösung für Unternehmens-Netzwerk Services mit einer kurzen Rollout-Periode. Das Rollout des globalen, Software basierten Virtual Private Network ist für die Erste Hälfte in 2017 gepant. Danach wir ngena die verwandten IP-VPN basierten Services starten.