Transformation in die Cloud - welche Cloud darf es sein?
Blickwinkel House of Clouds

Data Analytics und Cloud – unwiderstehlich

10.02.2017

Data Analytics und Cloud: Die optimale Kombination für Unternehmen
Cloud Computing – in Verbindung mit Konnektivität und Bandbreite – ist das Rückgrat der Digitalisierung. Erst dieser Technologie-Mix ermöglicht die noch zu erwartenden Anwendungen des Internet der Dinge (IoT). Denn schon in wenigen Jahren werden Milliarden Geräte, Sensoren und andere Komponenten miteinander vernetzt sein – und diese vernetzten Geräte werden täglich Milliarden von Daten erfassen und senden. Um die Daten gewinnbringend auswerten zu können, brauchen Unternehmen Speicherkapazitäten – Data Analytics sollten am besten in Echtzeit ausführbar sein. Und dafür braucht es die Cloud.

Hybrid Cloud erfüllt Anforderungen der Digitalisierung

Es lohnt sich für Unternehmen und Organisationen dabei allerdings, einen genaueren Blick unter die Motorhaube zu werfen. Denn vor allem die hybride Cloud, also der Mix aus Private und Public, gewinnt immer mehr an Bedeutung: „Die wichtige Rolle, die die Hybrid Cloud bei der Umsetzung der digitalen Transformation einnimmt, wird von den befragten Entscheidern bestätigt. Sie sehen in typischen Digitalisierungsbereichen den größten Bedarf für Hybrid Clouds. Neben der Geschäftsprozessautomatisierung (28 Prozent) sind dies Big Data Analytics und Kunden-Self-Services zur Verbesserung der Customer Experience (beide 27 Prozent) sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle (24 Prozent)“, berichten die Analysten der IDC.
Gründe für Hybrid-Szenarien im Big-Data-Kontext gibt es offenbar viele. Verbleiben nach Angaben der befragten IT- und Business-Entscheider in Unternehmen nur noch sensible Personaldaten, einige Finanz- und Buchhaltungsdaten sowie Forschungs- und Entwicklungsdaten auf dem eigenen Server, so findet immer mehr seinen Platz in der Public Cloud. Darüber hinaus, so die Experten des Marktforschers IDC, braucht es unbedingt die reichhaltigen Kapazitäten der Public Cloud, um den neuen Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht werden zu können. So lassen sich etwa mit hybriden Cloud-Umgebungen Speicher- und Rechenkapazität des eigenen Rechenzentrums für das Testing oder Marketing-Kampagnen mit IaaS flexibel erweitern. Ein weiteres Beispiel: Auf der Applikationsebene kann das mittlerweile gängige CRM aus der Cloud mit einer fest installierten ERP-Lösung verknüpft werden.

Analysetools als Erfolgsfaktoren

Ein weiteres, gewichtiges Argument für die Erfolgskombi Cloud und Big Data bringt Software-Hersteller Tableau in die Diskussion ein: Die riesigen Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten, die durch das Internet der Dinge zustande kämen, würden immer häufiger von Cloudservices bereitgestellt. Diese Daten seien häufig heterogen und befänden sich auf zahlreichen relationalen und nicht-relationalen Systemen (etwa Hadoop-Cluster und NoSQL-Datenbanken). Das Ergebnis: „Während Innovationen bei Speicherung und Managed Services den Erfassungsprozess beschleunigt haben, sind der Zugriff auf und das Verstehen der Daten selbst immer noch die größten Herausforderungen der letzten Meile. Das Resultat ist, dass die Nachfrage nach Analysetools steigt, die nahtlos eine Verbindung zu einer Vielzahl von in der Cloud gehosteten Datenquellen herstellen und diese kombinieren können“, so die Fachleute von Tableau. Mit eben solchen Tools könnten Unternehmen sämtliche Datentypen untersuchen und visualisieren, ganz gleich, wo sie gespeichert sind. Erst auf diese Weise ließen sich versteckte Geschäftsgelegenheiten in der IoT-Investition aufdecken.
Letztlich ist es offenbar auch eine Kostenfrage, die alles außer cloudbasierte Big Data-Strategien nunmehr obsolet erscheinen lässt: So nennt eine Deloitte-Studie als Gründe für den Umzug in die Cloud oder die Einführung von hybriden Datenverwaltungskonzepten neben anderen kostenspezifischen Aspekten vor allem eine schnellere Amortisierungszeit (30 Prozent) sowie eine höhere Agilität (29 Prozent). „56 Prozent der befragten Führungskräfte aus IT- und Fachabteilungen planen innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate einen hybriden Cloud-Ansatz – nur weniger als ein Fünftel der Befragten setzen auf On-Premise als primäres Ausrollmodell“, so die Studienautoren über die aktuelle Big-Data-Strategie von Unternehmen.
Fazit: Die Cloud ist als Bindeglied der verschiedenen Daten- und Applikations-Klassen unabdingbar. Darüber hinaus bringt erst eine hybride Cloud die notwendige Flexibilität für die Digitalisierung mit – gerade im Kontext des Internets der Dinge ein absolutes Muss.