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Digitalisierung

DSGVO – Bedrohung oder Chance für Ihr Unternehmen?

25.01.2018

EU-Datenschutz neu:

Im Mai tritt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft und stellt für viele Unternehmen neue Herausforderungen dar. Dabei wird die neue Verordnung als lästig, aufwendig und schlimmstenfalls sogar als überflüssig bezeichnet. Dabei spielt die zunehmende Digitalisierung eine wichtige Rolle und die DSGVO könnte das Triebmittel sein, um sich als Unternehmen besser und effektiver aufzustellen. Beispielsweise werden sich durch die Umstellung Data Governance und IT-Kompetenzen deutlich verbessern und das Versenden von personenbezogenen Daten im Internet-of-Things sicherer machen.

Viele Unternehmen befürchten Nachteile

Hört man sich die Stimmen aus den Unternehmen an, so befürchten viele Unternehmer vor allem Nachteile durch die DSGVO. Denn diese würde viel zu hohe und umfassende Anforderungen an die Unternehmen stellen, welche kaum Zeit gehabt hätten sich umfassend auf die Änderungen vorzubereiten. Allerdings ist auch dies nur die halbe Wahrheit, denn die neue Datenschutz-Grundverordnung sollte von den Unternehmen eher als Chance und Möglichkeit wahrgenommen werden. Vor allem diejenigen, welche sich bisher kaum mit dem Thema Datenschutz beschäftigen wollten, sind nun gezwungen sich in dieser Hinsicht weiterzuentwickeln und somit die eigene Position zu verbessern. Das mag eine Herausforderung darstellen, aber bei konsequenter Umsetzung eine Chance für höhere Kundenzufriedenheit, Sicherheit und IT-Kompetenz sein.

Personenbezogene Daten identifizieren und schützen

Die große Herausforderung für viele Unternehmen liegt darin begründet, personenbezogene Daten zu identifizieren. Je nach Größe und Organisationsstufe des Unternehmens kann sich die Suche nach Systemen, welche mit personenbezogenen Daten arbeiten, als schwierig gestalten. Internet Datenbanken, Customer-Relationship-Management-Software oder auch Human-Ressource-Systeme sind hier vor allem betroffen. Doch auch der Austausch von personenbezogenen Daten mit anderen Unternehmen, die Ablage der elektronisch eingelangten Bewerbungen und die E-Mails mit gegebenenfalls personenbezogenen Daten müssen in dieser Übersicht mit bedacht werden. Durch die neue DSGVO sind Unternehmen somit gezwungen sich deutlich intensiver mit den eigenen Abläufen und den eigenen Systemen zu beschäftigen und diese entsprechend der Verordnung abzusichern.

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung als Chance

Dementsprechend sehen viele Unternehmen die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung als Chance und Möglichkeit sich selber besser aufzustellen und passend zu positionieren. So ergab eine internationale Studie des Softwareherstellers SAS unter 340 zuständigen Führungskräften verschiedenster Branchen klare Ergebnisse: 71 Prozent der Befragten meinen, dass sich ihre Data Governance als Folge des Rahmenwerks verbessern wird. 37 Prozent erwarten sogar, dass ihre allgemeine IT-Kompetenz steigt. Bedenkt man allein den hohen Wert des Datenschutzes für die Kunden, kann eine schnelle und kompetente Umsetzung der Grundverordnung durchaus Eindruck erwecken. 30 Prozent sehen immerhin die Möglichkeit einer Image-Aufwertung in der Erfüllung der DSGVO-Richtlinien.

Das europäische Datenschutzrecht muss sich mit der Digitalisierung entwickeln

Grundsätzlich ist die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung ein Schritt in die richtige Richtung. Betrachtet man die Menge an Sensoren, welche bereits jetzt zum Einsatz kommen und welche im Rahmen der Smart-Home-Initiativen immer stärker auch in unsere persönlichen Lebensbereiche eindringen, so muss der Datenschutz mit der Digitalisierung und an dieser wachsen. Grundsätzlich kann also die aktuelle Grundverordnung nicht mehr als ein Zwischenschritt sein, welcher konsequent und kontinuierlich weiterentwickelt und angepasst wird. Unternehmen, welche sich bereits jetzt im vollen Umfang um die Konsequenzen dieser Grundverordnung kümmern und diese in ihre strategische Ausrichtung mit einbeziehen, werden also auch in Zukunft deutlich besser gewappnet sein. Dementsprechend ist es wichtig sich weiterhin mit der Materie zu befassen und sich als Unternehmen entsprechend zu positionieren. Ein Punkt, welcher auch von den Kunden wahrgenommen und honoriert wird.