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Digitalisierung

SMARTFACTORY@TUGRAZ

31.07.2018

Das neue Zeitalter naht in großen Schritten. Technologien entwickeln sich ständig und immer rasanter weiter, vor allem auch in der Fertigungsindustrie. Um auch hier ganz vorne mitzuwirken und den Fortschritt mitgestalten zu können, ist das Forschungsprojekt Pilotfabrik "smartfactory@tugraz" ins Leben gerufen worden. Den Zuschlag für das im Rahmen des FFG Call "Produktion der Zukunft" entstandenen Projekts erhielt die TU Graz im Juni 2017. Mitte März 2018 unterzeichnete T-Systems den Konsortialvertrag für das bis Mitte 2020 laufende Förderprojekt gemeinsam mit zahlreichen Partnern. Danach wird es in einen mindestens fünf-jährigen Betrieb übergehen.

Industrie 4.0 zum Anfassen

Die Smart Factory entsteht auf rund 300 m2 am Campus Inffeldgasse der TU Graz als interfakultäre, wirtschaftsnahe Pilotfabrik. Darin wird fleißig an den verschiedensten Themen rund um agile und datensichere Fertigungskonzepte von Morgen geforscht. Dabei steht sie nicht nur den Studierenden zur Verfügung, sondern ist für alle interessierten Betriebe offen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.
Als realitätsnahes Modell einer modernen Fabrik hilft die Smart Factory Unternehmen dabei, den gerade stattfindenden Wandel in der Produktion zu verstehen, zu adaptieren und mitzugestalten. In der Fertigungswelt der nahen Zukunft kommunizieren Menschen, Maschinen, Werkstoffe und Produkte nahtlos über drahtlose Verbindungen und Sensoren in komplex gesteuerten Computersystemen. All diese neuen Technologien wollen marktreif werden. Die Smart Factory beschleunigt diesen Prozess wesentlich.

Wohin soll die Reise gehen?

Die Forschungseinrichtung hat eine erklärte Ausrichtung und Ziele. Möglich gemacht werden soll unter anderem die Fertigung eines Robotergetriebes in Kleinserie und sogar in Losgröße 1 (Einzelfertigung), was eine flexiblere und moderne Produktion erfordert. Große Bedeutung kommt auch dem höchstmöglichen Automatisierungsgrad der Fertigungskette zu.
Die Smart Factory hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Referenzarchitektur für den produzierenden Mittelstand aufzubauen und modernste Fertigungstechnologien darzustellen. Dazu gehören die Anwendung fortschrittlicher Kommunikationstechniken (NFC, RFID, OPC-UA, Cloud-Computing, M2M, u.a.), Mensch-Maschine-Interaktionen und der Einsatz von Big Data Analytics in Fertigungsumgebungen. Auch eine wichtige Rolle spielt die Datensicherheit in vernetzten Industrie 4.0-Produktionen.

T-Systems und die Smart Factory

Genau hier setzt auch die T-Systems an und bringt ihr Know-How im Bereich IT-Security im Zusammenhang mit Industrie 4.0 ein, um größtmögliche Datensicherheit und Verlässlichkeit zu gewährleisten. Der Fokus liegt auf Cyber Security relevanten Aspekten und dem Einsatz von Methoden zur Angriffserkennung. T-Systems erstellt federführend  auch das Firewallkonzept zur Absicherung der Smart Factory.
Nicht nur die Sicherheit der Daten, auch deren Verwendung ist ein Kernthema der T-Systems. Big Data Analytics ist ein unerlässlicher Teil der Produktionsumgebung. Erste entwickelte Use-Cases berücksichtigen selbstverständlich auch Predictive Maintenance, Predictive Operations sowie Smart Monitoring und Machine Learning. T-Systems baut eine eigene Hadoop Infrastruktur in der Cloud um Use Cases entlang der Prozesskette mit Schwerpunkt auf Produktionsqualität und Instandhaltung zu testen. Ganz allgemein arbeitet die T-Systems aktiv am Aufbau der Prozess- und Netzwerkarchitektur der Smart Factory mit und mit der Forschungsabteilung der TU Graz zusammen.

Das Projekt

Insgesamt sind an der smartfactory@tugraz 7 Projektpartner und 13 mitfinanzierende Organisationen beteiligt. T-Systems ist bei einer Laufzeit von drei Jahren einer der größten Projektpartner. Die gesamt investierte Projektsumme von über 4 Millionen Euro wird zu 50 % vom Bundesministerium für Verkehr, Infrastruktur und Technologie (bmvit) und zu 50% aus Beiträgen der Industrie und der TU Graz.

Projektpartner:
  • Siemens AG Österreich
  • T-Systems Austria GmbH
  • proALPHA Software Austria GmbH
  • SoliDat Solutions in Data Processing GmbH
  • Know Center GmbH
  • Incubed IT
  • TAGnology RFID GmbH
Mitfinanzierende Organisationen:
  • AVL List GmbH
  • DMG MORI Austria GmbH
  • Anton Paar GmbH
  • Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik GmbH
  • NXP Semiconductors Austria GmbH
  • GGW Gruber & Co GmbH
  • FESTO GmbH
  • TCM International Tool Consulting & Management GmbH
  • Zoller Austria GmbH
  • Magna Steyr AG & CoKG
  • Magna Powertrain GmbH
  • voestalpine Stahl GmbH
  • Infineon Technologies Austria AG