Tabletnutzung
Digitalisierung

Von totaler Begeisterung bis „Auf gar keinen Fall“ in wenigen Minuten

10.07.2018

Ein Interessent aus einem mittelständischen Unternehmen zeigt sich begeistert: „Ihre Telefonanlage aus der Cloud ist schon was Tolles: Eine einfache Lösung, alle Funktionen die wir brauchen, keine Hardware, Möglichkeiten zum selber-managen, keine Anpassung, keine Investionen und sogar ein wenig Collaboration. Jetzt mal ehrlich, da muss doch wo ein Haken sein? Reden wir über den Preis.“
Nach dem Hinweis auf den Pay-as-you-use Ansatz und kurzer Verhandlung steigt die Begeisterung des potentiellen Kunden noch. „Wo ist der Vertrag?“

Der Wunsch nach Stabilität

Bevor aber der Vertrag zur Unterzeichnung kommt, fällt noch eine einzelne Frage. Ein großes Bedenken gibt es nämlich noch vonseiten des Interessenten: „Wenn Sie mir jetzt noch garantieren, dass sich an der Lösung in den nächsten zehn Jahren nichts mehr ändert, unterschreibe ich sofort!“
Bei der Antwort, dass die Cloud-basierte Lösung regelmäßig Updates erfährt, kontinuierlich weiterentwickelt wird und schon in sechs Monaten der neue Release kommt, ist es mit der Begeisterung schlagartig vorbei.
Viele Menschen sehnen sich danach, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind. Je vertrauter man mit einem Prozess ist, je mehr sich Routinen etablieren, umso schneller und bequemer lässt er sich ausführen. Das sehen auch manche Unternehmen so, denn Release-Notes wollen gelesen werden, Updates bringen Veränderung und für jede neue Funktionalität braucht es Schulungen. Kann man diesen Aufwand, diese Kosten, nicht einfach einsparen?

Digitalisierung bedeutet: Das Ausruhen ist vorbei

Wenn uns die Digitalisierung eines lehrt, dann dass wir niemals bei dauerhaften Lösungen ankommen, das Rad dreht sich immer weiter. Man könnte fast „ICT semper reformanda est“ als Schlagwort der digitalen Transformation ausrufen. Natürlich bedeutet die stetige Weiterentwicklung von Programmen und Funktionen häufig, dass mehr Funktionalitäten zur Verfügung gestellt werden. Manchmal bedeutet es aber auch, dass der Funktionsumfang reduziert wird und die jeweiligen Lösungen schlanker, effizienter, schneller werden.
So sehr sich Mancher Beständigkeit wünscht, so wenig wird er sie in der digitalen Welt bekommen. Denn Lösungen aus der Cloud bringen Innovationen schnell an die Kunden. Auch unter den Anbietern herrscht Wettbewerb, und die Anwender suchen stetig nach neuen Möglichkeiten. Und innerhalb der Collaboration-Anbieterschaft ergeben sich diese nun einmal auch durch spezifische Vorteile und Innovationen, die bei Anderen so (noch) nicht zu haben sind. Die Cloud ist dabei kein Nachteil, ganz im Gegenteil: Zentrale Rollouts, wichtige Patches und neue Funktionen werden mit nie gekannter Geschwindigkeit eingeführt und unternehmensweit umgesetzt.
Stabilität entsteht nicht durch das ewige Gleichbleiben aller Faktoren, sondern durch die Erhaltung von etablierten Kernfunktionalitäten bei gleichzeitiger Veränderung der Rahmenbedingungen, egal ob im Unternehmen, am Markt oder in der gesamten Branche. Angst vor Veränderung braucht niemand zu haben, denn untergehen wird nur der, der die Welle der Digitalisierung kommen sieht und sich weigert, schwimmen zu lernen.