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Austrian Innovation Forum: Die Zukunft ist Digital

22.10.2014

Virtuelle Umkleidekabinen, Nano Roboter die im Blutkreislauf schwimmen, Kekse aus dem 3D Drucker und die Reproduktion von Körperteilen durch lebende Zellen. Das alles ist bereits Realität und wurde von Nils Müller, Trendforscher bei trend one am 16. Oktober 2014 am Austrian Innovation Forum vorgestellt.
Laut Müller liegen die Wachstumsmärkte der Zukunft an den Schnittstellen von Spitzentechnologien wie IT, Robotics oder Nanotechnologie. Übereinandergelegt ergeben zum Beispiel Nanotechologie und Robotic den Bereich Nano-Robotic, also mikroskopisch kleine Roboter, die im Blutkreislauf Medikamente im menschlichen Körper verteilen. Gemeinsam mit seinem Team spürt der Experte weltweit interessante Innovationen auf, die das Potential zum Megatrend haben.


Wir befinden uns erneut in einer industriellen Revolution

Wir befinden uns im digitalen Zeitalter – Handys, Tablets, Notebooks sind allgegenwärtig. Wir sind so vernetzt wie nie zuvor. Allein dieses Jahr werden laut Wall Street Journal weltweit 1 Milliarde Smartphones ausgeliefert. Wussten sie, dass wir lebende Zellen programmieren und somit Körperteile reproduzieren können? Über einen virtuellen Kleiderschrank ist es möglich sein Outfit zusammenstellen oder sogar schon jetzt mit einem selbstfahrenden Auto einen zu Ausflug machen. Das Analystenhaus Gartner prognostiziert sogar, dass die Zahl vernetzter Geräte, die größtenteils nicht von Menschen gesteuert werden, in nur 7 Jahren von 3 auf 25 Milliarden steigen wird. Sie werden sich jetzt wohl fragen, was das alles mit Ihrer Branche zu tun hat?

Selbstfahrende Autos und Grillsaucen aus dem Computer

Besonders spannend aber auch erschreckend sind die neuen Geschäftsfelder, die sich daraus entwickeln. Selbstfahrende Autos, oder Roboter-Postler sind heute schon im Einsatz und werden mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in einigen Jahren LWK-Fahrer, Taxifahrer und Briefträger ersetzten. Aber auch der Handel muss sich auf einiges gefasst machen: Bereits heute kreieren Supercomputer Grillsaucen, die genau auf die Konsumenten zugeschnitten sind, indem sie das Internet nach Bewertungen und Anforderungen scannen, um die perfekte Sauce zu erfinden. Anscheinend sind im Moment kalorienarme aber süßliche Saucen gefragt.
Auch die Kleideranprobe funktioniert heutzutage schon digital. Mittels einer virtuellen Plattform kann das Outfit mit einem Tippser zusammen gestellt werden. Am Bildschirm kann man sich sogleich im neuen Gewand begutachten. Wenn alles passt, kann es mit einem weiteren Klick gekauft werden, ohne jemals einen Shop betreten zu müssen.

Maschinen sind billiger und effizienter als Menschen

Was das für Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat, ist klar. Nils Müller geht sogar so weit zu behaupten, dass zukünftig jeder zweite Mensch arbeitslos sein wird, denn Maschinen sind billiger und effizienter als Personen. Was können wir tun? Wir können den rasanten Wandel nicht aufhalten. Die steigende Vernetzung bedeutet aber auch, dass wir uns mit der Digitalisierung auseinandersetzen müssen. Unsere Welt ist schon heute so IT-lastig, dass wir lernen müssen, die neuen Kanäle zu bedienen, sei es Social Media oder responsive Websites oder Collaborative Arbeitsplätze. Wussten Sie, dass es bereits Maschinen gibt, die Journalisten im Finanzbereich ersetzen? Oder virtuelle Assistenten, die sich in Zukunft um unsere Anliegen kümmern?
Diese Welt stammt nicht aus einer Raumschiff Enterprise Serie. Genauso, wie Videotelefonie oder Tablets für uns vor einigen Jahren noch sehr abstrakt waren, aber jetzt bereits Teil unseres Alltags sind, so werden diese Dinge in wenigen Jahren auch selbstverständlich sein.
Mein Tipp – Be prepared