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Digitalisierung: Neue industrielle Revolution?

05.11.2014

Die Begriffe Digitalisierung und Industrie 4.0 dominieren derzeit die IT-Welt. Vor einiger Zeit diskutierte ich beim CIO Guide Roundtable mit sechs CIO’s führender österreichischer Unternehmen über die Bedeutung und die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung in den unterschiedlichen Branchen.
Die Themenpalette war vielfältig: Die Chancen, aber auch Aufholbedarf für den Wirtschaftsstandort Österreich und Europa wurden ebenso beleuchtet, wie die großen Potenziale, die bei digitalen Geschäfts-, Produktions- und Serviceprozessen von den einzelnen Unternehmen künftig freigemacht werden können. Und es gab dabei auch so manche Erkenntnis, wo ein Umdenken im klassischen „IT-Mindset“ da und dort nötig ist, um digitale Strategien und innovative neue Geschäftsmodelle tatsächlich zum Erfolg zu führen.

Auf IT-Verantwortliche warten viele Fragen aber auch eine Fülle an Möglichkeiten

Eines wurde dabei auf jeden Fall klar: Auf die IT-Verantwortlichen warten viele Fragen, die wohl jedes Unternehmen für sich beantworten muss, aber vor allem auch eine Fülle an Möglichkeiten, um das Kerngeschäft, immer stärker zu enabeln.
Die gesamte Zulieferindustrie, LKW-Steuerung und Lageroptimierung sind rund um eine Frage optimiert: Wie bekomme ich die Produkte schneller zu den Kunden? Produktionsbetriebe haben in Sachen Automatisation schon eine lange Tradition und tun sich deshalb naturgemäß leichter, neue Dinge in diesem Bereich umzusetzen. In anderen Branchen fällt es schwerer, sich von vertrauten Abläufen zu trennen, aber wenn man einmal beginnt, Prozesse zu analysieren, merkt man oft, dass manche Abläufe lange nicht mehr hinterfragt wurden, und daraus ergeben sich so manche ‚Quick-Wins‘, die eine neue Dynamik erzeugen. Wir merken am Interesse unserer Kunden ganz klar, dass quer durch alle Branchen allgemein etwas in Bewegung kommt und ein Umdenken stattfindet.
Gerade bei der Digitalisierung sind die Bereiche der klassischen und der agilen innovativen IT stark miteinander verzahnt. Wir sehen das bei unserer eigenen Transformation. Da stehen wir vor der Herausforderung, einerseits im klassischen Outsourcing oder in der Software-Entwicklung noch mehr Standards und Kosteneffizienz hineinzubringen und andererseits mit all unseren Plattform-Lösungen, unsere Kunden End2End bei ihrer Transformation zu unterstützen und auch neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Keine Kompromisse bei der Digitalisierung

Wir sind also in genau der gleichen Situation wie unsere Kunden und können unsere eigenen Erfahrungen daher weitergeben und in unsere Services einfließen lassen. Eine Erfahrung ist zum Beispiel, dass man bei der Digitalisierung keine Kompromisse bei der Umsetzung eingehen sollte, wenn man die Effekte wirklich nutzen will. Denn ähnlich einem Auto-Tuning ist es nicht vernünftig, einen stärkeren Motor einzubauen, aber das Fahrgestell nicht den Anforderungen anzupassen.
Der Transformationsplan in Richtung Digitalisierung muss sich nahtlos in das Tagesgeschäft integrieren, damit die Mitarbeiter sehr schnell die Vorteile nutzen und sie auch aktiv mitgestalten können. Oft steht die Kostenreduktion zunächst im Vordergrund und ist der Auslöser, um neue Dinge anzudenken – dann folgt meist ein Schwung in Richtung Innovation.
Automatisierung reduziert ja nicht nur Kosten, sondern schafft auch den Freiraum, um ein Unternehmen weiter zu entwickeln und das ist fast der wertvollere Benefit von Digitalisierung.