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Große Unternehmen auf der Suche nach Innovation

22.07.2014

Innovation geistert als „magic word“ durch Vorträge, Präsentationen und quer durch alle Medien. Denn die Weiterentwicklung durch neue Denkweisen und Lösungen ist für viele Unternehmen essentiell. Ohne Innovation herrscht Stillstand – ein Todesurteil am Markt!
Vor einiger Zeit las ich einen interessanten Artikel im t3n Magazin mit der Überschrift „Survival of the hippest“. Darin wird beschrieben, wie sich große Konzerne an Startups orientieren, um flexibel und innovationsfähig zu bleiben.

Groß denken, klein handeln

Wie das geht zeigt der US-amerikanische Autor Jason Jennings in seinem Bestseller „Think Big, Act Small“. Jennings meint, dass es bessere Wege gibt, um die Gewinnspanne von Unternehmen zu steigern als das Sales Team mit leeren Versprechungen abzuspeisen oder die Kosten im Unternehmen zu reduzieren. Sein Erfolgsrezept lautet, wie sein Buchtitel „Groß denken, klein handeln“. Dazu nahm er mehr als 72.000 Unternehmen unter die Lupe und fand heraus, dass die besten Performer es schafften, die Stärken einer großen Organisation mit dem „Hunger“ eines Startups zu verbinden.
Sie bauen hervorragende Beziehungen mit ihren Kunden, Lieferanten, Arbeitnehmern und Aktionären auf. Sie fördern zukünftige Führungskräfte auf allen Ebenen. Sie schaffen eine Balance zwischen ihren kurzfristigen Zielen und ihren langfristigen Visionen. Und sie lehren ihren Managern sich die Hände schmutzig zu machen.
Eigentlich nichts Neues. Diese Methode wird bereits in vielen Unternehmen angewandt, scheitert jedoch oft an komplizierten Prozessen und Hierarchien, die es so in Startups nicht gibt. Startups haben flache Hierarchien und kein starres Regelwerk. Natürlich können große Unternehmen nicht alles 1:1 übernehmen, aber man kann und soll vorhandene Strukturen und Prozesse hinterfragen.

„Innovation ist gut, solange sie uns nichts kostet.“

MitarbeiterInnen zu Innovation zu zwingen macht genauso wenig Sinn, wie ihnen den dafür notwendigen Freiraum zu verweigern. Viele Unternehmen rufen sog. Innovationswettbewerbe aus, wo MitarbeiterInnen aufgefordert werden, eigene Ideen einzureichen, scheitern jedoch danach oft an der Umsetzung, was Frustration bei den TeilnehmerInnen hervorruft.
Natürlich kostet Innovation Zeit und auch Geld. Wenn MitarbeiterInnen im Arbeitsalltag schön brav ihre Tasks abarbeiten und vielleicht auch noch jede halbe Stunde ihrer Arbeitszeit verbuchen müssen, bleibt kein Freiraum für Innovation. Wenn Sie also das nächste Mal den Satz „Innovation ist gut, solange sie uns nichts kostet“ hören, brauchen sie gar nicht versuchen, einen Innovationsprozess anzustreben. Außer sie machen es wie Google und kaufen sich der Reihe nach Startups – denn das ist immer noch billiger, als das Geld in die eigene Entwicklung zu stecken.

Startups Assimilieren um innovativ zu sein

Viele „Große“ assimilieren gerne Startups, um sich jung und innovativ am Markt präsentieren zu können. So kaufte zum Beispiel Yahoo die Fotosharing-Community Flickr. Der Deal sollte dem Unternehmen frischen Wind bringen, was nicht geschah. Schuld daran ist, dass große Unternehmen Startups assimilieren, wie die Borg bei Raumschiff Enterprise andere Spezies.
Die Borg verleiben sich Technologien anderer Spezies ein und fügen so das gewonnene Wissen ihrem kollektiven Bewusstsein hinzu. Assimilierte Individuen werden zu Drohnen gemacht, die Teil des Kollektivs sind. Damit sind die Borg aber nicht perfekt, da sie sich bereits vorhandenes Wissen zu Teil machen.

Innovation im Rambo-Stil

In einem Artikel auf den ich kürzlich stieß heißt es, dass es Personen braucht um Innovationen anzutreiben, nicht Strukturen. Im Englischen werden solche Menschen Intrapreneure genannt – sie arbeiten innerhalb etablierter Unternehmen, aber agieren wie Entrepreneure. Ein bisschen Rambo-Mentalität braucht man dabei schon und viel Durchhaltevermögen, denn man steht oft vor verschlossenen Türen. Wenn man sich aber genug Freiraum verschafft, dann kann hier durchaus auch etwas bewegt werden. Innovation im Rambo-Stil eben.

Innovating Smart: Von den Großen lernen – von den Kleinen lernen 

Unter dem Motto „Innovating Smart“ bietet das Austrian Innovation Forum 2014 am 16. Oktober internationale Key-Notes und interaktive Foren. Erleben Sie, wie an den Schnittstellen von Trends Neues entstehen kann und was Unternehmen von Startups lernen können. Wir sind Partner des Forums, daher kostet die Teilnahme für Sie bei einer Anmeldung mit dem Anmeldecode „TSYS-480“ nur € 480,- (statt € 580,-)
Wir verlosen hier ein GRATIS Ticket an Interessierte. Schreiben Sie dazu bis 22. August 2014 eine Mail mit dem Betreff Innovation an monika.thomasberger@t-systems.at