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Was krebskranke Kinder bewegt

23.06.2015

Für krebskranke Kinder nach einer Stammzelltransplantation steht nach dem Abschluss der schwer belastenden stationären Behandlung die ambulante/ tagesklinische Betreuung mit vielen neuen Herausforderungen, Ängsten und Aufgaben an.
Meist sind diese Kinder körperlich sehr geschwächt, bettlägerig und müssen noch völlig isoliert leben, da das Immunsystem geschwächt ist. In dieser schwierigen Phase ist es enorm wichtig die Kinder sowohl psychisch aber auch körperlich zur Aktivität zu motivieren.

Interacct: virtuelle medizinische Betreuung

Inseln stehen oft für Erholung. Das Kämpfen symbolisiert den Kampf gegen den Krebs.
Genau dieser Problematik stellten sich Dr. Anita Lawitschka – Forscherin der St.Anna Kinderkrebsforschung und Oberärztin am Wiener St. Anna Kinderspital – und Prof. Dr. Ruth Mateus-Berr von der Universität für angewandte Kunst, die gemeinsam die Idee zu Interacct geboren haben – eine Computer Plattform in der krebskranke Kinder zu Hause sowohl spielen als auch ihre medizinisch notwendigen Daten erfassen können. Diese Daten und die Aktivitäten der Kinder in der Spielewelt werden an das medizinische Betreuungsteam übermittelt und fließen in die Entscheidungsfindung zur weiteren Therapieplanung mit ein.
Im ersten Schritt wurde diese Spielewelt im Rahmen eines von der FFG geförderten Forschungsprojekts vom Team von Hr. Prof. Helmut Hlavac, Leiter der Computer Entertainment Group der Fakultät für Informatik an der Universität Wien umgesetzt – gemeinsam mit den Healthcare Experten der T-Systems Austria, die als Industriepartner ihr Knowhow zu den Themen Sicherheit und Applikationsentwicklung im Gesundheitsbereich einbrachten.

Computerspiel hilft krebskranken Kindern bei Genesung

Ein Avatar fordert Kinder auf eine Kniebeuge zu machen.
Jetzt geht dieses interdisziplinäre Team aber noch einen Schritt weiter – die Kinder sollen beim Spielen auch dazu motiviert werden sich körperlich zu betätigen. Dazu wird die Microsoft™ Kinect 2® verwendet. Ein Avatar lotst die Kinder durch eine virtuelle Spielewelt, in der die kleinen Patienten allerhand Abenteuer erleben. Zusätzlich werden einfache Aufgaben gestellt, wie eine Kniebeuge, damit die Fähigkeiten des Avatars sukzessive ausgebaut wird. Im Spiel muss der Spieler auch Daten über sein Befinden eingeben.
  • Wie hat er geschlafen?
  • Wie viel Appetit hat er?
  • Hat er Schmerzen?
Dadurch erhält der behandelnde Arzt/ die behandelnde Ärztin individuelle Daten, die Aufschluß über den Gesundheitszustand der Kinder geben.
Zusätzlich erhalten die Mediziner täglich aufschlussreiche Daten ihrer jungen Patienten und können bei Auffälligkeiten oder beim Verdacht einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes schneller reagieren.
Eine Entdeckungsreise mit Sinn – für Kinder die es wirklich schwer haben…
Michael Nebel, Product Management HealthCare T-Systems Austria
Für weitere Informationen zum Thema kontaktieren sie mich bitte unter:
michael.nebel@t-systems.at
Mehr Information zu Interacct finden Sie hier oder auf derStandard.at