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Freie Zeit für Flüchtlinge – Auf Worte folgen Taten!

23.10.2015

Bei einer internen Veranstaltung Anfang September verkündetet unser MD Dirk Lukaschik, dass T-Systems Austria allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen freien Tag für ein Engagement in der Flüchtlingshilfe zur Verfügung stellen wird. Die MitarbeiterInnen waren von diesem Angebot begeistert und so wurde aus einer gemeinnützigen Idee ein reales Projekt.
Es hat mich sehr gefreut, dass mir die Aufgabe übertragen wurde das Projekt „Freie Zeit für Flüchtlinge“ zu koordinieren und den KollegInnen, die sich engagieren möchten, Unterstützung zu geben. Ich habe mich gleich voll motiviert in die Umsetzung gestürzt und kann nach einem guten Monat bereits von sehr vielen Aktivitäten berichten, die entweder schon durchgeführt wurden oder fertig geplant sind.

Freie Zeit für Flüchtlinge: Wie alles begann! 

Gestartet habe ich mit dem Entwurf eines Logos, um die Wiedererkennbarkeit und die Identifikation mit unserem sozialen Engagement zu steigern. Es taucht in der gesamten Kommunikation auf und wurde auch auf T-Shirts gedruckt, die bei den Einsätzen von den T-Systems MitarbeiterInnen getragen werden. Im ersten Schritt war es notwendig, Projektpartner zu eruieren, die uns am besten fix-fertige Pakete zur Verfügung stellen können. Bei der Caritas fand ich die richtige Ansprechperson, die speziell für uns acht Projekte ausgearbeitet hat. Das Angebot reicht von Kochen, über Renovierungsarbeiten in Einrichtungen für Flüchtlingen über Ausflüge mit Jugendlichen bis hin zu Schnuppertagen in unserem Unternehmen.
Die nächste Aufgabe bestand darin, den MitarbeiterInnen die fertigen Projekte vorzustellen und ihnen eine Anmeldmöglichkeit zu bieten. Hier wurde ich bestens von unserem CIO unterstützt, der auf der Plattform Sharepoint eine übersichtliche und attraktive Lösung zur Verfügung gestellt hat. Kaum waren die acht Pakete online, haben sich schon die ersten Teams gefunden und mit der Planung bzw. Umsetzung begonnen.
„Ohne Geld gibt’s ka Musi“ gilt auch bei unserem sozialen Engagement – Renovierungsarbeiten, Kochen und Ausflüge verursachen Kosten! Den einzelnen Teammitgliedern ist es selbstverständlich freigestellt, sich auch finanziell zu beteiligen. Damit die Projekte nicht an den Ausgaben scheitern, wurde ein Spendentopf aufgestellt in den alle T-Systems Mitarbeiterinnen einzahlen können. Unser System der direkten, komplett transparenten Spende hat sich bewährt – alle unsere Projekte sind durchfinanziert!

Was ist schon geschehen?

Im Zuge der Aktion meldeten sich auch viele KollegInnen und Kollegen bei mir, die sich schon länger und auf eigene Initiative in der Flüchtlingshilfe engagieren. So gibt es einen Kollegen in Graz, der beim Roten Kreuz tätig ist und tageweise im Aufnahmezentrum Neuankömmlinge mit dem Nötigsten versorgt. Ein anderer Kollege kümmert sich darum, dass zwei Häuser mit Flüchtlingsfamilien mit WLAN ausgestattet werden.
Eine besonders nette Aktion ließ sich eine Kollegin aus Wien einfallen – sie verteilte zum islamischen Opferfest am 23. September Sackerln mit Süßem, Spielzeug und nützlichen Kleinigkeiten an Flüchtlingskinder. Ein paar Tage vorher rief sie in der Firma zu einer Spendenaktion auf und die T-Systems MitarbeiterInnen zeigten sich sehr großzügig! Schlussendlich konnten mit Hilfe einiger KollegInnen 200 Sackerln befüllt werden, die dann Kindern am Westbahnhof übergeben wurden. Eine kleine Geste mit großer Wirkung!
Unsere GF: C. Hauer, A. Sidlo, C. Fink nicht am Bild C. Haiden
Mit gutem Beispiel ging auch unsere Geschäftsführung voran, die gemeinsam an einem Donnerstag ins Krankenhaus Hietzing fuhr um sich dort zu engagieren. Hier werden Flüchtlinge mit Nahrung und frischer Kleidung versorgt und können sich ausruhen, bevor ihre Reise weitergeht. Unser Director Human Ressources, Christian Hauer, schildert seine Eindrücke so: „Für mich war das ein sehr berührender Tag und es war gut hautnah mitzubekommen, dass man  konkret helfen kann. Unsere Aufgaben waren recht vielfältig: Vom Frühstück vorbereiten, über Kleiderausgabe, Betten machen, Zimmer reinigen, Müll sortieren, Menschen in Bussen zum Bahnhof begleiten bis zu Kaffee machen und austeilen.
Dazwischen nahmen wir uns Zeit für viele Gespräche mit Händen und Füßen. Wir wollten den Menschen das Gefühl geben, dass sie einem wichtig sind und man ihnen weiterhilft. Es war einerseits toll zu sehen, wie viele Leute sich engagieren – Schulklassen, Rotes Kreuz, Pensionisten, Studenten und eben wir. Andererseits ist es erschreckend, wie improvisiert die Hilfe in weiten Teilen abläuft. Das führt dann bei den Betroffenen zu weiterer Verunsicherung. Natürlich gibt es noch Verbesserungspotential, aber es ist unglaublich wie hilfsbereit sich die Menschen zeigen – ich bin froh, dass ich das miterleben durfte.“
Alle acht Projekte, die uns von der Caritas vorgeschlagen wurden, haben bereits „Paten“ gefunden und werden im Laufe der nächsten Wochen umgesetzt. Darüber werde ich in meinem nächsten Blogbeitrag berichten.

Das Resümee!

Ich kann jedem Unternehmen, das sich ähnlich engagieren möchte nur raten, mit einem versierten NGO zusammen zu arbeiten. Projekte auf eigene Faust zu finden und zu realisieren ist aufwändig und auch nicht sinnvoll. In den Einrichtungen müssen viele Regeln eingehalten werden, man muss auf die Situation der Bewohner behutsam eingehen und der normale Alltag darf nicht zu sehr aus dem Gleichgewicht kommen. Da ist ein Partner, der sich mit den Gegebenheiten auskennt unerlässlich. Die meisten NGOs haben auch definierte Ansprechpersonen, die Firmen bei ihrem sozialen Engagement unterstützen.
Im Laufe der Planung und Kommunikation der Projekte sind Fragen aufgetaucht, an die ich vorher nicht im entferntesten gedacht habe. Zum Beispiel: Wie finanzieren sich die Projekte? Wie hält man die Kommunikation im Team und zur Einrichtung effizient? Wie schaut das Ganze versicherungstechnisch aus? Durch Brainstormings mit KollegInnen und mit der Hilfe von Spezialisten habe ich für alle Fragen Lösungsmöglichkeiten gefunden.  
Mein persönliches Resümee – das Projekt „Freie Zeit für Flüchtlinge“ ist eine große Bereicherung für meinen Arbeitsalltag. Ich setze mich nun intensiv mit einem Thema auseinander, das mich auch privat beschäftigt und kann mit meiner Arbeit Gutes bewirken. Es hat auch durchwegs positive Auswirkungen auf das Betriebsklima und die Zusammenarbeit mit den KollegInnen. Mir kommt vor, dass wir von T-Systems Austria durch „Freie Zeit für Flüchtlinge“ noch ein Stückchen näher zusammen gerückt sind.