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Security

Zero Outage als Industriestandard

09.03.2017

Die Digitalisierung unserer Welt nimmt immer mehr zu. Künstliche Intelligenz und Machine Learning sind auf dem Vormarsch, IBMs Supercomputer „Watson“ hat kürzlich den Trailer für den Science-Fiction-Film „Morgan“ erzeugt. Schon heute kommunizieren die unterschiedlichsten Dinge in unserem Alltag miteinander – von der Kaffeemaschine über den PKW bis hin zur Industriemaschine. Und dieser Trend setzt sich fort: Bis zum Jahr 2020 sollen laut Experten mehr als 50 Milliarden Geräte miteinander vernetzt sein.
Während die ICT früher als gern gesehene Unterstützung gedient hat, hängen heute ganze Geschäftsprozesse oder gar Geschäftsmodelle von digitalen Technologien ab. Das einfachste Beispiel hierfür ist die E-Mail: Seit dieser Kommunikationsweg in Unternehmen Einzug gehalten hat, verlassen wir uns darauf, dass er reibungslos funktioniert. Fällt dann doch einmal der Mailserver aus, sind Teams, Abteilungen und ganze Unternehmen erheblich in ihrem Tagesgeschäft eingeschränkt. Und das ist noch eines der weniger kritischen Szenarien. Lassen IT-Probleme automatisierte Produktionsbänder stillstehen, drohen Imageschäden und Millionenverluste. Bei IT-basierten Prozessen am Flughafen oder im Operationssaal bedeuten Schwierigkeiten in den Systemen im schlimmsten Fall eine Bedrohung für Menschenleben. Die Technik, auf die wir uns tagtäglich verlassen, funktioniert nur dann stabil und zuverlässig, wenn alle Komponenten einwandfrei und möglichst ausfallsicher arbeiten. Und hier gibt es eine entscheidende Herausforderung: Vernetzte „Dinge“ kommunizieren auf den unterschiedlichsten Wegen, kommen von verschiedenen Herstellern mit ihren jeweils ganz eigenen Spezifikationen und Qualitätsanforderungen. Wie kann es gelingen, eine solch gigantische heterogene Masse in eine reibungslose Struktur zu bringen?

Ausfallsicherheit durch einen gemeinsamen Standard

Standardisierung ist das wesentliche Element auf dem Weg zur höchsten Verfügbarkeit. Denn nur, wenn alle Prozesse reibungslos funktionieren, verlässliche Plattformen und Technologien eingesetzt sind und das Personal höchste Qualität als Priorität wirklich verinnerlicht hat, kann dieses Ziel erreicht werden. Dazu braucht es einheitliche Standards, die eingeführt und eingehalten werden. Aus diesem Grund hat T-Systems 2011 das Zero-Outage-Prinzip entwickelt und damit seither bemerkenswerte Ergebnisse erzielt: Die Kundenzufriedenheit stieg messbar an und Großstörungen konnten um 95 Prozent reduziert werden. Dazu hat das Unternehmen unter anderem einheitliche Prozesse für das Incident, Change und Problem Management etabliert. Der Bereich Plattformen wurde durch klare Vorgaben im Release Management und für technische Komponenten optimiert. Eigens für diesen Zweck entwickelte Schulungen inklusive Zertifizierungen schworen das Personal auf das Null-Fehler-Prinzip ein.
Als Ergänzung zu den vorhandenen Standards wie ISO, ITIL und Co. beschreibt Zero Outage für jeden einzelnen Prozess genau, wie dieser abläuft und welche Schritte zu befolgen sind. Darüber hinaus gibt es konkrete Definitionen für die eingesetzten Plattformen und Technologien, damit auch diese standardisiert sind und höchste Qualität ermöglichen. Ein standardisiertes Trainingsangebot für das gesamte Personal stellt sicher, dass alle Mitarbeiter weltweit ihr Know-how auf dem gleichen, dauerhaft hohen Niveau halten. Doch mit dieser internen Standardisierung ist es noch nicht getan: Um das Prinzip „Null Fehler“ von Ende zu Ende umzusetzen, stellen Zertifizierungen ein gemeinsames Qualitätsverständnis mit Partnern und Access Providern sicher. So gelingt Zero Outage vom Hard- und Softwarehersteller über den Access Provider bis zum Endkunden.
schnell erklärt - Zero Outage

Stephan Kasulke - Vorsitzender "Zero Outage Industry Standard Association" im Interview
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Ausfallsicherheit Zero outage