Referenz

Krankenhaus der Elisabethinen

Ganzheitliche Patientenbetreuung

Im Krankenhaus der Elisabethinen in Linz greifen Fachabteilungen und Nierenpatienten überall auf aktuelle Untersuchungsergebnisse zu. 
Ein Klinikinformationssystem (KIS) vernetzt im Krankenhaus der Elisabethinen alle Anwendungen, damit Mitarbeiter übersichtlich auf die verwaltungstechnischen und medizinischen Informationen zugreifen können. Ärzte aller Fachabteilungen vollziehen anhand von Behandlungspfaden Heilungsfortschritte nach, planen Ressourcen für Operationen oder werten Untersuchungsergebnisse aus. Chronisch nierenkranke Patienten greifen über ein webbasiertes Nephrologie-Portal auf aktuelle Befunde und Termine zu. In einem Transplant-Portal überblicken interne sowie externe Ärzte und betreuende Institute bis zu hundert Entscheidungskriterien mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer, die ihnen Transplantationsentscheidungen erleichtern.

Krankenhaus der Elisabethinen seit 1745

Das um das Jahr 1745 gegründete Krankenhaus der Elisabethinen in Linz ist ein allgemeines öffentliches Krankenhaus des Bundeslandes Oberösterreich. Rund 1.500 Mitarbeiter beschäftigt der Träger, der Konvent der Elisabethinen, in 10 Fachabteilungen und 6 Instituten. Mit mehr als 502 Betten versorgt das Krankenhaus fachübergreifend die Menschen der Region. Ein Behandlungsschwerpunkt liegt auf Krankheiten der Organe, allein 1.500 nierenkranke Patienten betreuen die Elisabethinen jährlich. Auch auf die Bereiche Chirurgie und Onkologie ist das Krankenhaus spezialisiert.

Ganzheitliches Klinikinformationssystem

Bis heute ist es das Ziel der Elisabethinen, mit neuen medizinischen und medizintechnischen Mitteln Leiden vorzubeugen, zu heilen und zu lindern. Daher sollte ein ganzheitliches Klinikinformationssystem die Patientenversorgung verbessern und Verwaltungsprozesse automatisieren. Mit einer Plattform im Internet wollten die Elisabethinen außerdem das tägliche Leben chronisch kranker Nierenpatienten erleichtern. Um Ärzten zu helfen, sich für eine Transplantationen zu entscheiden, sollten zudem alle aktuellen Transplantationskriterien in einem zentralen System zugänglich sein.

Die Lösung

Das Krankenhaus führte gemeinsam mit T-Systems ein ganzheitliches Krankenhausinformationssystem (KIS) ein. Die Lösung i.s.h.med schließt alle im Krankenhaus genutzten Gesundheitsanwendungen, beispielsweise von SAP, an eine zentrale Plattform an. Auch an ein webbasiertes Nephrologie-Portal überträgt i.s.h.med Informationen. Patienten greifen auf aktuelle Befunde oder Termine über dieses Portals von überall und jederzeit verschlüsselt zu. Auf neue Daten weist das System Patienten per SMS oder E-Mail hin.
Ein Nierentransplantportal hilft darüber hinaus den Ärzten, im Falle einer Transplantation sofort die richtigen Entscheidungen zu treffen. Auch andere Krankenhäuser und niedergelassene Spezialisten dokumentieren in diesem Portal aktuelle Untersuchungsergebnisse und die Häufigkeit und Art der Blutreinigungen. Ausschließlich die behandelnden Mediziner selbst können über verschlüsselte Verbindungen auf die Befunde zugreifen.
 
  • SMS-Erinnerungsfunktion
    Patienten werden aktiv an die bevorstehenden Behandlungstermine erinnert. Dabei erhalten sie wunschweise eine SMS und/oder E-Mail. Zugleich wird eine Rückrufnummer angegeben, sodass sie den Termin ggf. rechtzeitig verschieben oder absagen können. Bei einer E-Mail wird der Termin auch als ical-Eintrag angehängt damit der Termin auch bequem in den Outlook-Kalender eingetragen werden kann.

  • Diagnosia-Wechselwirkungsprüfung
    Medikamente die im Rahmen der Befundschreibung erfasst werden, werden durch Anbindung der Diagnosia-Wechselwirkungsprüfung auf ihre Wechselwirkungen geprüft. Dabei kann sowohl auf Ebene der Pharma-Zentralnummer (PZN) wie auch auf Wirkstoffebene geprüft werden. Der Arzt bekommt schließlich eine Rückmeldung, ob die erfassten Medikamente miteinander interagieren und wenn ja, wie groß der Schweregrad der Wechselwirkung ist bzw ob deren Gewissheit wissenschaftlich belegt ist. Bei Bedarf kann sich der Arzt auch das Detailergebnis der Wechselwirkungsprüfung anzeigen lassen bzw. weitere Informationen zu dem Medikament und den wissenschaftlichen Belegen anzeigen lassen. Bei einem etwaigen Aufruf wird auch der Grad einer etwaigen Niereninsuffizienz berücksichtigt. Das Ergebnis sehen die Anwender sowohl im Dokument, wie auch am Klinischen Arbeitsplatz.

    -  Seit der Einführung im April 2015 wurden bereits mehr als 18.000 Prüfungen durchgeführt.
 
  • Barcodefunktion für mobile Diktate
    Die Ärzte setzen bei den Elisabethinen Diktiergeräte mit einem integrierten Barcodeleser ein. Sie können damit Barcodes sowohl von ausgedruckten Dokumenten, wie auch vom Bildschirm scannen. Dadurch ist es den Ärzten möglich, dass sie zu jedem Dokument, oder auch für die Verlaufsdokumentation diktieren. Sie sind daher sehr flexibel und mobil. Zugleich sparen sie Zeit die sie für ihre Patienten aufbringen können. Denn aufgrund des Barcodes kann eine Schreibkraft die Diktate eindeutig zuordnen und in schriftlicher Form in die Dokumentation übertragen.
 

Der Kundennutzen

Das Klinikinformationssystem i.s.h.med ermöglicht es heute, Patienten in unterschiedlichen Fachabteilungen ganzheitlich zu betreuen und Behandlungsergebnisse zu dokumentieren. Im Modul i.s.h.med Pathways legen die Mediziner nun vorab Behandlungspfade fest, anhand derer jeder Kollege transparent den Behandlungsfortschritt nachvollziehen kann. Mit i.s.h.med op plant und überwacht das Krankenhaus zentral die für Operationen notwendigen Ressourcen. Das Business Intelligence-Modul b.i.med-pmd dokumentiert zudem alle Behandlungen und wertet die Daten auf Wunsch aus, um Patienten nachvollziehbar immer besser zu behandeln.
Ein Nephrologieportal im Internet unterstützt die Nierenpatienten des Krankenhauses. Über eine verschlüsselte Verbindung greifen Patienten auf ihre Terminpläne und auf aktuelle Befunde zu. Liegen neue Informationen vor, weist das Portal Patienten per SMS oder E-Mail darauf hin. In einem Transplant-Portal überblicken Ärzte interne sowie externe Ärzte und betreuende Institute bis zu hundert Entscheidungskriterien mit unterschiedlicher Gültigkeitsdauer. Das erleichtert Ärzten Transplantationsentscheidungen. Das Portal weist rechtzeitig darauf hin, wenn eine Untersuchung erneuert werden muss. „Indem wir Daten zentral speichern, greifen alle Berechtigten immer auf aktuelle Befunde, Untersuchungsergebnisse oder Behandlungspläne zu“, sagt Dr. Franz Harnoncourt, ärztlicher Direktor im allgemeinen öffentlichen Krankenhaus Elisabethinen Linz. „Das entlastet Mitarbeiter von Routineaufgaben, wodurch sie Zeit für die Patientenversorgung gewinnen. Einfachere administrative Abläufe senken zugleich die Verwaltungskosten, die nun transparent nachvollziehbar sind.“