Smarte Welt: Zum Schutz vor Cyberattaken kooperiert Linde mit dem Cyber Defense and Security Operations Center der Telekom.
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Smarte Welt benötigt smarte Sicherheit.

Die rasant zunehmende Vernetzung katapultiert die Sicherheitsbedarfe in eine neue Dimension. Zum Schutz vor Cyberattacken nutzt der Industriegase-Spezialist Linde das Cyber Defense and Security Operations Center (SOC) der Deutschen Telekom in Bonn.
Autor: Sven Hansel
Fotos: The Linde Group
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Drei Milliarden Fahrgäste befördert Shanghais Metro jedes Jahr, 200 Milliarden US-Dollar Schaden würde ein Erdbeben der Stärke 8,7 in Los Angeles verursachen, und 45 Tage verbringt ein Bewohner in São Paulo jedes Jahr im Stau – der Trend zur Urbanisierung lässt sich nur noch mit technologischem Fortschritt aufrechterhalten. Er wird zum Schlüsselfaktor für ein lebenswertes Leben. Indes ist noch längst nicht ins Bewusstsein eines jeden vorgedrungen, dass für diesen technologischen Fortschritt auch neues Denken in der IT-Security notwendig ist. Kurz: Smart World braucht zwingend Smart Security.
Warum das so ist, offenbart der Bauplan der smarten Welt. Menschen sind hier mobiler, aber auch Güter, Daten und Finanzen. Billionen an Sensoren werden darüber hinaus dafür sorgen, dass im Internet der Dinge ein gigantisches Datenwachstum herrschen wird. Daten, die zu einer harten Währung in neuen Geschäftsmodellen werden und die, etwa durch die Blockchain, überall auf der Welt zu Hause sind. Diese smarte Welt ist grenzenlos – darf aber nicht zügellos sein. Der Begriff Netzwerksicherheit bekommt hier eine ganz neue Dimension. Denn das Netz ist alles, ohne Netzwerk ist alles nichts.
The Linde Group
1879 gegründet, beschäftigt der Technologiekonzern Linde unter anderem in den Geschäftssparten Gas und Engineering heute weltweit mehr als 60.000 Mitarbeiter.
Was das in Bezug auf das Volumen konkret heißt, haben die Fachleute des Internetverbands eco gemeinsam mit den Consultants von Arthur D. Little untersucht. So wächst allein das Umsatzvolumen des deutschen Smart-City-Marktes von 20,4 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 43,8 Milliarden Euro im Jahr 2022. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 16,5 Prozent. „Das Wachstum erfolgt über alle Marktsegmente hinweg, wobei mehr als 65 Prozent des gesamten Smart-City-Marktes 2017 die vier Segmente Transport und Logistik, Kommunikationsdienste und Netzwerksicherheit, physische Sicherheit sowie Gebäudeautomatisierung ausmachen“, so die Fachleute.
​​​​​​​Und diese „Netzwerksicherheit“ hat so rein gar nichts damit zu tun, was IT-Security-Experten landläufig darunter verstehen. Beispiel Dubai: Die Drei-Millionen-Metropole in den ohnehin stark wachsenden Vereinigten Arabischen Emiraten hat ambitionierte Smart-City-Pläne, möchte derart den CO2-Ausstoß etwa um 16 Prozent und den Autoverkehr um acht Prozent reduzieren. Und allein diese Maßnahmen benötigen bereits ein Bündel von mehr als 150 Smart-City-Initiativen und -Services, vom smarten Ampelsystem bis hin zu Onlinebehördendiensten. Diese Dienste sind ihrerseits wiederum eingebunden in eine ITK-Plattform mit offener und horizontaler Architektur. Angesichts des Vernetzungsgrades dieser digitalen Welt ist es deshalb mehr als logisch, dass neue Hochleistungszentren für Netzsicherheit entstehen wie beispielsweise das integrierte Cyber Defense and Security Operations Center der Telekom in Bonn, eines der größten und modernsten Abwehrzentren Europas gegen Cyberattacken. 
ALTERNATIVTEXT einsetzen (!)
Nicht zuletzt die gerade im Produktionsumfeld zunehmende Vernetzung macht Cybersecurity für den weltweiten Technologiekonzern zum strategischen Topthema.
Eine Milliarde sicherheitsrelevante Daten aus 3000 Datenquellen analysieren die Fachleute der Telekom dort jeden Tag nahezu voll automatisiert. 30 Unternehmen und Organisationen setzen bereits auf das SOC, darunter auch der Münchner Weltkonzern Linde (siehe Interview). Rund 200 Experten überwachen im neuen Master-SOC in Bonn und an den angeschlossenen Standorten national und international im 24-Stunden-Betrieb die Systeme der Telekom und die ihrer Kunden. Sie erkennen Cyberangriffe, analysieren die Angriffswerkzeuge, schützen nachhaltig vor Angriffen und leiten daraus Prognosen über zukünftige Muster von Attacken ab. Dabei greifen die Telekom-Experten auf ihre jahrelange Erfahrung in der Bekämpfung von Angriffen auf die eigene Infrastruktur zurück. Mehr als 20 Millionen Beispiele von Attacken haben sie bereits gesammelt und zur Verbesserung der eigenen Systeme eingesetzt. Ein smartes Team zum Schutz einer prosperierenden digitalen Welt.

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