Die Digitalisierung fordert bei der Planung und Implementierung von IT-Security einen 360°-Ansatz.
Topstory

Sicherheit. Einfach. Machen.

Innovationen, Tempo, Agilität – und dazu die zuverlässige Stabilität im IT-Betrieb – alles, wofür CIOs heute ihren Kopf hinhalten, ist Teilaufgabe eines Jobs, der IT-Chefs gerade rund um die Uhr fordert: die eigene Digitalisierung. Und die ist – das kommt hinzu – auch noch untrennbar mit Security verbunden. Dabei ist Sicherheit alles andere als ein Selbstzweck. Denn werden Unternehmen Opfer von Cyber-Kriminalität, lahmt ganz schnell ihre Digitalisierung. Und Innovationskraft wird schlichtweg ausgebremst.
Autor: Thomas von Zütphen
Fotos: Jonathan Knowles/Getty Images, Shutterstock.com
Illustrationen: Noun Project
Innovationen sind die Treiber neuer Geschäftsmodelle. In Zeiten ausufernder Internet-Kriminalität wird allerdings zum Problem, dass Cyber-Angriffe Innovationen mitunter schnell unbrauchbar machen. Im Ergebnis wird Security so zu einer vergleichbaren Herausforderung wie die Digitalisierung selbst. Anders gesagt: Um Innovationen auf den Weg zu bringen und ihnen IT-technisch die nötige Schlagkraft am Markt zu geben, brauchen CIOs drei Dinge. Erstens: Die IT muss stabil laufen. Zweitens: Die dafür immer häufiger eingesetzten Cloud-Lösungen müssen zuverlässig zusammenspielen, und drittens: Neben höchster Qualität muss vor allem ein Maximum an Sicherheit gewährleistet sein. Das ist die absolute Voraussetzung. Denn Security und Digitalisierung sind untrennbar miteinander verbunden. Und da beginnt für CIOs ein Riesendilemma.
Denn Security, sofern sie nicht leicht zu beziehen und einfach zu bedienen und zu betreiben ist – und das bieten bisher nur sehr wenige Provider –, bremst die eigene Innovationskraft signifikant. Diametral dazu nehmen Geschwindigkeit und Anzahl Tag für Tag zu, mit denen Hacker immer raffiniertere Angriffsformen gegen Unternehmen einsetzen. Für Unternehmen ein Konflikt, der sich jeden Tag verschärft: aktuell auf 100 Milliarden Euro. Allein in Deutschland. Der Schaden durch Cyber-Kriminalität war nach Aussage des Center for Strategic and International Studies (CSIS) – gemessen an der Wirtschaftsleistung – 2015 in keinem anderen Land größer als hier. Damit ist eins sicher: Unternehmen müssen aufrüsten.

Security muss leicht und einfach sein

Dr. Ferri Abolhassan bringt auf den Punkt, wie Unternehmen von zwei Seiten in die Zange genommen werden: „Der Handlungsdruck ist enorm. Unternehmen müssen jetzt digitalisieren, um ihre Wettbewerbssituation zu festigen und auszubauen. Doch Digitalisierung braucht zwingend kompromisslose Qualität plus maximale Sicherheit on Top“. Der T-Systems-Leiter der IT-Division ist verantwortlich für den neuen konzernweiten Geschäftsbereich Telekom Security, in dem Europas größtes ICT-Unternehmen plant, vom 1. Januar 2017 an sämtliche seiner Sicherheitsaktivitäten zu bündeln.
„Für Privat- wie Geschäftskunden gilt gleichermaßen: Die zunehmende Gefährdungslage erfordert einen 360-Grad-Ansatz,, um die immer raffinierteren Angriffstechniken abzuwehren. In diesem Sinne“, so Abolhassan, „denkt schon unsere Roadmap zur neuen Division das Thema Sicherheit anders, um Security-Lösungen von vornherein ganzheitlich zu entwickeln und zu liefern.“ So müsse Security vor allem leicht und einfach sein, da sie anderenfalls oftmals gar nicht erst eingesetzt und genutzt werde.

Schlagkraft von über 1.000 Security-Spezialisten

Ob im Bereich Services, Produkte, Assessments oder Consulting – gemeinsam bündeln die Organisationseinheiten der Telekom Security alle Sicherheitsbereiche im Konzern und verantworten die Entwicklung neuer, im Cyber-Krieg schlagkräftiger Angebote. Oberstes Ziel des Magenta Security Portfolio ist es, Privatkunden genauso wie KMUs und Großunternehmen von allem, was die Telekom zum eigenen Schutz selbst einsetzt, profitieren zu lassen. Das gilt auch für die Leistungen des konzerneigenen Cyber Defense Center, des Abuse-Teams der Telekom oder das Privacy-&-Security-Assessment-Verfahren. Mehr als alles jedoch, so Abolhassan, „gilt das für konkrete Lösungen und deren Anbieter, die wir als Partner für unsere eigene digitale Selbstverteidigung mit ins Boot holen. Und da setzen wir nur auf das Beste vom Besten“.

Cyber-Schutzschild aus dem Netz

Zum Beispiel Internet Protect Pro. Die Security-Lösung ist eine der schärfsten neuen Waffen im Arsenal der Telekom. Sie verlagert die Funktionen von Firewalls, Intrusion-Protection-Systemen, Proxy-Servern sowie den Schutz vor Viren und unbekanntem Schadcode in die Telekom Cloud.
Dass indes Smartphones und Tablet-PCs zunehmend ins Visier der Hacker geraten, verschärft die Situation. Um auch an dieser Front härtere Bandagen im Kampf gegen Cyber-Kriminalität aufzufahren, bietet die Telekom mit Mobile Protect Pro eine neue Lösung an, die Unternehmen jeder Größenordnung einen Rundumschutz für mobile Endgeräte gewährt – und zwar für die Betriebssysteme Android und iOS. Hinter der Lösung steckt ein selbstständig lernender Algorithmus, der durch Echtzeitanalyse Tausender Parameter auf dem Endgerät auch unbekannte Risiken identifiziert.

Sicherheit aus der Cloud

Und dabei kommen immer mehr der Services aus der Cloud. „Sie ist die Grundlage der Digitalisierung unserer Wirtschaft. Aber sie muss sicher sein“, so Ferri Abolhassan. Und da stehen Telekom und T-Systems laut aktuellem Bitkom-Cloud-Monitor weit vor ihren Wettbewerbern. So vertrauen 26 Prozent der befragten Public-Cloud-Kunden gerade in Fragen von Datenschutz und Compliance auf das „hohe Niveau“ der Deutschen Telekom und ihrer Geschäftskundensparte T-Systems. Mit gerade einmal der Hälfte (gut 13 Prozent) landete IBM auf Platz zwei, dicht gefolgt von Microsoft mit gut zwölf Prozent.

Weitere Informationen

Weitere Artikel