Die sofortige Detektion durch den Magenta Drohnenschutzschild wehrt Multicopter zur Industriespionage in Echtzeit wirksam ab.
Drohnenabwehr

„Alles roger!“

Drohnen heben gerade ab. Doch mit ihrem Boom in unterschiedlichsten industriellen Anwendungen nimmt auch ihre Attraktivität für Wirtschaftsspione rasant zu. Dafür entwickelte die Deutsche Telekom in weniger als 18 Monaten auf Basis von Funk-, Audio-, Video- und Radartechnologie den Magenta Drohnenschutzschild. Er lässt hochfliegende Pläne krimineller Piloten schnell an ihre Grenzen stoßen. In der Regel schon nach wenigen Sekunden. 
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Stefan Hobmaier
Der Drohnenschutzschild für Unternehmen und Behörden
Ob Technikfreak oder Paparazzo: Vor allem kleine Quadrokopter bekommen immer mehr Fans – doch leider haben auch Kriminelle die kleinen Flugobjekte längst für sich entdeckt. Der Filmbeitrag beschreibt den Drohnenschutzschild der Deutschen Telekom, mit dem sich Unternehmen und Behörden vor den fliegenden Spionen schützen können. 
Köln, 17. Mai, 11.44 Uhr. Parkplatz eines Schnellrestaurants, Dürener Straße. Anders als die anderen ersten Mittagsgäste aus dem umliegenden Gewerbegebiet parkt ein Besucher sein Auto weit abseits des Eingangsbereichs. Auf einem kaum einsehbaren Stellplatz, von den Überwachungskameras des Lokals weit entfernt. Mit links den Kofferraum zu öffnen und rechter Hand eine Drohne auf den Boden zu stellen ist für den Fahrer quasi eine Bewegung. Fernsteuerung einschalten, das leise Piepsen der sich aufbauenden Funkverbindung abwarten, und das Fluggerät hebt ab. Das anfangs nur sanfte – erst mit einer rasanten Beschleunigung vernehmliche – Sirren der Rotoren registriert keiner der an- und abfahrenden Restaurantbesucher. 
Rein technisch ist dieses Szenario typisch für die Startabläufe von Multicoptern, wie sie täglich millionenfach auf der Welt von Drohnenpiloten ferngesteuert auf den Weg gebracht werden. Ihre Inbetriebnahme und Bedienung ist auch von Laien schnell erlernbar: für Luftaufnahmen von einer Hochzeitsfeier zum Beispiel oder den Kalender mit Landschaftsbildern eines Hobbyfotografen. Im professionellen Drohneneinsatz könnte es um die Vermessung von Flurstücken für das örtliche Katasteramt gehen oder das Ablesen von Barcodes in riesigen Hochregallagern, wozu etwa der Automobilzulieferer Magna bereits Drohnen bei Inventuren einsetzt. Allein aufseiten der Industrie schätzen die Wirtschaftsberater von PwC den Markt für die Einbindung von Drohnentechnologie in bestehende Geschäftsmodelle bis 2025 auf 127 Milliarden US-Dollar (siehe Best Practice Artikel „Lotsen und Taucher“). Von möglicherweise neu aufkommenden Geschäftsfeldern, tiefdunklen oder zumindest zwielichtigen zum Beispiel, ist dabei noch keine Rede. Im Klartext: von unlauteren bis schwer kriminellen Geschäften.

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17. Mai, 11.45 Uhr. Wohin ist die Drohne unterwegs? Was sucht sie dort? Wie ist sie ausgerüstet? Wer steuert sie? Welche Bilder oder Videos schickt die Drohne an den Piloten? Nur wenige Gehminuten vom Schnellrestaurant entfernt sind das Fragen, auf die Frank Roby jetzt schnelle Antworten benötigt. In wenigen Augenblicken beginnt drei Flure über ihm die Vorstandssitzung der Hightechschmiede, die ihn vor langer Zeit als Leiter Werkschutz eingestellt hat. Unter anderem dafür, dass Veranstaltungen wie die, zu der gerade eine Limousine nach der anderen auf den Hof rollt, störungsfrei ablaufen. Dass eine Drohne im Anflug ist, hat Roby mittels einer neuen Technologie erfahren, die seit wenigen Wochen zur Ausstattung der Leitstelle des Unternehmens zählt. Eine Besonderheit des Magenta Drohnenschutzschilds der Telekom ist die frühzeitige Erkennung eines Piloten, der den Start einer Drohne vorbereitet – noch bevor die Drohne abhebt. Im Moment des Abgleichs von Fernbedienung und eingeschaltetem Fluggerät kann der Standort der Fernbedienung präzise bestimmt werden. Die komplexe Technologie ist auf dem Dach seines Unternehmens im Kölner Stadtteil Marsdorf zwölf Meter höher installiert. Von hier aus schützt das System Mitarbeiter, Prozesse, das geistige Eigentum der Firma und ist somit ein unverzichtbarer Teil der Sicherheitsarchitektur, zu der Roby vor Kurzem seinem Vorstand geraten hat. Die verschiedenen Sensoren aus Drohnentrackern, Frequenzscanner, Hochleistungsmikrofonen und Radartechnologie hoch über ihm sind eine Investition, die sich in den kommenden Minuten bezahlt machen wird: Denn das, was Drohnen abschöpfen können, ist den kriminellen Auftraggebern oft Millionen wert.
„Um auf eine mögliche Bedrohung aus der Luft reagieren zu können, muss diese zuverlässig und präzise erkannt werden“, erklärt Markus Piendl, verantwortlicher Produktmanager des Magenta Drohnenschutzschilds der Deutschen Telekom. Die Lösung haben Piendl und sein Team mit Unterstützung des Innovation Center von T-Systems (siehe Best Practice Artikel Denkraum. Freiraum. Spielraum) über 18 Monate im Geheimen entwickelt und dabei die Hardware von 25 internationalen Anbietern auf deren Detektions- und Abwehrleistung ausführlich und fair getestet. „Unser Ziel“, so Piendl, den in- und ausländische Behörden regelmäßig als Sachverständigen für Sicherheitstechnik ansprechen, „war es, einen lückenlos geschlossenen Schutzschirm anzubieten. Eine exzellente Lagedarstellung zeigt Angriffsverläufe in Echtzeit benutzerfreundlich und eingängig auf. Liegenschaften jeder Art werden vor Drohnenangriffen geschützt. Die verschiedenen Sensoren arbeiten akustisch, optisch, funk- oder radartechnisch.“ Eine benutzerfreundliche Managementsoftware bereitet alle Daten der Sensoren verschiedener Hersteller zu einem verständlichen Lagebild auf. Oftmals erfahren ausgespähte Unternehmen oder VIPs erst durch eine Veröffentlichung, dass sie gefilmt worden sind. Ein Traum für jeden Paparazzo, ein Albtraum für gefährdete Personen – und den Werkschutz von Industrieanlagen. Selbst dann, wenn sich herausstellt, dass es die Kameras der Drohnen nicht auf das Ausspähen von Infrastrukturen abgesehen haben, sondern auf Menschen.
Sobald der Pilot eine Funkverbindung zur Drohne aufbaut, kann der Drohnenschutzschild den Standort der Fernbedienung orten.
Sobald der Pilot eine Funkverbindung zur Drohne aufbaut, kann der Magenta Drohnenschutzschild den Standort der Fernbedienung orten.
17. Mai, 11.47 Uhr. Zumindest Robys letzte Frage wird sich schnell beantworten lassen. Um den Flugkörper zu klassifizieren, gegebenenfalls auch zu identifizieren, verfügt seine Installation über eine zentrale Datenbank. Jede Drohne hat spezifische Merkmale, die eine dahinterliegende Software in Beziehung setzt und als Signatur – oder Drone DNA – in einer Datenbank speichern kann. „Durch regelmäßige Updates kann jeder Kunde des Schutzschilds auch neue Drohnen sofort zuverlässig detektieren und gewinnt wichtige Zeit“, erklärt Innovation Manager Patrick Köhler vom T-Systems Innovation Center in München. „Mit diesem Vorsprung weiß der Kunde, bevor er die Drohne sehen kann, was buchstäblich gleich auf ihn zukommt.“ 
Zwischen dem nur 18 Gramm schweren kleinen Aufklärungsmonster „Black Hornet“ aus Norwegen, das durch handbreit gekippte Fensteröffnungen fliegen kann, und der fast zwölf Meter langen „Wing Loong 1“ eines chinesischen Anbieters reicht die Bandbreite käuflicher Drohnen – vom Kolibri bis zum Kondor. Zur möglichen Nutzlast können Hilfs- und Versorgungsgüter für Erdbebenopfer oder schnelle Medikamentenlieferungen auf Nordseeinseln genauso zählen wie Sprengstoffe und Bomben mit dem Ziel eines Unternehmenscampus oder voll besetzter Sportstadien. Und genau das ist das Problem.
17. Mai, 11.49 Uhr. Schon seit fünf Minuten weiß Frank Roby, dass die Drohne, die er jetzt mit bloßem Auge sehen kann, eine „DJI Phantom“ ist, so etwas wie der VW Golf unter den Quadrocoptern. Prinzipiell sind Drohnen nichts anderes als fliegende Computer, bestückt mit Sensoren. Doch was will sie? Die Zeit drängt. Ganz oben auf der Vorstandsagenda stehen Strategiethemen und damit verbundene brisante Investitionsentscheidungen. Sichtbar beunruhigt schießt schon ein Stabsleiter durch Robys Tür, um zu „wissen, was da draußen eigentlich los ist“. Auch er hat die Drohne über der Auffahrt gerade bemerkt.
„Sofortige Drohnendetektion verschafft Kunden für ihre Abwehr wertvolle Zeit."
Patrick Köhler, Innovation Manager bei T-Systems
Werkschutzleiter Roby ahnt, worum es dem Drohnenpiloten wirklich gehen könnte. Eine „DJI Phantom“ kann mit Richtmikrofonen oder Lasertechnologie ausgestattet werden, um jedes gesprochene Wort auch ungebeten mitzulauschen. Manch einer der fliegenden Spione überträgt alles, was er auffängt, zeitversetzt oder sofort an eine nahe liegende Bodenstation. Noch perfider: Andere laden ihre „Beute“ sofort auf YouTube hoch. Doch zur Grundausstattung von Fluggeräten wie jenem, das in diesem Moment Roby immer näher kommt, gehört oft „nur“ eine Kamera. Ein Blick auf den Monitor gibt Roby recht. Er verfolgt live mit, was die Drohne „sieht“ und unverschlüsselt sendet. Das fliegende Mittelgewicht über dem Werkszaun ist in Lauerstellung. So reicht das Wort „Pilotensuche“, um dem Stabskollegen deutlich zu machen, welches Interventionsprogramm das Werkschutzteam jetzt ablaufen lassen wird. Die Fernsteuerung des Piloten wird dank der übermittelten Sensorinformationen auf RF-Basis durch ein Werkschutzteam angefahren.
Nach Einschätzung der Deutschen Flugsicherung werden in Deutschland 400 000 UAVs – „Unmanned Aerial Vehicles“ – eingesetzt. Die seit wenigen Jahren explodierende Zahl hat viele Gründe: Einfach zu steuern, verfügen sie über relativ hohe Reichweiten und können rein technisch fast überall gestartet werden. Neben der professionellen gewerblichen Nutzung in der Logistik zum Beispiel (siehe Best Practice Artikel „Lotsen und Taucher“), der Film- und Vermessungstechnik, im Agrarbereich, Bergbau und in der Geologie werden heute die meisten Multicopter von Hobbypiloten geflogen.
Doch der Arbeitsmarkt holt auf. Unbemannte Fluggeräte und ihr Betrieb entwickeln sich zum respektablen Wirtschaftszweig. Immer mehr Unternehmen sind auf der Suche nach Piloten, die für den Betrieb mit UAVs lizenziert sind. Allein in den USA gehen Arbeitsmarktprogosen in den kommenden acht Jahren von bis zu 100 000 zusätzlichen Jobs aus. Eine Entwicklung, die Christian Janke vom European Aviation Security Center (EASC) bestätigt: „Drohnentechnologien bedeuten enorme Chancen in der Wertschöpfung für innovative Geschäftsmodelle und wirtschaftlich extrem sinnvolle Anwendungsszenarien.“ Allerdings: „Die allermeisten Drohnen“ heißt eben auch: nicht alle.
Der Bildschirm „verrät“ in Echtzeit, was eine Drohne mit ihrer Kamera filmt.
Der Bildschirm „verrät“ in Echtzeit, was eine Drohne mit ihrer Kamera filmt oder gegebenenfalls bereits unverschlüsselt an ihre Bodenstation sendet.
17. Mai, 11.51 Uhr. In Robys Job-Description dieses Tages hat ein Punkt absolute Priorität: Auf keinen Fall darf die Drohne, die mittlerweile durch den Alarm des Magenta Drohenschutzschilds für das menschliche Auge sichtbar über dem Werksgelände schwebt, zu sehen bekommen, wer hier in weniger als einer Minute aussteigt. Jemand, dessen Besuch dem Vorstand hochwillkommen ist. Obwohl diese Person selbst noch nicht dem Vorstand angehört.
Obligatorisch wurde die Anfahrt aller Sitzungsteilnehmer im Vorfeld bis ins Detail organisiert. So wird auch der Gast des heutigen Meetings von seinem Fahrer bis in die Tiefgarage chauffiert und erst direkt am Executive-Lift aussteigen. Den vom Fahrstuhl ohne Zwischenstopp ansteuerbaren Konferenzraum hat ein Team externer Lauschabwehrspezialisten tags zuvor akribisch auf Abhörsicherheit untersucht (siehe Best Practice Artikel „Die Klaviatur des Bösen“). Definitiv frei von Kameras, Wanzen & Co. wurde der Raum verschlossen und mit einem Siegel versehen, das in diesen Minuten entfernt wird.
​​​​​​​Automatisch initiiert währenddessen die Drohnenerkennungssoftware den im Gebäude-Sicherheitsmanagementsystem hinterlegten Interventionsplan. Dazu zählt, dass die Notstromversorgung des Gebäudes vorsorglich auf Stand-by hochgefahren wird, sich alle Lüftungsklappen der ab sofort mit Umluft arbeitenden Klimaanlage automatisch schließen und sämtliche Jalousien des Gebäudes runterfahren. Auch die der Panoramafenster im Konferenzraum, wie Roby den Teilnehmern mit Hinweis auf „einen gegebenen Anlass“ erklärt. Konkret steht dahinter die Möglichkeit, dass Angreifer via Drohnen von ungeschützten Fensterscheiben mittels Lasertechnologie Schallwellen abschöpfen und entschlüsseln. Das Ergebnis läge in kürzester Zeit in klarer Sprache vor.
Im Anflug auf ein innensichtgeschütztes Bürofenster sieht die Drohnenkamera nur ihr eigenes Spiegelbild.
Drohnen-Selfie. Im Anflug auf ein innensichtgeschütztes Bürofenster sieht die Drohnenkamera nur ihr eigenes Spiegelbild.
Wirtschaft geht immer einher mit Wirtschaftskriminalität. Als herstellerunabhängiges Forschungszentrum für Luftsicherheit in Europa unterscheidet das EASC mit Sitz südwestlich von Berlin dabei grundsätzlich drei Bereiche, in denen der missbräuchliche Einsatz von Drohnen eine Rolle spielen könnte: den privaten Bereich als Verletzung von Hausfrieden und Persönlichkeitsrechten, den kommerziellen Bereich als Industriespionage und das Spektrum klassischer Kriminalität wie Schmuggel, Drogentransport oder die Einbringung von Gegenständen in Sicherheitsbereiche, auch zu terroristischen Zwecken.
„Je weiter die technischen Möglichkeiten gehen, desto weitreichender auch die kriminellen Optionen“, sagt Jörg Lamprecht von der Firma Dedrone. „Neue Drohnen werden nahezu Tag für Tag autonomer, können länger und weiter fliegen. Dabei werden sie immer schwerere Lasten tragen und auch in Schwärmen agieren.“
17. Mai, 11.52 Uhr. Wenn die Hochtechnologie auf der Dachkante in Köln-Marsdorf, Dürener Straße, so etwas wie ein Kernstück hat, sind es die Drohnentracker, RF-Sensoren und die Managementsoftware des von Lamprecht gegründeten Kasseler Start-ups Dedrone. Die Geräte werden an Fassaden oder Dächern montiert. Über eine intuitive, browserbasierte Benutzeroberfläche können die Kunden die Sensoren einfach konfigurieren und das überwachte Gebiet in Echtzeit beobachten. Bei einem Drohnenalarm werden die Sicherheitskräfte sofort benachrichtigt. Frank Roby und sein Team beispielsweise. Zwei seiner Kollegen werden in wenigen Augen blicken den Piloten der Drohne persönlich „begrüßen“, der als Steuermann des ungebetenen Zaungastes ausgemacht werden konnte.
Markus Piendl, Produktmanager Magenta Drohnenschutzschild bei T-Systems
„Die Drohne zu detektieren ist Pflicht. Die Kür ist es, den Piloten zu finden.“
Markus Piendl, Produktmanager Magenta Drohnenschutzschild bei T-Systems
„Die Drohne zu detektieren ist Pflicht. Die Kür ist, den Piloten zu finden, denn nur so kann das eigentliche Problem und dessen Verursacher angegangen werden“, so Markus Piendl. Was jetzt folgt, ist schnell auf den Punkt gebracht: persönliche Ansprache, Polizei, Strafanzeige. Vorbehaltlich weiterer Maßnahmen.
Bei dem Einsatz elektronischer Störmaßnahmen wie dem sogenannten Jamming, das die Kommunikation zwischen Drohne und Fernsteuerung überlagert, sind der Privatwirtschaft vom Gesetzgeber sehr enge Grenzen gesetzt. Dass diese Störmaßnahmen grundsätzlich „behördlichen Bedarfsträgern“ vorbehalten sind, gilt nicht nur in Deutschland. Weil in der Konsequenz Firmen und ihre Wachschutzmitarbeiter an dieser Stelle unkonventionell vorgehen müssen und in den allermeisten Fällen keinen Jammer einsetzen dürfen, sehen Unternehmen wie der kanadisch-österreichische Automobilzulieferer Magna „drängenden gesetzgeberischen Handlungsbedarf“ (siehe Best Practice Artikel CHRO-Talk bei Magna International). Die Telekom bemüht sich bereits für besonders zu schützende Objekte um Ausnahmegenehmigungen bei den zuständigen Behörden.
17. Mai, 11.59 Uhr. Parallel zum Eintreffen der Polizei am Schnellrestaurant vergleicht Frank Roby die MAC-Adresse der Drohne mit seiner Datenbank. Er entdeckt schnell, dass die Drohne in den vergangenen Tagen mehrfach außerhalb seiner Liegenschaft in Betrieb war. Es liegt also nahe, dass der Pilot den heutigen Anflug geübt und das Objekt ausgespäht hat. Diese Daten wird Roby gerichtsfest sichern und den Ermittlungsbeamten zur Verfügung stellen. Die Polizei findet später heraus: Der Pilot auf dem Parkplatz war nur angeheuert. FairFleet, Airdolly oder Drohnen.pro 101 – Internetportale, auf denen jeder Drohnenpiloten buchen kann, gibt es Dutzende. Für genau diesen Auftraggeber, der per Kreditkarte bezahlt hat, wird’s jetzt richtig teuer. Sicher ist für Roby in diesem Moment: In einer Minute kann die Vorstandssitzung pünktlich beginnen. Im Luftraum über dem Firmengelände ist wieder „alles roger“.