Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Dominik Gigler, T-Systems

Kreatives Arbeiten im Innovation Center von T-Systems
Im „Innovation Center“ forschen und entwickeln visionäre Ingenieure unter der Leitung von Dr. Stephan Verclas neue Produkte und Anwendungen der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Im Interview beschreibt Dr. Verclas, wie Kunden der Deutschen Telekom daran teilhaben können. Der Filmbeitrag gibt Einblick in die Methoden, die das Innovation Center einsetzt.

Herr Dr. Verclas, was ist die Grundidee des Innovation Center?
Auslöser war vor acht Jahren die Frage, warum wir auch damals schon zwar als erfahrener ICT-Dienstleister und Infrastrukturanbieter galten, dabei draußen jedoch nicht unbedingt als innovativ wahrgenommen wurden. Ergebnis unserer Analyse war, dass wir als Service-Provider naturgemäß immer erst neue Softwareprodukte und Hardwaretechnologien abwarten müssen, um dann neue, innovative Services darauf aufzusetzen, also in gewisser Weise intrinsisch arbeiten. Zweiter Grund war, dass wir keine Anlaufstelle hatten, an der wir Kunden unsere Kreativität und Kompetenz konzentriert an einem Ort zeigen konnten. Es gab zwar seitens der Telekom die T-Gallery im Sinne eines Showrooms der Kommunikation der Zukunft – aber ohne den Fokus auf Geschäfts- und ICT-Servicekunden, sondern eher aufs Consumergeschäft. Zugleich sind unsere T-Labs als Forschungs- und Entwicklungseinheit aktuellen Businessmodellen in der Regel weit voraus. Das heißt: Hier hatten wir einen Gap. Diese Lücke – das war die Konsequenz daraus – mussten und wollten wir schließen mit einem Center, das unser innovatives Portfolio vor Ort dem Kunden präsentieren kann.
Wenn man so will also: Innovation erlebbar machen?
Ganz genau. Dieses Liveerleben in den Vordergrund zu stellen war schon so etwas wie der Grundgedanke, weil wir eben ein doch sehr schwieriges, komplexes Portfolio haben. Viele unserer Services und Ideen, die bestimmte Prozesse elementar verbessern, sind oft nicht sichtbar – oder wenn doch, dann nur über langweilige Eingabemasken. Das ist nicht unbedingt spannend.
Wie kam es dann zur Standortwahl unter dem Dach eines Rechenzentrums?
Unser damaliger Produktionschef hatte hier in München das Projekt „Data Center 2020“, das den Betrieb eines Rechenzentrums unter energetischen Aspekten erforschte. Da bot es sich einfach an, Innovationen dort zu zeigen, wo uns der Markt ohnehin schon herausragende Kompetenz bestätigt hatte. Tür an Tür mit einem Rechenzentrum der Zukunft. So kam die Sache ins Rollen, und im September 2010 wurde das Innovation Center eröffnet.
Damit hatten Sie eine Plattform. Aber wie haben Sie die eigentliche Botschaft „T-Systems kann auch Innovation“ dann mit Leben gefüllt?
Zunächst war es wirklich mehr ein Showroom. Aber relativ schnell haben wir festgestellt, wen beziehungsweise was es damit eigentlich zu adressieren galt, nämlich die Umsetzungsproblematik der Kunden, aber auch unserer eigenen Kollegen in Sales und den Accounts. Denn oft ist es doch so: Es gibt ein neues Produkt, eine Software, aber so recht hat niemand eine Idee, wie das, was sie leistet, in den eigenen Geschäftsfall oder bestimmte Anwendungszwecke einzusetzen sein könnte. So kam es zur Überlegung, im Innovation Center nicht nur Workshops durchzuführen, sondern hier wirklich Innovationen zu entwickeln, diese auch zu betreiben und sich über Workshops dann erst die Feedbackschleife einzuholen. Diese Dialogform mit dem Kunden haben wir vor drei Jahren sogar mobilisiert und können heute mit einem digitalen Innovation Center auch auf Messen gehen oder mit einer kleineren Version als „Innovation2Customer“ direkt zum Kunden.
Wenn Sie Innovationen für Kunden entwickeln, haben Sie es mit unterschiedlichsten Branchen zu tun. Woher kommt das Know-how, das Sie brauchen, damit Ihre Lösung einem Unternehmen in seinem jeweiligen Markt, Geschäftsfeld und der individuellen Kundenanforderung wirklich hilft?
Wir haben ein sehr breites und tiefes ICT-Know-how, aber wir sind keine Branchenexperten, sondern zunächst einmal Generalisten, das stimmt. Den jeweiligen erforderlichen Deep Dive vollziehen wir nach dem Cross-Industry-Prinzip A3, das heißt, für bestehende Basisinnovationen aus einer anderen Branche auf Abstraktion basierend Analogien zu finden und dann die Adaption vorzunehmen für das Kundenproblem, um das es konkret geht. Das funktioniert ausgezeichnet.
„Bei jeder neuen Software fragt man sich doch als Erstes: Was könnte sie für meinen Geschäftsfall leisten? Und genau diese Umsetzungsproblematik adressiert das Innovation Center.“
Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center
Wie sieht das konkret aus? Wie machen Sie Innovationen?
Das ist auch eine Frage, die nahezu jeder Kunde in einem Innovationsworkshop stellt. Zunächst beschreiben wir unsere Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Konzerns, denn wir können hier auf 450 Quadratmetern – handwerklich, wenn man so will – natürlich nicht alles selber machen.
Aber so wird deutlich, dass wir sowohl im strategischen und prozessualen Innovationsmanagement Expertise haben als auch in der Umsetzung und wie wir am Ende des Tages die komplette Kette abdecken. Vom Identifizieren einer möglichen Innovation über das Scoute mittels Technologieradar bis hin zur praktischen Entwicklung, zum Coaching, zu der Projektleitung und zuletzt der Vermarktung. Entweder als Transfer ins Portfolio oder als Kompetenzaufbau für unsere Systems Integration oder die Kollegen der Multimedia Solutions.
Wer hat am Ende eigentlich die Rechte an einer Innovation, beziehungsweise was ist, wenn das Ergebnis Ihrer Arbeit einer schon vorhandenen Lösung im Markt sehr nahekommt?
Das ist eine wichtige Frage. Das Intellectual Property Right muss tatsächlich geklärt sein, wenn ich mit einem Kunden strategisch an Innovationen zusammenarbeite. Etwa in der Automobilindustrie spielen Patente – eines Wettbewerbers zum Beispiel auf eine vergleichbare Lösung – eine wichtige Rolle. Aber auch dieses IPR-Management übernehmen wir als Service des Innovation-Managements für den Kunden.
Wer sind Ihre Besucher?
Von Groß bis Klein. Konzerne bis zu KMUs. Und bei jedem folgt unsere Arbeit dem Mindset „Think big, start small and learn fast“.
Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Dominik Gigler, T-Systems

Kreatives Arbeiten im Innovation Center von T-Systems
Im „Innovation Center“ forschen und entwickeln visionäre Ingenieure unter der Leitung von Dr. Stephan Verclas neue Produkte und Anwendungen der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Im Interview beschreibt Dr. Verclas, wie Kunden der Deutschen Telekom daran teilhaben können. Der Filmbeitrag gibt Einblick in die Methoden, die das Innovation Center einsetzt.

Herr Dr. Verclas, was ist die Grundidee des Innovation Center?
Auslöser war vor acht Jahren die Frage, warum wir auch damals schon zwar als erfahrener ICT-Dienstleister und Infrastrukturanbieter galten, dabei draußen jedoch nicht unbedingt als innovativ wahrgenommen wurden. Ergebnis unserer Analyse war, dass wir als Service-Provider naturgemäß immer erst neue Softwareprodukte und Hardwaretechnologien abwarten müssen, um dann neue, innovative Services darauf aufzusetzen, also in gewisser Weise intrinsisch arbeiten. Zweiter Grund war, dass wir keine Anlaufstelle hatten, an der wir Kunden unsere Kreativität und Kompetenz konzentriert an einem Ort zeigen konnten. Es gab zwar seitens der Telekom die T-Gallery im Sinne eines Showrooms der Kommunikation der Zukunft – aber ohne den Fokus auf Geschäfts- und ICT-Servicekunden, sondern eher aufs Consumergeschäft. Zugleich sind unsere T-Labs als Forschungs- und Entwicklungseinheit aktuellen Businessmodellen in der Regel weit voraus. Das heißt: Hier hatten wir einen Gap. Diese Lücke – das war die Konsequenz daraus – mussten und wollten wir schließen mit einem Center, das unser innovatives Portfolio vor Ort dem Kunden präsentieren kann.
Wenn man so will also: Innovation erlebbar machen?
Ganz genau. Dieses Liveerleben in den Vordergrund zu stellen war schon so etwas wie der Grundgedanke, weil wir eben ein doch sehr schwieriges, komplexes Portfolio haben. Viele unserer Services und Ideen, die bestimmte Prozesse elementar verbessern, sind oft nicht sichtbar – oder wenn doch, dann nur über langweilige Eingabemasken. Das ist nicht unbedingt spannend.
Wie kam es dann zur Standortwahl unter dem Dach eines Rechenzentrums?
Unser damaliger Produktionschef hatte hier in München das Projekt „Data Center 2020“, das den Betrieb eines Rechenzentrums unter energetischen Aspekten erforschte. Da bot es sich einfach an, Innovationen dort zu zeigen, wo uns der Markt ohnehin schon herausragende Kompetenz bestätigt hatte. Tür an Tür mit einem Rechenzentrum der Zukunft. So kam die Sache ins Rollen, und im September 2010 wurde das Innovation Center eröffnet.
Damit hatten Sie eine Plattform. Aber wie haben Sie die eigentliche Botschaft „T-Systems kann auch Innovation“ dann mit Leben gefüllt?
Zunächst war es wirklich mehr ein Showroom. Aber relativ schnell haben wir festgestellt, wen beziehungsweise was es damit eigentlich zu adressieren galt, nämlich die Umsetzungsproblematik der Kunden, aber auch unserer eigenen Kollegen in Sales und den Accounts. Denn oft ist es doch so: Es gibt ein neues Produkt, eine Software, aber so recht hat niemand eine Idee, wie das, was sie leistet, in den eigenen Geschäftsfall oder bestimmte Anwendungszwecke einzusetzen sein könnte. So kam es zur Überlegung, im Innovation Center nicht nur Workshops durchzuführen, sondern hier wirklich Innovationen zu entwickeln, diese auch zu betreiben und sich über Workshops dann erst die Feedbackschleife einzuholen. Diese Dialogform mit dem Kunden haben wir vor drei Jahren sogar mobilisiert und können heute mit einem digitalen Innovation Center auch auf Messen gehen oder mit einer kleineren Version als „Innovation2Customer“ direkt zum Kunden.
Wenn Sie Innovationen für Kunden entwickeln, haben Sie es mit unterschiedlichsten Branchen zu tun. Woher kommt das Know-how, das Sie brauchen, damit Ihre Lösung einem Unternehmen in seinem jeweiligen Markt, Geschäftsfeld und der individuellen Kundenanforderung wirklich hilft?
Wir haben ein sehr breites und tiefes ICT-Know-how, aber wir sind keine Branchenexperten, sondern zunächst einmal Generalisten, das stimmt. Den jeweiligen erforderlichen Deep Dive vollziehen wir nach dem Cross-Industry-Prinzip A3, das heißt, für bestehende Basisinnovationen aus einer anderen Branche auf Abstraktion basierend Analogien zu finden und dann die Adaption vorzunehmen für das Kundenproblem, um das es konkret geht. Das funktioniert ausgezeichnet.
„Bei jeder neuen Software fragt man sich doch als Erstes: Was könnte sie für meinen Geschäftsfall leisten? Und genau diese Umsetzungsproblematik adressiert das Innovation Center.“
Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center
Wie sieht das konkret aus? Wie machen Sie Innovationen?
Das ist auch eine Frage, die nahezu jeder Kunde in einem Innovationsworkshop stellt. Zunächst beschreiben wir unsere Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Konzerns, denn wir können hier auf 450 Quadratmetern – handwerklich, wenn man so will – natürlich nicht alles selber machen.
Aber so wird deutlich, dass wir sowohl im strategischen und prozessualen Innovationsmanagement Expertise haben als auch in der Umsetzung und wie wir am Ende des Tages die komplette Kette abdecken. Vom Identifizieren einer möglichen Innovation über das Scoute mittels Technologieradar bis hin zur praktischen Entwicklung, zum Coaching, zu der Projektleitung und zuletzt der Vermarktung. Entweder als Transfer ins Portfolio oder als Kompetenzaufbau für unsere Systems Integration oder die Kollegen der Multimedia Solutions.
Wer hat am Ende eigentlich die Rechte an einer Innovation, beziehungsweise was ist, wenn das Ergebnis Ihrer Arbeit einer schon vorhandenen Lösung im Markt sehr nahekommt?
Das ist eine wichtige Frage. Das Intellectual Property Right muss tatsächlich geklärt sein, wenn ich mit einem Kunden strategisch an Innovationen zusammenarbeite. Etwa in der Automobilindustrie spielen Patente – eines Wettbewerbers zum Beispiel auf eine vergleichbare Lösung – eine wichtige Rolle. Aber auch dieses IPR-Management übernehmen wir als Service des Innovation-Managements für den Kunden.
Wer sind Ihre Besucher?
Von Groß bis Klein. Konzerne bis zu KMUs. Und bei jedem folgt unsere Arbeit dem Mindset „Think big, start small and learn fast“.
Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Dominik Gigler, T-Systems

Kreatives Arbeiten im Innovation Center von T-Systems
Im „Innovation Center“ forschen und entwickeln visionäre Ingenieure unter der Leitung von Dr. Stephan Verclas neue Produkte und Anwendungen der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Im Interview beschreibt Dr. Verclas, wie Kunden der Deutschen Telekom daran teilhaben können. Der Filmbeitrag gibt Einblick in die Methoden, die das Innovation Center einsetzt.

Herr Dr. Verclas, was ist die Grundidee des Innovation Center?
Auslöser war vor acht Jahren die Frage, warum wir auch damals schon zwar als erfahrener ICT-Dienstleister und Infrastrukturanbieter galten, dabei draußen jedoch nicht unbedingt als innovativ wahrgenommen wurden. Ergebnis unserer Analyse war, dass wir als Service-Provider naturgemäß immer erst neue Softwareprodukte und Hardwaretechnologien abwarten müssen, um dann neue, innovative Services darauf aufzusetzen, also in gewisser Weise intrinsisch arbeiten. Zweiter Grund war, dass wir keine Anlaufstelle hatten, an der wir Kunden unsere Kreativität und Kompetenz konzentriert an einem Ort zeigen konnten. Es gab zwar seitens der Telekom die T-Gallery im Sinne eines Showrooms der Kommunikation der Zukunft – aber ohne den Fokus auf Geschäfts- und ICT-Servicekunden, sondern eher aufs Consumergeschäft. Zugleich sind unsere T-Labs als Forschungs- und Entwicklungseinheit aktuellen Businessmodellen in der Regel weit voraus. Das heißt: Hier hatten wir einen Gap. Diese Lücke – das war die Konsequenz daraus – mussten und wollten wir schließen mit einem Center, das unser innovatives Portfolio vor Ort dem Kunden präsentieren kann.
Wenn man so will also: Innovation erlebbar machen?
Ganz genau. Dieses Liveerleben in den Vordergrund zu stellen war schon so etwas wie der Grundgedanke, weil wir eben ein doch sehr schwieriges, komplexes Portfolio haben. Viele unserer Services und Ideen, die bestimmte Prozesse elementar verbessern, sind oft nicht sichtbar – oder wenn doch, dann nur über langweilige Eingabemasken. Das ist nicht unbedingt spannend.
Wie kam es dann zur Standortwahl unter dem Dach eines Rechenzentrums?
Unser damaliger Produktionschef hatte hier in München das Projekt „Data Center 2020“, das den Betrieb eines Rechenzentrums unter energetischen Aspekten erforschte. Da bot es sich einfach an, Innovationen dort zu zeigen, wo uns der Markt ohnehin schon herausragende Kompetenz bestätigt hatte. Tür an Tür mit einem Rechenzentrum der Zukunft. So kam die Sache ins Rollen, und im September 2010 wurde das Innovation Center eröffnet.
Damit hatten Sie eine Plattform. Aber wie haben Sie die eigentliche Botschaft „T-Systems kann auch Innovation“ dann mit Leben gefüllt?
Zunächst war es wirklich mehr ein Showroom. Aber relativ schnell haben wir festgestellt, wen beziehungsweise was es damit eigentlich zu adressieren galt, nämlich die Umsetzungsproblematik der Kunden, aber auch unserer eigenen Kollegen in Sales und den Accounts. Denn oft ist es doch so: Es gibt ein neues Produkt, eine Software, aber so recht hat niemand eine Idee, wie das, was sie leistet, in den eigenen Geschäftsfall oder bestimmte Anwendungszwecke einzusetzen sein könnte. So kam es zur Überlegung, im Innovation Center nicht nur Workshops durchzuführen, sondern hier wirklich Innovationen zu entwickeln, diese auch zu betreiben und sich über Workshops dann erst die Feedbackschleife einzuholen. Diese Dialogform mit dem Kunden haben wir vor drei Jahren sogar mobilisiert und können heute mit einem digitalen Innovation Center auch auf Messen gehen oder mit einer kleineren Version als „Innovation2Customer“ direkt zum Kunden.
Wenn Sie Innovationen für Kunden entwickeln, haben Sie es mit unterschiedlichsten Branchen zu tun. Woher kommt das Know-how, das Sie brauchen, damit Ihre Lösung einem Unternehmen in seinem jeweiligen Markt, Geschäftsfeld und der individuellen Kundenanforderung wirklich hilft?
Wir haben ein sehr breites und tiefes ICT-Know-how, aber wir sind keine Branchenexperten, sondern zunächst einmal Generalisten, das stimmt. Den jeweiligen erforderlichen Deep Dive vollziehen wir nach dem Cross-Industry-Prinzip A3, das heißt, für bestehende Basisinnovationen aus einer anderen Branche auf Abstraktion basierend Analogien zu finden und dann die Adaption vorzunehmen für das Kundenproblem, um das es konkret geht. Das funktioniert ausgezeichnet.
„Bei jeder neuen Software fragt man sich doch als Erstes: Was könnte sie für meinen Geschäftsfall leisten? Und genau diese Umsetzungsproblematik adressiert das Innovation Center.“
Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center
Wie sieht das konkret aus? Wie machen Sie Innovationen?
Das ist auch eine Frage, die nahezu jeder Kunde in einem Innovationsworkshop stellt. Zunächst beschreiben wir unsere Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Konzerns, denn wir können hier auf 450 Quadratmetern – handwerklich, wenn man so will – natürlich nicht alles selber machen.
Aber so wird deutlich, dass wir sowohl im strategischen und prozessualen Innovationsmanagement Expertise haben als auch in der Umsetzung und wie wir am Ende des Tages die komplette Kette abdecken. Vom Identifizieren einer möglichen Innovation über das Scoute mittels Technologieradar bis hin zur praktischen Entwicklung, zum Coaching, zu der Projektleitung und zuletzt der Vermarktung. Entweder als Transfer ins Portfolio oder als Kompetenzaufbau für unsere Systems Integration oder die Kollegen der Multimedia Solutions.
Wer hat am Ende eigentlich die Rechte an einer Innovation, beziehungsweise was ist, wenn das Ergebnis Ihrer Arbeit einer schon vorhandenen Lösung im Markt sehr nahekommt?
Das ist eine wichtige Frage. Das Intellectual Property Right muss tatsächlich geklärt sein, wenn ich mit einem Kunden strategisch an Innovationen zusammenarbeite. Etwa in der Automobilindustrie spielen Patente – eines Wettbewerbers zum Beispiel auf eine vergleichbare Lösung – eine wichtige Rolle. Aber auch dieses IPR-Management übernehmen wir als Service des Innovation-Managements für den Kunden.
Wer sind Ihre Besucher?
Von Groß bis Klein. Konzerne bis zu KMUs. Und bei jedem folgt unsere Arbeit dem Mindset „Think big, start small and learn fast“.
Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Dominik Gigler, T-Systems

Kreatives Arbeiten im Innovation Center von T-Systems
Im „Innovation Center“ forschen und entwickeln visionäre Ingenieure unter der Leitung von Dr. Stephan Verclas neue Produkte und Anwendungen der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Im Interview beschreibt Dr. Verclas, wie Kunden der Deutschen Telekom daran teilhaben können. Der Filmbeitrag gibt Einblick in die Methoden, die das Innovation Center einsetzt.

Herr Dr. Verclas, was ist die Grundidee des Innovation Center?
Auslöser war vor acht Jahren die Frage, warum wir auch damals schon zwar als erfahrener ICT-Dienstleister und Infrastrukturanbieter galten, dabei draußen jedoch nicht unbedingt als innovativ wahrgenommen wurden. Ergebnis unserer Analyse war, dass wir als Service-Provider naturgemäß immer erst neue Softwareprodukte und Hardwaretechnologien abwarten müssen, um dann neue, innovative Services darauf aufzusetzen, also in gewisser Weise intrinsisch arbeiten. Zweiter Grund war, dass wir keine Anlaufstelle hatten, an der wir Kunden unsere Kreativität und Kompetenz konzentriert an einem Ort zeigen konnten. Es gab zwar seitens der Telekom die T-Gallery im Sinne eines Showrooms der Kommunikation der Zukunft – aber ohne den Fokus auf Geschäfts- und ICT-Servicekunden, sondern eher aufs Consumergeschäft. Zugleich sind unsere T-Labs als Forschungs- und Entwicklungseinheit aktuellen Businessmodellen in der Regel weit voraus. Das heißt: Hier hatten wir einen Gap. Diese Lücke – das war die Konsequenz daraus – mussten und wollten wir schließen mit einem Center, das unser innovatives Portfolio vor Ort dem Kunden präsentieren kann.
Wenn man so will also: Innovation erlebbar machen?
Ganz genau. Dieses Liveerleben in den Vordergrund zu stellen war schon so etwas wie der Grundgedanke, weil wir eben ein doch sehr schwieriges, komplexes Portfolio haben. Viele unserer Services und Ideen, die bestimmte Prozesse elementar verbessern, sind oft nicht sichtbar – oder wenn doch, dann nur über langweilige Eingabemasken. Das ist nicht unbedingt spannend.
Wie kam es dann zur Standortwahl unter dem Dach eines Rechenzentrums?
Unser damaliger Produktionschef hatte hier in München das Projekt „Data Center 2020“, das den Betrieb eines Rechenzentrums unter energetischen Aspekten erforschte. Da bot es sich einfach an, Innovationen dort zu zeigen, wo uns der Markt ohnehin schon herausragende Kompetenz bestätigt hatte. Tür an Tür mit einem Rechenzentrum der Zukunft. So kam die Sache ins Rollen, und im September 2010 wurde das Innovation Center eröffnet.
Damit hatten Sie eine Plattform. Aber wie haben Sie die eigentliche Botschaft „T-Systems kann auch Innovation“ dann mit Leben gefüllt?
Zunächst war es wirklich mehr ein Showroom. Aber relativ schnell haben wir festgestellt, wen beziehungsweise was es damit eigentlich zu adressieren galt, nämlich die Umsetzungsproblematik der Kunden, aber auch unserer eigenen Kollegen in Sales und den Accounts. Denn oft ist es doch so: Es gibt ein neues Produkt, eine Software, aber so recht hat niemand eine Idee, wie das, was sie leistet, in den eigenen Geschäftsfall oder bestimmte Anwendungszwecke einzusetzen sein könnte. So kam es zur Überlegung, im Innovation Center nicht nur Workshops durchzuführen, sondern hier wirklich Innovationen zu entwickeln, diese auch zu betreiben und sich über Workshops dann erst die Feedbackschleife einzuholen. Diese Dialogform mit dem Kunden haben wir vor drei Jahren sogar mobilisiert und können heute mit einem digitalen Innovation Center auch auf Messen gehen oder mit einer kleineren Version als „Innovation2Customer“ direkt zum Kunden.
Wenn Sie Innovationen für Kunden entwickeln, haben Sie es mit unterschiedlichsten Branchen zu tun. Woher kommt das Know-how, das Sie brauchen, damit Ihre Lösung einem Unternehmen in seinem jeweiligen Markt, Geschäftsfeld und der individuellen Kundenanforderung wirklich hilft?
Wir haben ein sehr breites und tiefes ICT-Know-how, aber wir sind keine Branchenexperten, sondern zunächst einmal Generalisten, das stimmt. Den jeweiligen erforderlichen Deep Dive vollziehen wir nach dem Cross-Industry-Prinzip A3, das heißt, für bestehende Basisinnovationen aus einer anderen Branche auf Abstraktion basierend Analogien zu finden und dann die Adaption vorzunehmen für das Kundenproblem, um das es konkret geht. Das funktioniert ausgezeichnet.
„Bei jeder neuen Software fragt man sich doch als Erstes: Was könnte sie für meinen Geschäftsfall leisten? Und genau diese Umsetzungsproblematik adressiert das Innovation Center.“
Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center
Wie sieht das konkret aus? Wie machen Sie Innovationen?
Das ist auch eine Frage, die nahezu jeder Kunde in einem Innovationsworkshop stellt. Zunächst beschreiben wir unsere Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Konzerns, denn wir können hier auf 450 Quadratmetern – handwerklich, wenn man so will – natürlich nicht alles selber machen.
Aber so wird deutlich, dass wir sowohl im strategischen und prozessualen Innovationsmanagement Expertise haben als auch in der Umsetzung und wie wir am Ende des Tages die komplette Kette abdecken. Vom Identifizieren einer möglichen Innovation über das Scoute mittels Technologieradar bis hin zur praktischen Entwicklung, zum Coaching, zu der Projektleitung und zuletzt der Vermarktung. Entweder als Transfer ins Portfolio oder als Kompetenzaufbau für unsere Systems Integration oder die Kollegen der Multimedia Solutions.
Wer hat am Ende eigentlich die Rechte an einer Innovation, beziehungsweise was ist, wenn das Ergebnis Ihrer Arbeit einer schon vorhandenen Lösung im Markt sehr nahekommt?
Das ist eine wichtige Frage. Das Intellectual Property Right muss tatsächlich geklärt sein, wenn ich mit einem Kunden strategisch an Innovationen zusammenarbeite. Etwa in der Automobilindustrie spielen Patente – eines Wettbewerbers zum Beispiel auf eine vergleichbare Lösung – eine wichtige Rolle. Aber auch dieses IPR-Management übernehmen wir als Service des Innovation-Managements für den Kunden.
Wer sind Ihre Besucher?
Von Groß bis Klein. Konzerne bis zu KMUs. Und bei jedem folgt unsere Arbeit dem Mindset „Think big, start small and learn fast“.
Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Dominik Gigler, T-Systems

Kreatives Arbeiten im Innovation Center von T-Systems
Im „Innovation Center“ forschen und entwickeln visionäre Ingenieure unter der Leitung von Dr. Stephan Verclas neue Produkte und Anwendungen der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Im Interview beschreibt Dr. Verclas, wie Kunden der Deutschen Telekom daran teilhaben können. Der Filmbeitrag gibt Einblick in die Methoden, die das Innovation Center einsetzt.

Herr Dr. Verclas, was ist die Grundidee des Innovation Center?
Auslöser war vor acht Jahren die Frage, warum wir auch damals schon zwar als erfahrener ICT-Dienstleister und Infrastrukturanbieter galten, dabei draußen jedoch nicht unbedingt als innovativ wahrgenommen wurden. Ergebnis unserer Analyse war, dass wir als Service-Provider naturgemäß immer erst neue Softwareprodukte und Hardwaretechnologien abwarten müssen, um dann neue, innovative Services darauf aufzusetzen, also in gewisser Weise intrinsisch arbeiten. Zweiter Grund war, dass wir keine Anlaufstelle hatten, an der wir Kunden unsere Kreativität und Kompetenz konzentriert an einem Ort zeigen konnten. Es gab zwar seitens der Telekom die T-Gallery im Sinne eines Showrooms der Kommunikation der Zukunft – aber ohne den Fokus auf Geschäfts- und ICT-Servicekunden, sondern eher aufs Consumergeschäft. Zugleich sind unsere T-Labs als Forschungs- und Entwicklungseinheit aktuellen Businessmodellen in der Regel weit voraus. Das heißt: Hier hatten wir einen Gap. Diese Lücke – das war die Konsequenz daraus – mussten und wollten wir schließen mit einem Center, das unser innovatives Portfolio vor Ort dem Kunden präsentieren kann.
Wenn man so will also: Innovation erlebbar machen?
Ganz genau. Dieses Liveerleben in den Vordergrund zu stellen war schon so etwas wie der Grundgedanke, weil wir eben ein doch sehr schwieriges, komplexes Portfolio haben. Viele unserer Services und Ideen, die bestimmte Prozesse elementar verbessern, sind oft nicht sichtbar – oder wenn doch, dann nur über langweilige Eingabemasken. Das ist nicht unbedingt spannend.
Wie kam es dann zur Standortwahl unter dem Dach eines Rechenzentrums?
Unser damaliger Produktionschef hatte hier in München das Projekt „Data Center 2020“, das den Betrieb eines Rechenzentrums unter energetischen Aspekten erforschte. Da bot es sich einfach an, Innovationen dort zu zeigen, wo uns der Markt ohnehin schon herausragende Kompetenz bestätigt hatte. Tür an Tür mit einem Rechenzentrum der Zukunft. So kam die Sache ins Rollen, und im September 2010 wurde das Innovation Center eröffnet.
Damit hatten Sie eine Plattform. Aber wie haben Sie die eigentliche Botschaft „T-Systems kann auch Innovation“ dann mit Leben gefüllt?
Zunächst war es wirklich mehr ein Showroom. Aber relativ schnell haben wir festgestellt, wen beziehungsweise was es damit eigentlich zu adressieren galt, nämlich die Umsetzungsproblematik der Kunden, aber auch unserer eigenen Kollegen in Sales und den Accounts. Denn oft ist es doch so: Es gibt ein neues Produkt, eine Software, aber so recht hat niemand eine Idee, wie das, was sie leistet, in den eigenen Geschäftsfall oder bestimmte Anwendungszwecke einzusetzen sein könnte. So kam es zur Überlegung, im Innovation Center nicht nur Workshops durchzuführen, sondern hier wirklich Innovationen zu entwickeln, diese auch zu betreiben und sich über Workshops dann erst die Feedbackschleife einzuholen. Diese Dialogform mit dem Kunden haben wir vor drei Jahren sogar mobilisiert und können heute mit einem digitalen Innovation Center auch auf Messen gehen oder mit einer kleineren Version als „Innovation2Customer“ direkt zum Kunden.
Wenn Sie Innovationen für Kunden entwickeln, haben Sie es mit unterschiedlichsten Branchen zu tun. Woher kommt das Know-how, das Sie brauchen, damit Ihre Lösung einem Unternehmen in seinem jeweiligen Markt, Geschäftsfeld und der individuellen Kundenanforderung wirklich hilft?
Wir haben ein sehr breites und tiefes ICT-Know-how, aber wir sind keine Branchenexperten, sondern zunächst einmal Generalisten, das stimmt. Den jeweiligen erforderlichen Deep Dive vollziehen wir nach dem Cross-Industry-Prinzip A3, das heißt, für bestehende Basisinnovationen aus einer anderen Branche auf Abstraktion basierend Analogien zu finden und dann die Adaption vorzunehmen für das Kundenproblem, um das es konkret geht. Das funktioniert ausgezeichnet.
„Bei jeder neuen Software fragt man sich doch als Erstes: Was könnte sie für meinen Geschäftsfall leisten? Und genau diese Umsetzungsproblematik adressiert das Innovation Center.“
Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center
Wie sieht das konkret aus? Wie machen Sie Innovationen?
Das ist auch eine Frage, die nahezu jeder Kunde in einem Innovationsworkshop stellt. Zunächst beschreiben wir unsere Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Konzerns, denn wir können hier auf 450 Quadratmetern – handwerklich, wenn man so will – natürlich nicht alles selber machen.
Aber so wird deutlich, dass wir sowohl im strategischen und prozessualen Innovationsmanagement Expertise haben als auch in der Umsetzung und wie wir am Ende des Tages die komplette Kette abdecken. Vom Identifizieren einer möglichen Innovation über das Scoute mittels Technologieradar bis hin zur praktischen Entwicklung, zum Coaching, zu der Projektleitung und zuletzt der Vermarktung. Entweder als Transfer ins Portfolio oder als Kompetenzaufbau für unsere Systems Integration oder die Kollegen der Multimedia Solutions.
Wer hat am Ende eigentlich die Rechte an einer Innovation, beziehungsweise was ist, wenn das Ergebnis Ihrer Arbeit einer schon vorhandenen Lösung im Markt sehr nahekommt?
Das ist eine wichtige Frage. Das Intellectual Property Right muss tatsächlich geklärt sein, wenn ich mit einem Kunden strategisch an Innovationen zusammenarbeite. Etwa in der Automobilindustrie spielen Patente – eines Wettbewerbers zum Beispiel auf eine vergleichbare Lösung – eine wichtige Rolle. Aber auch dieses IPR-Management übernehmen wir als Service des Innovation-Managements für den Kunden.
Wer sind Ihre Besucher?
Von Groß bis Klein. Konzerne bis zu KMUs. Und bei jedem folgt unsere Arbeit dem Mindset „Think big, start small and learn fast“.
Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Dominik Gigler, T-Systems

Kreatives Arbeiten im Innovation Center von T-Systems
Im „Innovation Center“ forschen und entwickeln visionäre Ingenieure unter der Leitung von Dr. Stephan Verclas neue Produkte und Anwendungen der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Im Interview beschreibt Dr. Verclas, wie Kunden der Deutschen Telekom daran teilhaben können. Der Filmbeitrag gibt Einblick in die Methoden, die das Innovation Center einsetzt.

Herr Dr. Verclas, was ist die Grundidee des Innovation Center?
Auslöser war vor acht Jahren die Frage, warum wir auch damals schon zwar als erfahrener ICT-Dienstleister und Infrastrukturanbieter galten, dabei draußen jedoch nicht unbedingt als innovativ wahrgenommen wurden. Ergebnis unserer Analyse war, dass wir als Service-Provider naturgemäß immer erst neue Softwareprodukte und Hardwaretechnologien abwarten müssen, um dann neue, innovative Services darauf aufzusetzen, also in gewisser Weise intrinsisch arbeiten. Zweiter Grund war, dass wir keine Anlaufstelle hatten, an der wir Kunden unsere Kreativität und Kompetenz konzentriert an einem Ort zeigen konnten. Es gab zwar seitens der Telekom die T-Gallery im Sinne eines Showrooms der Kommunikation der Zukunft – aber ohne den Fokus auf Geschäfts- und ICT-Servicekunden, sondern eher aufs Consumergeschäft. Zugleich sind unsere T-Labs als Forschungs- und Entwicklungseinheit aktuellen Businessmodellen in der Regel weit voraus. Das heißt: Hier hatten wir einen Gap. Diese Lücke – das war die Konsequenz daraus – mussten und wollten wir schließen mit einem Center, das unser innovatives Portfolio vor Ort dem Kunden präsentieren kann.
Wenn man so will also: Innovation erlebbar machen?
Ganz genau. Dieses Liveerleben in den Vordergrund zu stellen war schon so etwas wie der Grundgedanke, weil wir eben ein doch sehr schwieriges, komplexes Portfolio haben. Viele unserer Services und Ideen, die bestimmte Prozesse elementar verbessern, sind oft nicht sichtbar – oder wenn doch, dann nur über langweilige Eingabemasken. Das ist nicht unbedingt spannend.
Wie kam es dann zur Standortwahl unter dem Dach eines Rechenzentrums?
Unser damaliger Produktionschef hatte hier in München das Projekt „Data Center 2020“, das den Betrieb eines Rechenzentrums unter energetischen Aspekten erforschte. Da bot es sich einfach an, Innovationen dort zu zeigen, wo uns der Markt ohnehin schon herausragende Kompetenz bestätigt hatte. Tür an Tür mit einem Rechenzentrum der Zukunft. So kam die Sache ins Rollen, und im September 2010 wurde das Innovation Center eröffnet.
Damit hatten Sie eine Plattform. Aber wie haben Sie die eigentliche Botschaft „T-Systems kann auch Innovation“ dann mit Leben gefüllt?
Zunächst war es wirklich mehr ein Showroom. Aber relativ schnell haben wir festgestellt, wen beziehungsweise was es damit eigentlich zu adressieren galt, nämlich die Umsetzungsproblematik der Kunden, aber auch unserer eigenen Kollegen in Sales und den Accounts. Denn oft ist es doch so: Es gibt ein neues Produkt, eine Software, aber so recht hat niemand eine Idee, wie das, was sie leistet, in den eigenen Geschäftsfall oder bestimmte Anwendungszwecke einzusetzen sein könnte. So kam es zur Überlegung, im Innovation Center nicht nur Workshops durchzuführen, sondern hier wirklich Innovationen zu entwickeln, diese auch zu betreiben und sich über Workshops dann erst die Feedbackschleife einzuholen. Diese Dialogform mit dem Kunden haben wir vor drei Jahren sogar mobilisiert und können heute mit einem digitalen Innovation Center auch auf Messen gehen oder mit einer kleineren Version als „Innovation2Customer“ direkt zum Kunden.
Wenn Sie Innovationen für Kunden entwickeln, haben Sie es mit unterschiedlichsten Branchen zu tun. Woher kommt das Know-how, das Sie brauchen, damit Ihre Lösung einem Unternehmen in seinem jeweiligen Markt, Geschäftsfeld und der individuellen Kundenanforderung wirklich hilft?
Wir haben ein sehr breites und tiefes ICT-Know-how, aber wir sind keine Branchenexperten, sondern zunächst einmal Generalisten, das stimmt. Den jeweiligen erforderlichen Deep Dive vollziehen wir nach dem Cross-Industry-Prinzip A3, das heißt, für bestehende Basisinnovationen aus einer anderen Branche auf Abstraktion basierend Analogien zu finden und dann die Adaption vorzunehmen für das Kundenproblem, um das es konkret geht. Das funktioniert ausgezeichnet.
„Bei jeder neuen Software fragt man sich doch als Erstes: Was könnte sie für meinen Geschäftsfall leisten? Und genau diese Umsetzungsproblematik adressiert das Innovation Center.“
Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center
Wie sieht das konkret aus? Wie machen Sie Innovationen?
Das ist auch eine Frage, die nahezu jeder Kunde in einem Innovationsworkshop stellt. Zunächst beschreiben wir unsere Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Konzerns, denn wir können hier auf 450 Quadratmetern – handwerklich, wenn man so will – natürlich nicht alles selber machen.
Aber so wird deutlich, dass wir sowohl im strategischen und prozessualen Innovationsmanagement Expertise haben als auch in der Umsetzung und wie wir am Ende des Tages die komplette Kette abdecken. Vom Identifizieren einer möglichen Innovation über das Scoute mittels Technologieradar bis hin zur praktischen Entwicklung, zum Coaching, zu der Projektleitung und zuletzt der Vermarktung. Entweder als Transfer ins Portfolio oder als Kompetenzaufbau für unsere Systems Integration oder die Kollegen der Multimedia Solutions.
Wer hat am Ende eigentlich die Rechte an einer Innovation, beziehungsweise was ist, wenn das Ergebnis Ihrer Arbeit einer schon vorhandenen Lösung im Markt sehr nahekommt?
Das ist eine wichtige Frage. Das Intellectual Property Right muss tatsächlich geklärt sein, wenn ich mit einem Kunden strategisch an Innovationen zusammenarbeite. Etwa in der Automobilindustrie spielen Patente – eines Wettbewerbers zum Beispiel auf eine vergleichbare Lösung – eine wichtige Rolle. Aber auch dieses IPR-Management übernehmen wir als Service des Innovation-Managements für den Kunden.
Wer sind Ihre Besucher?
Von Groß bis Klein. Konzerne bis zu KMUs. Und bei jedem folgt unsere Arbeit dem Mindset „Think big, start small and learn fast“.
Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Dominik Gigler, T-Systems

Kreatives Arbeiten im Innovation Center von T-Systems
Im „Innovation Center“ forschen und entwickeln visionäre Ingenieure unter der Leitung von Dr. Stephan Verclas neue Produkte und Anwendungen der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Im Interview beschreibt Dr. Verclas, wie Kunden der Deutschen Telekom daran teilhaben können. Der Filmbeitrag gibt Einblick in die Methoden, die das Innovation Center einsetzt.

Herr Dr. Verclas, was ist die Grundidee des Innovation Center?
Auslöser war vor acht Jahren die Frage, warum wir auch damals schon zwar als erfahrener ICT-Dienstleister und Infrastrukturanbieter galten, dabei draußen jedoch nicht unbedingt als innovativ wahrgenommen wurden. Ergebnis unserer Analyse war, dass wir als Service-Provider naturgemäß immer erst neue Softwareprodukte und Hardwaretechnologien abwarten müssen, um dann neue, innovative Services darauf aufzusetzen, also in gewisser Weise intrinsisch arbeiten. Zweiter Grund war, dass wir keine Anlaufstelle hatten, an der wir Kunden unsere Kreativität und Kompetenz konzentriert an einem Ort zeigen konnten. Es gab zwar seitens der Telekom die T-Gallery im Sinne eines Showrooms der Kommunikation der Zukunft – aber ohne den Fokus auf Geschäfts- und ICT-Servicekunden, sondern eher aufs Consumergeschäft. Zugleich sind unsere T-Labs als Forschungs- und Entwicklungseinheit aktuellen Businessmodellen in der Regel weit voraus. Das heißt: Hier hatten wir einen Gap. Diese Lücke – das war die Konsequenz daraus – mussten und wollten wir schließen mit einem Center, das unser innovatives Portfolio vor Ort dem Kunden präsentieren kann.
Wenn man so will also: Innovation erlebbar machen?
Ganz genau. Dieses Liveerleben in den Vordergrund zu stellen war schon so etwas wie der Grundgedanke, weil wir eben ein doch sehr schwieriges, komplexes Portfolio haben. Viele unserer Services und Ideen, die bestimmte Prozesse elementar verbessern, sind oft nicht sichtbar – oder wenn doch, dann nur über langweilige Eingabemasken. Das ist nicht unbedingt spannend.
Wie kam es dann zur Standortwahl unter dem Dach eines Rechenzentrums?
Unser damaliger Produktionschef hatte hier in München das Projekt „Data Center 2020“, das den Betrieb eines Rechenzentrums unter energetischen Aspekten erforschte. Da bot es sich einfach an, Innovationen dort zu zeigen, wo uns der Markt ohnehin schon herausragende Kompetenz bestätigt hatte. Tür an Tür mit einem Rechenzentrum der Zukunft. So kam die Sache ins Rollen, und im September 2010 wurde das Innovation Center eröffnet.
Damit hatten Sie eine Plattform. Aber wie haben Sie die eigentliche Botschaft „T-Systems kann auch Innovation“ dann mit Leben gefüllt?
Zunächst war es wirklich mehr ein Showroom. Aber relativ schnell haben wir festgestellt, wen beziehungsweise was es damit eigentlich zu adressieren galt, nämlich die Umsetzungsproblematik der Kunden, aber auch unserer eigenen Kollegen in Sales und den Accounts. Denn oft ist es doch so: Es gibt ein neues Produkt, eine Software, aber so recht hat niemand eine Idee, wie das, was sie leistet, in den eigenen Geschäftsfall oder bestimmte Anwendungszwecke einzusetzen sein könnte. So kam es zur Überlegung, im Innovation Center nicht nur Workshops durchzuführen, sondern hier wirklich Innovationen zu entwickeln, diese auch zu betreiben und sich über Workshops dann erst die Feedbackschleife einzuholen. Diese Dialogform mit dem Kunden haben wir vor drei Jahren sogar mobilisiert und können heute mit einem digitalen Innovation Center auch auf Messen gehen oder mit einer kleineren Version als „Innovation2Customer“ direkt zum Kunden.
Wenn Sie Innovationen für Kunden entwickeln, haben Sie es mit unterschiedlichsten Branchen zu tun. Woher kommt das Know-how, das Sie brauchen, damit Ihre Lösung einem Unternehmen in seinem jeweiligen Markt, Geschäftsfeld und der individuellen Kundenanforderung wirklich hilft?
Wir haben ein sehr breites und tiefes ICT-Know-how, aber wir sind keine Branchenexperten, sondern zunächst einmal Generalisten, das stimmt. Den jeweiligen erforderlichen Deep Dive vollziehen wir nach dem Cross-Industry-Prinzip A3, das heißt, für bestehende Basisinnovationen aus einer anderen Branche auf Abstraktion basierend Analogien zu finden und dann die Adaption vorzunehmen für das Kundenproblem, um das es konkret geht. Das funktioniert ausgezeichnet.
„Bei jeder neuen Software fragt man sich doch als Erstes: Was könnte sie für meinen Geschäftsfall leisten? Und genau diese Umsetzungsproblematik adressiert das Innovation Center.“
Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center
Wie sieht das konkret aus? Wie machen Sie Innovationen?
Das ist auch eine Frage, die nahezu jeder Kunde in einem Innovationsworkshop stellt. Zunächst beschreiben wir unsere Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Konzerns, denn wir können hier auf 450 Quadratmetern – handwerklich, wenn man so will – natürlich nicht alles selber machen.
Aber so wird deutlich, dass wir sowohl im strategischen und prozessualen Innovationsmanagement Expertise haben als auch in der Umsetzung und wie wir am Ende des Tages die komplette Kette abdecken. Vom Identifizieren einer möglichen Innovation über das Scoute mittels Technologieradar bis hin zur praktischen Entwicklung, zum Coaching, zu der Projektleitung und zuletzt der Vermarktung. Entweder als Transfer ins Portfolio oder als Kompetenzaufbau für unsere Systems Integration oder die Kollegen der Multimedia Solutions.
Wer hat am Ende eigentlich die Rechte an einer Innovation, beziehungsweise was ist, wenn das Ergebnis Ihrer Arbeit einer schon vorhandenen Lösung im Markt sehr nahekommt?
Das ist eine wichtige Frage. Das Intellectual Property Right muss tatsächlich geklärt sein, wenn ich mit einem Kunden strategisch an Innovationen zusammenarbeite. Etwa in der Automobilindustrie spielen Patente – eines Wettbewerbers zum Beispiel auf eine vergleichbare Lösung – eine wichtige Rolle. Aber auch dieses IPR-Management übernehmen wir als Service des Innovation-Managements für den Kunden.
Wer sind Ihre Besucher?
Von Groß bis Klein. Konzerne bis zu KMUs. Und bei jedem folgt unsere Arbeit dem Mindset „Think big, start small and learn fast“.
Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Dominik Gigler, T-Systems

Kreatives Arbeiten im Innovation Center von T-Systems
Im „Innovation Center“ forschen und entwickeln visionäre Ingenieure unter der Leitung von Dr. Stephan Verclas neue Produkte und Anwendungen der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Im Interview beschreibt Dr. Verclas, wie Kunden der Deutschen Telekom daran teilhaben können. Der Filmbeitrag gibt Einblick in die Methoden, die das Innovation Center einsetzt.

Herr Dr. Verclas, was ist die Grundidee des Innovation Center?
Auslöser war vor acht Jahren die Frage, warum wir auch damals schon zwar als erfahrener ICT-Dienstleister und Infrastrukturanbieter galten, dabei draußen jedoch nicht unbedingt als innovativ wahrgenommen wurden. Ergebnis unserer Analyse war, dass wir als Service-Provider naturgemäß immer erst neue Softwareprodukte und Hardwaretechnologien abwarten müssen, um dann neue, innovative Services darauf aufzusetzen, also in gewisser Weise intrinsisch arbeiten. Zweiter Grund war, dass wir keine Anlaufstelle hatten, an der wir Kunden unsere Kreativität und Kompetenz konzentriert an einem Ort zeigen konnten. Es gab zwar seitens der Telekom die T-Gallery im Sinne eines Showrooms der Kommunikation der Zukunft – aber ohne den Fokus auf Geschäfts- und ICT-Servicekunden, sondern eher aufs Consumergeschäft. Zugleich sind unsere T-Labs als Forschungs- und Entwicklungseinheit aktuellen Businessmodellen in der Regel weit voraus. Das heißt: Hier hatten wir einen Gap. Diese Lücke – das war die Konsequenz daraus – mussten und wollten wir schließen mit einem Center, das unser innovatives Portfolio vor Ort dem Kunden präsentieren kann.
Wenn man so will also: Innovation erlebbar machen?
Ganz genau. Dieses Liveerleben in den Vordergrund zu stellen war schon so etwas wie der Grundgedanke, weil wir eben ein doch sehr schwieriges, komplexes Portfolio haben. Viele unserer Services und Ideen, die bestimmte Prozesse elementar verbessern, sind oft nicht sichtbar – oder wenn doch, dann nur über langweilige Eingabemasken. Das ist nicht unbedingt spannend.
Wie kam es dann zur Standortwahl unter dem Dach eines Rechenzentrums?
Unser damaliger Produktionschef hatte hier in München das Projekt „Data Center 2020“, das den Betrieb eines Rechenzentrums unter energetischen Aspekten erforschte. Da bot es sich einfach an, Innovationen dort zu zeigen, wo uns der Markt ohnehin schon herausragende Kompetenz bestätigt hatte. Tür an Tür mit einem Rechenzentrum der Zukunft. So kam die Sache ins Rollen, und im September 2010 wurde das Innovation Center eröffnet.
Damit hatten Sie eine Plattform. Aber wie haben Sie die eigentliche Botschaft „T-Systems kann auch Innovation“ dann mit Leben gefüllt?
Zunächst war es wirklich mehr ein Showroom. Aber relativ schnell haben wir festgestellt, wen beziehungsweise was es damit eigentlich zu adressieren galt, nämlich die Umsetzungsproblematik der Kunden, aber auch unserer eigenen Kollegen in Sales und den Accounts. Denn oft ist es doch so: Es gibt ein neues Produkt, eine Software, aber so recht hat niemand eine Idee, wie das, was sie leistet, in den eigenen Geschäftsfall oder bestimmte Anwendungszwecke einzusetzen sein könnte. So kam es zur Überlegung, im Innovation Center nicht nur Workshops durchzuführen, sondern hier wirklich Innovationen zu entwickeln, diese auch zu betreiben und sich über Workshops dann erst die Feedbackschleife einzuholen. Diese Dialogform mit dem Kunden haben wir vor drei Jahren sogar mobilisiert und können heute mit einem digitalen Innovation Center auch auf Messen gehen oder mit einer kleineren Version als „Innovation2Customer“ direkt zum Kunden.
Wenn Sie Innovationen für Kunden entwickeln, haben Sie es mit unterschiedlichsten Branchen zu tun. Woher kommt das Know-how, das Sie brauchen, damit Ihre Lösung einem Unternehmen in seinem jeweiligen Markt, Geschäftsfeld und der individuellen Kundenanforderung wirklich hilft?
Wir haben ein sehr breites und tiefes ICT-Know-how, aber wir sind keine Branchenexperten, sondern zunächst einmal Generalisten, das stimmt. Den jeweiligen erforderlichen Deep Dive vollziehen wir nach dem Cross-Industry-Prinzip A3, das heißt, für bestehende Basisinnovationen aus einer anderen Branche auf Abstraktion basierend Analogien zu finden und dann die Adaption vorzunehmen für das Kundenproblem, um das es konkret geht. Das funktioniert ausgezeichnet.
„Bei jeder neuen Software fragt man sich doch als Erstes: Was könnte sie für meinen Geschäftsfall leisten? Und genau diese Umsetzungsproblematik adressiert das Innovation Center.“
Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center
Wie sieht das konkret aus? Wie machen Sie Innovationen?
Das ist auch eine Frage, die nahezu jeder Kunde in einem Innovationsworkshop stellt. Zunächst beschreiben wir unsere Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Konzerns, denn wir können hier auf 450 Quadratmetern – handwerklich, wenn man so will – natürlich nicht alles selber machen.
Aber so wird deutlich, dass wir sowohl im strategischen und prozessualen Innovationsmanagement Expertise haben als auch in der Umsetzung und wie wir am Ende des Tages die komplette Kette abdecken. Vom Identifizieren einer möglichen Innovation über das Scoute mittels Technologieradar bis hin zur praktischen Entwicklung, zum Coaching, zu der Projektleitung und zuletzt der Vermarktung. Entweder als Transfer ins Portfolio oder als Kompetenzaufbau für unsere Systems Integration oder die Kollegen der Multimedia Solutions.
Wer hat am Ende eigentlich die Rechte an einer Innovation, beziehungsweise was ist, wenn das Ergebnis Ihrer Arbeit einer schon vorhandenen Lösung im Markt sehr nahekommt?
Das ist eine wichtige Frage. Das Intellectual Property Right muss tatsächlich geklärt sein, wenn ich mit einem Kunden strategisch an Innovationen zusammenarbeite. Etwa in der Automobilindustrie spielen Patente – eines Wettbewerbers zum Beispiel auf eine vergleichbare Lösung – eine wichtige Rolle. Aber auch dieses IPR-Management übernehmen wir als Service des Innovation-Managements für den Kunden.
Wer sind Ihre Besucher?
Von Groß bis Klein. Konzerne bis zu KMUs. Und bei jedem folgt unsere Arbeit dem Mindset „Think big, start small and learn fast“.
Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Dominik Gigler, T-Systems

Kreatives Arbeiten im Innovation Center von T-Systems
Im „Innovation Center“ forschen und entwickeln visionäre Ingenieure unter der Leitung von Dr. Stephan Verclas neue Produkte und Anwendungen der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Im Interview beschreibt Dr. Verclas, wie Kunden der Deutschen Telekom daran teilhaben können. Der Filmbeitrag gibt Einblick in die Methoden, die das Innovation Center einsetzt.

Herr Dr. Verclas, was ist die Grundidee des Innovation Center?
Auslöser war vor acht Jahren die Frage, warum wir auch damals schon zwar als erfahrener ICT-Dienstleister und Infrastrukturanbieter galten, dabei draußen jedoch nicht unbedingt als innovativ wahrgenommen wurden. Ergebnis unserer Analyse war, dass wir als Service-Provider naturgemäß immer erst neue Softwareprodukte und Hardwaretechnologien abwarten müssen, um dann neue, innovative Services darauf aufzusetzen, also in gewisser Weise intrinsisch arbeiten. Zweiter Grund war, dass wir keine Anlaufstelle hatten, an der wir Kunden unsere Kreativität und Kompetenz konzentriert an einem Ort zeigen konnten. Es gab zwar seitens der Telekom die T-Gallery im Sinne eines Showrooms der Kommunikation der Zukunft – aber ohne den Fokus auf Geschäfts- und ICT-Servicekunden, sondern eher aufs Consumergeschäft. Zugleich sind unsere T-Labs als Forschungs- und Entwicklungseinheit aktuellen Businessmodellen in der Regel weit voraus. Das heißt: Hier hatten wir einen Gap. Diese Lücke – das war die Konsequenz daraus – mussten und wollten wir schließen mit einem Center, das unser innovatives Portfolio vor Ort dem Kunden präsentieren kann.
Wenn man so will also: Innovation erlebbar machen?
Ganz genau. Dieses Liveerleben in den Vordergrund zu stellen war schon so etwas wie der Grundgedanke, weil wir eben ein doch sehr schwieriges, komplexes Portfolio haben. Viele unserer Services und Ideen, die bestimmte Prozesse elementar verbessern, sind oft nicht sichtbar – oder wenn doch, dann nur über langweilige Eingabemasken. Das ist nicht unbedingt spannend.
Wie kam es dann zur Standortwahl unter dem Dach eines Rechenzentrums?
Unser damaliger Produktionschef hatte hier in München das Projekt „Data Center 2020“, das den Betrieb eines Rechenzentrums unter energetischen Aspekten erforschte. Da bot es sich einfach an, Innovationen dort zu zeigen, wo uns der Markt ohnehin schon herausragende Kompetenz bestätigt hatte. Tür an Tür mit einem Rechenzentrum der Zukunft. So kam die Sache ins Rollen, und im September 2010 wurde das Innovation Center eröffnet.
Damit hatten Sie eine Plattform. Aber wie haben Sie die eigentliche Botschaft „T-Systems kann auch Innovation“ dann mit Leben gefüllt?
Zunächst war es wirklich mehr ein Showroom. Aber relativ schnell haben wir festgestellt, wen beziehungsweise was es damit eigentlich zu adressieren galt, nämlich die Umsetzungsproblematik der Kunden, aber auch unserer eigenen Kollegen in Sales und den Accounts. Denn oft ist es doch so: Es gibt ein neues Produkt, eine Software, aber so recht hat niemand eine Idee, wie das, was sie leistet, in den eigenen Geschäftsfall oder bestimmte Anwendungszwecke einzusetzen sein könnte. So kam es zur Überlegung, im Innovation Center nicht nur Workshops durchzuführen, sondern hier wirklich Innovationen zu entwickeln, diese auch zu betreiben und sich über Workshops dann erst die Feedbackschleife einzuholen. Diese Dialogform mit dem Kunden haben wir vor drei Jahren sogar mobilisiert und können heute mit einem digitalen Innovation Center auch auf Messen gehen oder mit einer kleineren Version als „Innovation2Customer“ direkt zum Kunden.
Wenn Sie Innovationen für Kunden entwickeln, haben Sie es mit unterschiedlichsten Branchen zu tun. Woher kommt das Know-how, das Sie brauchen, damit Ihre Lösung einem Unternehmen in seinem jeweiligen Markt, Geschäftsfeld und der individuellen Kundenanforderung wirklich hilft?
Wir haben ein sehr breites und tiefes ICT-Know-how, aber wir sind keine Branchenexperten, sondern zunächst einmal Generalisten, das stimmt. Den jeweiligen erforderlichen Deep Dive vollziehen wir nach dem Cross-Industry-Prinzip A3, das heißt, für bestehende Basisinnovationen aus einer anderen Branche auf Abstraktion basierend Analogien zu finden und dann die Adaption vorzunehmen für das Kundenproblem, um das es konkret geht. Das funktioniert ausgezeichnet.
„Bei jeder neuen Software fragt man sich doch als Erstes: Was könnte sie für meinen Geschäftsfall leisten? Und genau diese Umsetzungsproblematik adressiert das Innovation Center.“
Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center
Wie sieht das konkret aus? Wie machen Sie Innovationen?
Das ist auch eine Frage, die nahezu jeder Kunde in einem Innovationsworkshop stellt. Zunächst beschreiben wir unsere Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Konzerns, denn wir können hier auf 450 Quadratmetern – handwerklich, wenn man so will – natürlich nicht alles selber machen.
Aber so wird deutlich, dass wir sowohl im strategischen und prozessualen Innovationsmanagement Expertise haben als auch in der Umsetzung und wie wir am Ende des Tages die komplette Kette abdecken. Vom Identifizieren einer möglichen Innovation über das Scoute mittels Technologieradar bis hin zur praktischen Entwicklung, zum Coaching, zu der Projektleitung und zuletzt der Vermarktung. Entweder als Transfer ins Portfolio oder als Kompetenzaufbau für unsere Systems Integration oder die Kollegen der Multimedia Solutions.
Wer hat am Ende eigentlich die Rechte an einer Innovation, beziehungsweise was ist, wenn das Ergebnis Ihrer Arbeit einer schon vorhandenen Lösung im Markt sehr nahekommt?
Das ist eine wichtige Frage. Das Intellectual Property Right muss tatsächlich geklärt sein, wenn ich mit einem Kunden strategisch an Innovationen zusammenarbeite. Etwa in der Automobilindustrie spielen Patente – eines Wettbewerbers zum Beispiel auf eine vergleichbare Lösung – eine wichtige Rolle. Aber auch dieses IPR-Management übernehmen wir als Service des Innovation-Managements für den Kunden.
Wer sind Ihre Besucher?
Von Groß bis Klein. Konzerne bis zu KMUs. Und bei jedem folgt unsere Arbeit dem Mindset „Think big, start small and learn fast“.
Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Dominik Gigler, T-Systems

Kreatives Arbeiten im Innovation Center von T-Systems
Im „Innovation Center“ forschen und entwickeln visionäre Ingenieure unter der Leitung von Dr. Stephan Verclas neue Produkte und Anwendungen der Informations- und Telekommunikationstechnologie. Im Interview beschreibt Dr. Verclas, wie Kunden der Deutschen Telekom daran teilhaben können. Der Filmbeitrag gibt Einblick in die Methoden, die das Innovation Center einsetzt.

Herr Dr. Verclas, was ist die Grundidee des Innovation Center?
Auslöser war vor acht Jahren die Frage, warum wir auch damals schon zwar als erfahrener ICT-Dienstleister und Infrastrukturanbieter galten, dabei draußen jedoch nicht unbedingt als innovativ wahrgenommen wurden. Ergebnis unserer Analyse war, dass wir als Service-Provider naturgemäß immer erst neue Softwareprodukte und Hardwaretechnologien abwarten müssen, um dann neue, innovative Services darauf aufzusetzen, also in gewisser Weise intrinsisch arbeiten. Zweiter Grund war, dass wir keine Anlaufstelle hatten, an der wir Kunden unsere Kreativität und Kompetenz konzentriert an einem Ort zeigen konnten. Es gab zwar seitens der Telekom die T-Gallery im Sinne eines Showrooms der Kommunikation der Zukunft – aber ohne den Fokus auf Geschäfts- und ICT-Servicekunden, sondern eher aufs Consumergeschäft. Zugleich sind unsere T-Labs als Forschungs- und Entwicklungseinheit aktuellen Businessmodellen in der Regel weit voraus. Das heißt: Hier hatten wir einen Gap. Diese Lücke – das war die Konsequenz daraus – mussten und wollten wir schließen mit einem Center, das unser innovatives Portfolio vor Ort dem Kunden präsentieren kann.
Wenn man so will also: Innovation erlebbar machen?
Ganz genau. Dieses Liveerleben in den Vordergrund zu stellen war schon so etwas wie der Grundgedanke, weil wir eben ein doch sehr schwieriges, komplexes Portfolio haben. Viele unserer Services und Ideen, die bestimmte Prozesse elementar verbessern, sind oft nicht sichtbar – oder wenn doch, dann nur über langweilige Eingabemasken. Das ist nicht unbedingt spannend.
Wie kam es dann zur Standortwahl unter dem Dach eines Rechenzentrums?
Unser damaliger Produktionschef hatte hier in München das Projekt „Data Center 2020“, das den Betrieb eines Rechenzentrums unter energetischen Aspekten erforschte. Da bot es sich einfach an, Innovationen dort zu zeigen, wo uns der Markt ohnehin schon herausragende Kompetenz bestätigt hatte. Tür an Tür mit einem Rechenzentrum der Zukunft. So kam die Sache ins Rollen, und im September 2010 wurde das Innovation Center eröffnet.
Damit hatten Sie eine Plattform. Aber wie haben Sie die eigentliche Botschaft „T-Systems kann auch Innovation“ dann mit Leben gefüllt?
Zunächst war es wirklich mehr ein Showroom. Aber relativ schnell haben wir festgestellt, wen beziehungsweise was es damit eigentlich zu adressieren galt, nämlich die Umsetzungsproblematik der Kunden, aber auch unserer eigenen Kollegen in Sales und den Accounts. Denn oft ist es doch so: Es gibt ein neues Produkt, eine Software, aber so recht hat niemand eine Idee, wie das, was sie leistet, in den eigenen Geschäftsfall oder bestimmte Anwendungszwecke einzusetzen sein könnte. So kam es zur Überlegung, im Innovation Center nicht nur Workshops durchzuführen, sondern hier wirklich Innovationen zu entwickeln, diese auch zu betreiben und sich über Workshops dann erst die Feedbackschleife einzuholen. Diese Dialogform mit dem Kunden haben wir vor drei Jahren sogar mobilisiert und können heute mit einem digitalen Innovation Center auch auf Messen gehen oder mit einer kleineren Version als „Innovation2Customer“ direkt zum Kunden.
Wenn Sie Innovationen für Kunden entwickeln, haben Sie es mit unterschiedlichsten Branchen zu tun. Woher kommt das Know-how, das Sie brauchen, damit Ihre Lösung einem Unternehmen in seinem jeweiligen Markt, Geschäftsfeld und der individuellen Kundenanforderung wirklich hilft?
Wir haben ein sehr breites und tiefes ICT-Know-how, aber wir sind keine Branchenexperten, sondern zunächst einmal Generalisten, das stimmt. Den jeweiligen erforderlichen Deep Dive vollziehen wir nach dem Cross-Industry-Prinzip A3, das heißt, für bestehende Basisinnovationen aus einer anderen Branche auf Abstraktion basierend Analogien zu finden und dann die Adaption vorzunehmen für das Kundenproblem, um das es konkret geht. Das funktioniert ausgezeichnet.
„Bei jeder neuen Software fragt man sich doch als Erstes: Was könnte sie für meinen Geschäftsfall leisten? Und genau diese Umsetzungsproblematik adressiert das Innovation Center.“
Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center
Wie sieht das konkret aus? Wie machen Sie Innovationen?
Das ist auch eine Frage, die nahezu jeder Kunde in einem Innovationsworkshop stellt. Zunächst beschreiben wir unsere Zusammenarbeit mit den anderen Einheiten des Konzerns, denn wir können hier auf 450 Quadratmetern – handwerklich, wenn man so will – natürlich nicht alles selber machen.
Aber so wird deutlich, dass wir sowohl im strategischen und prozessualen Innovationsmanagement Expertise haben als auch in der Umsetzung und wie wir am Ende des Tages die komplette Kette abdecken. Vom Identifizieren einer möglichen Innovation über das Scoute mittels Technologieradar bis hin zur praktischen Entwicklung, zum Coaching, zu der Projektleitung und zuletzt der Vermarktung. Entweder als Transfer ins Portfolio oder als Kompetenzaufbau für unsere Systems Integration oder die Kollegen der Multimedia Solutions.
Wer hat am Ende eigentlich die Rechte an einer Innovation, beziehungsweise was ist, wenn das Ergebnis Ihrer Arbeit einer schon vorhandenen Lösung im Markt sehr nahekommt?
Das ist eine wichtige Frage. Das Intellectual Property Right muss tatsächlich geklärt sein, wenn ich mit einem Kunden strategisch an Innovationen zusammenarbeite. Etwa in der Automobilindustrie spielen Patente – eines Wettbewerbers zum Beispiel auf eine vergleichbare Lösung – eine wichtige Rolle. Aber auch dieses IPR-Management übernehmen wir als Service des Innovation-Managements für den Kunden.
Wer sind Ihre Besucher?
Von Groß bis Klein. Konzerne bis zu KMUs. Und bei jedem folgt unsere Arbeit dem Mindset „Think big, start small and learn fast“.
Den Innovationsprozess optimieren und die Umsetzungsproblematik angehen – das ist die Grundidee des Innovation Center München.
Interview

„Innovationen live erleben.“

Dr. Stephan Verclas, Leiter T-Systems Innovation und Chef des Innovation Center, über Abstraktion, Analogien und Adaption als Schlüssel zur businessnahen Anwendung neuer Softwarelösungen im strategischen Kundeneinsatz.