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VW Americas

Kontinentale Connection

Der größte Autokonzern der Welt beauftragt T-Systems mit dem Betrieb seiner gesamten IT- und Netzwerkstruktur aller Produktionsstandorte seiner Marken Volkswagen, Audi und MAN in Nord- und Südamerika.
Autor: Thomas van Zütphen
Fotos: Volkswagen AG
„Er läuft und läuft und läuft ...“ – weltweit ist noch immer der Slogan präsent, mit dem Volkswagen Anfang der 60er-Jahre die Zuverlässigkeit des legendären VW Käfer bewarb. Doch ICT, Vernetzung und Digitalisierung haben den Product Life Cycle von Fahrzeugen seither revolutioniert. Nicht erst im Fahrbetrieb der Autos, sondern schon in deren Fertigung. Nicht verändert hat sich allerdings der Anspruch, den Autobauer wie -fahrer in der Praxis heute stellen – alles soll „laufen“. Zum Beispiel im Volkswagen Werk Puebla in Mexiko. 

Nahezu jeder Prozess läuft IT-basiert

Wie hier auf dem 300 Hektar großen Werksgelände, wo im vergangenen Jahr 435.373 Fahrzeuge vom Band liefen, geht es in der Automobilproduktion darum, alle Abläufe der Fertigung – quasi just in sequence – auf gleichbleibend hohem Tempo zu halten. Zum Beispiel zwischen Zuliefererpark und Montage, der Motorenproduktion und dem Prüfzentrum, der Karosseriefertigung und der Lackiererei. Und nahezu jeder dieser Prozesse läuft heute IT-basiert.   
In diesem Sinne – wenn man so will, um die Laufleistung ihrer Produktionsstätten auszubauen – beauftragte Volkswagen unlängst T-Systems für fünf Jahre mit dem Betrieb seiner gesamten IT- und Netzwerkinfrastruktur (ICT) für all seine Werke in Nord- und Südamerika. Egal, ob für den Audi Q5 in San José Chiapa, Mexiko, oder den MAN Volksbus im brasilianischen Resende, den Kompakt-SUV „Space Cross“ im argentinischen General Pacheco oder den in Chattanooga, im US-Bundesstaat Tennessee, gefertigten „Atlas“: Die ICT-Dienstleistungen umfassen alle 14 Werke der Volkswagen Group in vier Ländern und sämtliche Modelle der Marken Volkswagen, Audi und MAN. 

Mehr als 2.000 virtuelle Server

Zu den Dienstleistungen gehört nicht nur das Management von Servern und Daten, also Speicherung, Backup und Wiederherstellung. T-Systems‘ Verantwortung erstreckt sich auch auf die IT-Security-Operations zum Schutz der Server, Netzwerke und Daten von Volkswagen. Hinzu kommen die Bereiche E-Mail und Middleware, das Job- und Assetmanagement plus die LAN- und WAN-Netzwerke an sämtlichen Standorten. Dafür betreibt T-Systems mehr als 2.000 virtuelle Server sowie mehr als 6.000 LAN- und 400 WAN-Komponenten. Und die Anzahl der Systeme und Dienste, so die beiderseitigen Erwartungen, wird während der Vertragslaufzeit bis 2023 weiter zunehmen. Über den Doppelkontinent verteilt, stellt ein Team aus 350 Experten für Volkswagen die Verfügbarkeit einer robusten IT- und Netzwerkinfrastruktur rund um die Uhr sicher.

Es gilt eine Cloud-First-Strategie

Für Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom und T-Systems-Chef, bestätigt die neue Kooperation „unseren Anspruch, ein langfristiger Partner für Volkswagen zu sein und die erklärte Cloud-First-Strategie des größten Autoherstellers der Welt zu unterstützen“.
Für Eduardo Nava, CIO bei Volkswagen de México, „ist die Konsolidierung der IT- und Netzwerkinfrastruktur der Volkswagen Werke auf dem amerikanischen Kontinent ein großer Schritt zur Vereinheitlichung von Prozessen und Infrastruktur sowie eine Voraussetzung für die weitere Integration in die Cloud“.   
Mit seiner Cloud-First-Strategie verfolgt Volkswagen einen hybriden Multi-Vendor-Cloud-Ansatz: eine Kombination aus Private und Public Clouds, die das Unternehmen unter anderem von T-Systems bezieht. Langfristig sollen so die globalen IT-Service- und -Betriebskosten des Konzerns um bis zu 60 Prozent gesenkt werden. Dabei stehen mit Blick auf Skaleneffekte und mögliche Automatisierung vor allem die Einmalaufwände in IT-Projekten und beim Aufbau von Infrastrukturen im Fokus.

Nicht alles ist cloudfähig

Ein nicht nur in Großkonzernen weltweit bekanntes Problem dabei: Nicht selten bewegt sich die Anzahl der von ihnen genutzten Applikationen im deutlich vierstelligen Bereich. Nur ist die Mehrheit davon zumeist nicht Cloud-fähig. Allerdings steckt in den über Jahre gewachsene Anwendungen ein enormes Entwicklungs-Know-how. „Da stellt sich die Frage“,  so Román Peláez, Volkswagen Account Executive bei T-Systems in Mexiko, „wie wir diese Applikationen in eine ganz neue Architektur bringen, um die Vorteile von Cloud Computing bestmöglich nutzen zu können.“

Legacyherberge Cloud?

Denn in den heterogenen, historisch gewachsenen IT-Landschaften findet sich oft eine breite Palette von Legacyanwendungen, Eigenentwicklungen ebenso wie Applikationen verschiedener Anbieter. „Aber nicht wenige darunter“, erklärt Román Peláez, „können durchaus Dreh- und Angelpunkt einer IT- und Prozesslandschaft sein.“ 
Mit einem Cloud Integration Center (CIC) stellt T-Systems Unternehmen weltweit eine Lösung zur Verfügung, mit der sie auch eigene Entwicklungen über ein gemeinsames Projekt und einen Standardprozess zur Vermarktung in ihren Servicekatalog einbringen können. Und das auf Basis einer einheitlichen Plattform – sowohl im Hinblick auf Self-managed als auch Managed Services – für den Betrieb als Infrastructure-, Platform- oder Software-as-a-Service (IaaS, PaaS bzw. SaaS). Dabei können Unternehmen im CIC drei Cloud-Nutzungsvarianten einsetzen: Sie beziehen Applikationen nach Bedarf aus der Cloud, migrieren eigene Anwendungen in die hochsichere Private Cloud von T-Systems und entwickeln eigene Cloud-Angebote, die sie auch anderen Firmen und deren Kunden bereitstellen können. Und nach einer Prüfung durch T-Systems auf Qualität und Sicherheit können selbst neu entwickelte Applikationen im Cloud Integration Center freigegeben werden. 

Ihr Ansprechpartner: Roman.Pelaez@t-systems.com ​​​​​​​