Die Mobilität der Zukunft: Das Fahrzeug wird zum perfekt auf den Nutzer abgestimmten Smart Device.
Automotive

Wenn aus Autos Automaten werden.

Konnektivität, Künstliche Intelligenz und die Predictive Analytics riesiger Datenmengen werden den Straßenverkehr revolutionieren. Daraus resultieren täglich neue Service-Angebote, die durch stabile, schnelle und sichere Internet-Verbindungen möglich werden. So sind bereits 80 Prozent der Neuwagen vernetzt und damit rollende Datencenter. Doch mit der Konnektivität rücken Autos auch ins Visier von Cyberkriminellen. Dafür haben T-Systems und die Telekom einen ganzheitlichen Ansatz für die In-Car Security entwickelt, der als „Cyber Defense as a Service“ eine Ende-zu-Ende-Sicherheitslösung für das gesamte Automotive-Ökosystem bietet – von der Mobile Security bis zur Backend Security.
Autor: Guido Reinking
Illustration: Cindy Schmid

AUTOS 24/7 VOR CYBER CRIME SCHÜTZEN

Kernstück der Lösung ist die Anwendung „Embedded Security Locks“ – kurz „ESLOCKS“. Cloud-basiert erkennt das Intrusion-Detection-System eine Cyberattacke auf das Fahrzeug und leitet unmittelbar Abwehrmaßnahmen ein, z.B. wenn ein Hacker bei heftigem Regen versuchen sollte, die Scheibenwischer zu deaktivieren. Das selbstlernende System erkennt Anomalien im einzelnen PKW ebenso wie Auffälligkeiten über eine komplette Flotte hinweg und speist die Erkenntnisse in ein 24/7-Sicherheits-Update für das gesamte Fahrzeug-Netzwerk.
Ob für die Autobauer Daimler, Audi, BMW und Co. oder etwa Infrastruktur-Projekte im Bereich E-Mobility – „die Grundlagen praktisch aller Innovationsthemen sind Cloud-basierte Anwendungen, die Informationen und Daten aus mehreren Quellen miteinander verknüpfen und die dann von überall abrufbar sind“, erklärt Dr. Marc Schmickler von T-Systems. Für den SI-Experten steht fest, dass „die Umsetzung der Innovationen nicht dauerhaft losgelöst vom klassischen IT-Set-up eines Unternehmens erfolgen kann, sondern hier eine integrierte Strategie für ein ganzheitliches digitales Konzept gebraucht wird“.

„Das Fahrzeug wird zum smart device, perfekt abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse jedes Nutzers.“
Dieter May, SVP Digital Services and Business Models BMW Group
Ein einfacher, schneller Weg in die Cloud führt Unternehmen über den „Cloudifier“, einen gemanagten Service von TSI Global IT, der Anwendungen zu Festpreisen in definierter Zeitleiste schnell und sicher in die Cloud transformiert oder gleich eine Cloud-native Anwendung für den Kunden aufbaut. „In diesem Sinne ist der Cloudifier ein Kundenversprechen, damit Unternehmen ihre Geschäftsideen und Innovationsvorhaben ohne Schwierigkeiten schnell umsetzen können und dabei volle Transparenz und Kontrolle über Leistungen und Kosten in der Hand halten.“
Dabei ist die Vernetzung des Fahrzeugs mit dem Fahrer, einem zentralen Backend und der Umgebung Voraussetzung für autonome Mobilität. Doch an dem Punkt stößt das herkömmliche Mobilfunknetz an Grenzen. Gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz entwickelt T-Systems die Vernetzung auf Basis des künftigen Mobilfunkstandards 5G. Das Saarland soll zur bundesweiten Modellregion für diese Schlüsseltechnologie werden, mit der autonome Mobilität mit der nötigen Sicherheit erst möglich wird. Und sich das Chaos der täglichen Rushhour auf den Straßen in eine systemische Ordnung wandeln lässt.

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