Kommt die Klinik-IT aus der Private Cloud, ist Sicherheit das A und O, schließlich geht es um hochsensible Patientendaten.
GESUNDHEIT NORDHESSEN

Stabil und sicher: Klinik-IT in der Private Cloud.

Mit der zunehmenden Digitalisierung wird der zuverlässige und reibungslose Betrieb von IT-Systemen auch für Krankenhäuser immer wichtiger. Die Gesundheit Nordhessen Holding AG mit ihren fast 4800 Mitarbeitern bezieht heute sämtliche IT-Ressourcen aus dem Dynamic Healthcare Center (DHC) der Telekom.
Autor: Silke Kilz
Fotos: plainpicture/Canvas Images
Das Auslagern von IT-Infrastrukturen ist bei Krankenhäusern noch immer die Ausnahme: Laut einer Umfrage der i-Solutions Health GmbH nutzen gerade einmal 20 Prozent der Einrichtungen Cloud-Dienste. Ein Grund für die Zurückhaltung ist nach wie vor die Sorge, dass hochsensible Patientendaten in der Cloud nicht sicher genug seien. Dr. Henning Janßen, CIO der Gesundheit Nordhessen, ist genau vom Gegenteil überzeugt: „Die Herausforderungen an die Krankenhaus-IT sind in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und nur noch schwer im eigenen Hause zu bewerkstelligen. Wir sind daher überzeugt davon, dass ein erfahrener Partner wie die Telekom besser in der Lage ist, unsere IT sicher und stabil zu betreiben, als wir das im Eigenbetrieb gewährleisten könnten.“

Alles neu in WAN und LAN

Um die Gesellschaften der Gesundheit Nordhessen für die spätere Verlagerung der Systemlandschaft in die Cloud optimal aufzustellen, setzte die Telekom zunächst das Weitverkehrsnetz (WAN) des Konzerns neu auf. Vier Kliniken, Rehazentren und Seniorenwohnanlagen an insgesamt neun Standorten sind heute an das WAN angeschlossen und untereinander vernetzt. Zusätzlich unterzogen die IT-Experten die lokalen Netze (LAN) vor Ort einer gründlichen Modernisierung. Um hier eine größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, wurden alle zentralen Komponenten redundant ausgelegt. Noch einen Schritt weiter ging die Gesundheit Nordhessen in ihrer Zentrale in Kassel: Hier erneuerte und betreibt die Telekom auch die WLAN-Infrastruktur, an die Mitarbeiter, Patienten und in Teilen auch medizinische Geräte angeschlossen sind.

Umzug in die private Cloud

Im zweiten Schritt folgte der eigentliche Umzug der Rechenzentrumsinfrastruktur in das Dynamic Healthcare Center der Telekom. Dazu verlegten die IT-Experten rund 100 Server sowie sämtliche Basisdienste wie Mail-, File- und Printservices in die Cloud. Den Abschluss des Projekts bildet schließlich die weitgehend vom Unternehmen selbst vorgenommene Migration der Anwender und Fachanwendungen auf die Plattform der Telekom. „Auch bei diesem Projektschritt stand und steht unser Team jederzeit mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Stephan Paulicks, Projektleiter seitens T-Systems. „Insbesondere wenn es darum ging, neue Anforderungen und Änderungswünsche im Projektverlauf zu berücksichtigen und umzusetzen.“
Heute bezieht die Gesundheit Nordhessen ihre IT vollständig aus dem DHC. Während die Telekom den Rechenzentrumsbetrieb sowie die Netzwerk- und Sicherheitsinfrastruktur verantwortet, kümmern sich die IT-Mitarbeiter des Gesundheitskonzerns um die internen Prozesse und Anwender. „Dadurch, dass wir die Betriebsverantwortung für unsere IT-Infrastruktur komplett in die Hände von Experten gelegt haben, entlasten wir unser Personal von Routineaufgaben, sodass dieses sich stärker der Betreuung der Anwender widmen kann“, sagt Janßen.

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