Über Netzwerktechnologien der nächsten Generation schreibt Reinhard Clemens, Telekom-Vorstand und CEO von T-Systems.
Editorial

Vorbereitet auf die Next(z)-Generation.

Reinhard Clemens, Vorstand T-Systems Deutsche Telekom AG und CEO von T-Systems
Produktiver, schneller, effizienter, sicherer – Werkzeuge und Methoden, mit denen Unternehmen wirtschaftlicher arbeiten können, bietet die Digitalisierung in enormer Varianz. Dafür sind etwa Blockchain, Mobile Payment oder Predictive Maintenance nur ein beispielhafter Ausschnitt. Das ermöglicht neue Geschäftsmodelle und die Chance, nicht nur im eigenen Markt erfolgreicher zu sein, sondern in neuen Wettbewerbsumfeldern zu agieren. Doch der Weg, den jeder Gedanke, jede neue Idee, jeder Prozess dafür nehmen muss, erfolgt über ein Netz. Dort setzt Digitalisierung an – und nicht erst bei Algorithmen, Sensoren, Aktoren, Bits und Bytes.
Autohersteller zum Beispiel wollen heute Mobilitätsdienstleister werden, sprich Serviceunternehmen für Mobilität. Das ist ein neues Rollenverständnis und verlangt eine Veränderung des traditionellen Geschäftsmodells. Zwei Trends werden sich hier gravierend auswirken: die E-Mobilität und autonomes Fahren. Beides wird ohne künstliche Intelligenz (KI) und intelligente Vernetzung nicht auskommen. Damit aber KI als Technologie an sich funktioniert, darf das Netz nie zum Showstopper werden.
Ist die Batterie künftig das Herz des Fahrzeugs, dann ist die Software das Gehirn. Und je autonomer die Assistenzsysteme oder die Fahrzeuge agieren sollen, desto mehr Intelligenz, also lernende Software, wird notwendig sein. Damit Autos via Sensoren im Bruchteil einer Millisekunde mit superschnellen Netzen der neuen Generation interagieren und erst so das voll automatisierte Fahren ermöglichen können. 5G, einer der Schwerpunkte dieses Hefts, ist die Basis dafür.
Doch wer organisiert die Verknüpfung von Cloud- und Edge-Computing, um die nötige Rechenleistung – Stichwort Latenzzeiten – buchstäblich an die Straße zu bringen? Woher kommen die Rechenzentren, die eine deutlich höhere Kapazität bieten müssen als die weltweiten Data Center heute? Wer managt die extrem skalierbaren Cloud-Plattformen und unterschiedlichsten Netzwerktechnologien dahinter? Außer Fragen wie diesen werden quasi nebenbei schon bis 2020 die Integration vom 25 Milliarden Endgeräten, Maschinen und Sensoren in die Welt des IoT, aber auch der Einsatz verteilter Technologien und die wachsende Cyberkriminalität die Komplexität der Systeme insgesamt massiv erhöhen. Damit wird klar: Die Anforderungen, die eine Digitalisierung an reibungslos funktionierende, sichere Netze stellt, steigen. Die Möglichkeiten der Digitalisierung auch tatsächlich auszuschöpfen – das wird sich auf den bestehenden Netzen nicht realisieren lassen.
Die Antwort sehen wir von T-Systems in einem hochintegrierten, selbstlernenden System. Einem System, dessen Netzwerkstruktur sämtliche Ressourcen und Prozesse mit einem hohen Automatisierungsgrad ganzheitlich, intelligent steuert.
Mit anderen Worten: in einem softwarezentrierten Modell des intuitiven Netzes neuer Möglichkeiten.
Herzlichst Ihr
Reinhard Clemens