Thomas Novotny von T-Systems zeigt mit HDS19, wie Unternehmen Prozesse und Produkte durch Digitalisierung verbessern.
Arbeitsplatz der Zukunft

HDS19 – „Heute ist Zusammenarbeit live“

Thomas Novotny, CTO Innovation, und Sahan Koeroglu, Account Executive T-Systems, sprechen über die Digitalisierung mit der Cloud-Plattform HDS19.
HDS19 – das digitale Workshop-Format
Die Krawatte ablegen, das Papier durch ein Tablet ersetzen – so beginnt der Digitalisierungsworkshop „HDS19“ im Innovation Center von T-Systems.
Blickwinkel: Herr Novotny, in Ihren Workshops zeigen Sie, wie die Digitalisierung Produkte und Prozesse in Unternehmen verbessern kann. Nun haben Sie sogar den Workshop selbst digitalisiert. Das Stichwort dafür lautet „HDS19“. HDS steht für „Hybrid Digital Services“. Was steckt dahinter?
Thomas Novotny: Die Digitalisierung und die Geschwindigkeit der IT nehmen so rasant zu, dass alte Technologien einfach nicht mehr mitkommen und neue in den Markt drängen. Das heißt, die Digitalisierung des Marktes treibt Innovationen extrem schnell voran. Die Cloud-Plattform HDS19 unterstützt unsere Kunden dabei, das Thema besser zu verstehen und mit uns diesen Weg zu gehen.
Blickwinkel: Für Ihre Workshops zum Thema Digitalisierung haben Sie früher – ganz analog – einen Moderationskoffer benutzt?
Novotny: Ja, den hatte ich immer dabei. Ich habe ganz klassisch Pins gemacht und mit den Teilnehmern zusammen Flipcharts beklebt.
Blickwinkel: Eigentlich nur konsequent, dass Sie diesen Koffer jetzt digitalisiert haben.
Novotny: Ja, weil es heute technisch möglich ist. Ich habe alle Tools, die ich den Kunden vorstelle, live zur Verfügung und kann sofort darauf zugreifen. Für die Workshop-Teilnehmer ist das deutlich spannender, als wenn jemand vor einer PowerPoint steht oder am Flipchart etwas aufschreibt – was die Zuschauer dann oft noch nicht einmal lesen können.
Blickwinkel: Die Cloud-Plattform HDS19 löst dieses Problem: Teilnehmer können Charts, Bilder, sogar Videos von überall hinzufügen und damit für alle sichtbar machen. Der Workshop HDS19 funktioniert nach dem Prinzip des „Consultative Selling Approach“. Was muss man sich darunter vorstellen, Herr Novotny?
Novotny: Die Workshop-Teilnehmer identifizieren selbst eine Herausforderung in ihrem Unternehmen und entwickeln dazu einen Lösungsansatz – wir nennen das die Keimzelle. Hier geht es beispielsweise um Kosten, Sicherheit oder Software, für die wir passende Cloud-Lösungen suchen. In der Regel kann der Kunde diese Lösungsansätze nach nur drei Wochen bereits im Unternehmen erproben. Später entstehen daraus einzelne Softwarebausteine oder Prozesse (Module), mit denen das Unternehmen initiale Herausforderungen bewältigen kann. Auf diese Art haben wir in diesem Jahr gemeinsam mit Kunden schon 21 neue Module entwickelt, die sich kontinuierlich ausbauen lassen.
Blickwinkel: Für viele Kunden steht HDS19 für Flexibilität und Agilität. Wofür noch?
Novotny: Collaboration via Cloud bedeutet für unsere Kunden orts- und zeitunabhängiges Arbeiten. Zudem müssen die Unternehmen nicht mehr so viel IT-Expertenwissen vorhalten, da nun der Cloud-Anbieter dafür zuständig ist. Wir bringen die Leute in unseren Digitalisierungs-Workshops tatsächlich weltweit in die Cloud, lassen sie ein Thema gemeinsam live erleben und miteinander bearbeiten. Und das ist eben die Faszination, das begeistert die Leute. Sie müssen nicht mehr reisen, sie warten nicht mehr am Flughafen.
Blickwinkel: Der Workshop richtet sich an Mitarbeiter aller Ebenen. Vorstände, Teamleiter und Endanwender erleben hier Digitalisierungslösungen aller Art. Können Sie Beispiele nennen, Herr Koeroglu?
Sahan Koeroglu: Ja, HDS19 eignet sich für eine ganz breite Teilnehmerschaft und auch für viele verschiedene Branchen. Ganz besonders im Versicherungssegment, weil viele Außendienstmitarbeiter sehr schnell auf Daten zugreifen wollen. Ebenso für Banken, die kurzfristig auf bestimmte Impulse in unterschiedlichen Segmenten reagieren müssen. Nicht zuletzt findet HDS19 auch in der Automobilindustrie großen Anklang. Hier sind Unternehmen gefordert, innerhalb kürzester Zeit auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen.
Blickwinkel: Experten sagen: Wer digitalisieren will, sollte von vornherein wichtige Eckpunkte wie Security, Endgeräteunabhängigkeit und moderne Collaboration-Tools mitdenken. Was noch?
Novotny: Es geht darum, für das eigene Unternehmen passende Lösungen zu finden, mutig zu sein und nicht nur bei den anderen abzuschauen. Natürlich spielen dabei auch Investitionen – und zwar sinnvolle – eine wesentliche Rolle. Denn es macht wenig Sinn, nur bruchstückhaft einzelne Bereiche zu digitalisieren. Beispielsweise gilt es, alle Endgeräte in die Zusammenarbeit einzubeziehen und sie – wie die Digitalisierung generell – für die eigenen Ideen, Prozesse und Herausforderungen zu adaptieren und nutzbar zu machen. So profitieren alle Mitarbeiter und alle Kunden von der Digitalisierung.

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