Mit Videokonferenzen schrumpfen Distanzen
Arbeitsplatz der Zukunft

Per Videokonferenz um den Globus

Digitalisierung verkürzt Distanzen: Forscher der Freien Universität Berlin tauschen sich mit Wissenschaftlern aus aller Welt per Videokonferenz aus.

Zeit und Geld sind leider auch an Unis knapp. Deshalb ersetzen Forscher der Freien Universität Berlin viele Dienstreisen jetzt durch Videokonferenzen.

Moderne IT schafft Nähe. Für den Austausch mit Forscherkollegen aus aller Welt nutzt die Freie Universität Berlin verstärkt Videokonferenzen.
Zwischen Neu-Delhi und Berlin liegen 5.779 Kilometer. Bedeutet: über zehn Stunden Flug, Jetlag und enorme Kosten. Viel Aufwand für eine kurze Besprechung der jüngsten Projektergebnisse. „Als internationale Netzwerkuniversität leben wir von unseren vielfältigen Kontakten zu Hochschulen und Organisationen im In- und Ausland“, sagt Torsten Prill, Direktor des Hochschulrechenzentrums der Freien Universität Berlin. Gleichzeitig arbeiten die Wissenschaftler genau wie Mitarbeiter anderer Branchen unter Zeit- und Kostendruck. Damit sie auch künftig in permanentem Austausch mit Forschern aus New York, Kairo, São Paulo oder Peking bleiben, nutzen sie jetzt verstärkt Videokonferenzen.

Videokonferenz starten per Mausklick

Wenige Mausklicks genügen für eine Besprechung mit Kollegen aus aller Welt. „Sie können eine Videokonferenz heute so einfach starten, als würden Sie zum Telefonhörer greifen“, so Prill, der sich auch als Finanzvorstand im Verein der Rechenzentrumsleiter Zentren für Kommunikation und Informationsverarbeitung in Lehre und Forschung (ZKI) engagiert. „In wenigen Sekunden erreichen Sie Ihre Kollegen auf diesem Weg – egal, wo diese sich auf der Welt befinden.“ Das erleichtert die internationalen Partnerschaften enorm. 

Mehr Nähe als per Telefon

Videokonferenzen schlagen traditionelle Telefonkonferenzen um Längen. Schließlich ist es ein menschliches Grundbedürfnis auch zu sehen, mit wem man es gerade zu tun hat. Prill: „Es macht einfach Spaß, mit jemandem nicht einfach nur zu telefonieren, sondern ihn auch zu sehen.“ Bereits 2013 hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in einer Studie nachgewiesen, dass Videokonferenzen die Arbeitsatmosphäre verbessern und die Kreativität der Teams steigern.

Einfache Zusammenarbeit durch Unified Communications

Welches Endgerät die Forscher für ihre Videokonferenzen nutzen, bleibt ihnen überlassen. Denn die Cisco-basierte Anwendung läuft im Hochschulrechenzentrum in Berlin-Dahlem und ist über das IP-Netz der Universität verfügbar. An manchen Arbeitsplätzen steht den Mitarbeitern ein IP-Telefon zur Verfügung, das einem Tablet ähnelt und auch als Computerbildschirm dient. Es vereint Videotelefonie, Voice-over-IP-Telefonie, Chat und weitere Anwendungen. Mit dieser Unified-Communications-Lösung vereinfacht die Universität die weltweite Zusammenarbeit und beschleunigt Projektabläufe.
Mit Videokonferenzen schrumpfen Distanzen
Welches Endgerät die Forscher für ihre Videokonferenzen nutzen, bleibt ihnen überlassen, denn die Cisco-basierte Anwendung ist über das IP-Netz der Universität verfügbar.

Mitarbeiter aus aller Welt an einem Tisch

Der zentrale Konferenzraum ist mit dem Hochleistungs-Videokonferenzsystem MX 700 von Cisco ausgestattet. Dessen Großbildschirme vermitteln den Eindruck, man säße mit den Kollegen aus Moskau und Sydney an einem Tisch. Die Kameras erkennen, wer gerade spricht, und folgen dem Sprecher automatisch. Aber selbst mit ihren mobilen Endgeräten können die Forscher standortunabhängig Videokonferenzen starten. Besonders wichtig: Die Lösung lässt sich ganz flexibel mit anderen Videosystemen koppeln.

Zukunftssicheres IP-Netz

Grundlage der neuen Weltläufigkeit ist ein modernes IP-basiertes Hochschulnetz. T-Systems hat dazu auf dem Campusgelände mehr als 1.800 Hotspots eingerichtet, die den drahtlosen Zugriff auf das Highspeed-Internet ermöglichen. 7.000 Mitarbeiter und fast 36.000 Studierende surfen mit bis zu 877 Megabit pro Sekunde. Mit dem IP-Netz können künftig weitere Anwendungen – wie zum Beispiel Virtual-Reality-Lösungen – umgesetzt werden.

Weitere Beiträge