Mit moderner IT für den öffentlichen Sektor können Behörden digitalen Herausforderungen begegnen und effizienter arbeiten.

IT bringt den öffentlichen Sektor voran

Der technologische Fortschritt durchdringt alle Lebenswelten und Branchen: Autos werden zu Connected Cars, Stromnetze zu Smart Grids und Uhren zu Smartwatches. Zwei Drittel der Deutschen nutzen bereits ein Smartphone und dies längst nicht nur zur Kommunikation, sondern gleichzeitig als Kamera, News-Medium oder zur Navigation (Bitkom, 2015). Kurzum: Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft und damit die Art und Weise, wie Menschen leben, arbeiten, kommunizieren und konsumieren. Auch im öffentlichen Sektor nimmt die IT dadurch einen maßgeblichen Stellenwert ein, muss mitwachsen und sich transformieren – sei es in der Verwaltung, im Bereich der inneren sowie äußeren Sicherheit, im Gesundheitswesen oder in Wissenschaft und Forschung. Selbst Kirchen und soziale Einrichtungen sind vom digitalen Wandel betroffen.

Schnell, innovativ und nah an den Menschen

Diese Entwicklung bringt völlig neue Herausforderungen mit sich. Behörden, ob auf Bundes-, Länder- oder kommunaler Ebene, sehen sich mit den steigenden Ansprüchen der Bürger an die angebotenen Dienstleistungen konfrontiert. Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) hingegen müssen eine übergreifende Zusammenarbeit und neue Bedrohungsszenarien wie Cyber-Kriminalität oder weltweit organisierte Kriminalität bewältigen. Das alles bei rückläufigen IT-Budgets und steigenden Effizienzanforderungen.
Gleichzeitig bietet die Digitalisierung nie dagewesene Chancen, sei es durch neue Plattformen und Anwendungen für die digitale Interaktion mit Bürgern, effizientere und integrierte Prozesse oder IT-gestützte Analysen in der Wissenschaft. In vielen Bereichen ist zudem eine internationale Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg, beispielsweise im Krisen- und Katastrophenmanagement oder bei der inneren wie äußeren Sicherheit. Innovative Kommunikations-, Kollaborations- und Cloud-Dienste bieten hier völlig neue Möglichkeiten, um vernetzt zu agieren und die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu meistern.

Vernetzung für ein starkes Europa

So wird auch die europaweite Vernetzung und Zusammenarbeit im öffentlichen Sektor durch die IT beflügelt. Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der EU ist nicht nur eine starke Ökonomie, sondern auch eine nachhaltige Politik gefragt. Das Thema Smart City, unter dem alle Aktivitäten und Maßnahmen für eine zukunftsfähige, digitale und vernetzte Stadtentwicklung subsumiert werden, steht hier an erster Stelle. Ganzheitliche Digitalisierungskonzepte werden daher in ganz Europa gefordert und gefördert. Doch besonders im internationalen Vergleich hinkt Deutschland bislang hinterher, beispielsweise im Bereich E-Government: Online-Firmengründung? Digitale Anträge? Häufig sind solche Angebote in Deutschland unbekannt, werden als zu kompliziert empfunden oder fehlen noch komplett. Nur 39 Prozent der Bundesbürger nutzen derzeit digitale Dienste dieser Art – in Schweden sind es fast doppelt so viele (E-Government-Monitor, 2015). 

Digitalisierung im Bereich Public vorantreiben

Wenn es also um Digitalisierung und den Einsatz neuester IT geht, besteht im öffentlichen Sektor noch enormer Nachholbedarf. Jetzt gilt es daher aufzuholen. Neben branchenspezifischen ICT-Lösungen und dem weiteren Ausbau moderner Netzinfrastrukturen, spielen dabei vor allem skalierbare Ressourcen aus der Cloud eine immer größere Rolle. Als wichtiger Partner bei der Neugestaltung von Prozessen, muss die IT künftig daher noch stärker in die Modernisierung des öffentlichen Sektors integriert werden. Denn: Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und auch auf internationaler Ebene bestehen zu können, ist der Weg zu einer digitalen öffentlichen Hand unausweichlich.