Campus-Netze auf LTE- oder 5G-Basis
Herausforderungen

Mobilfunk: Der Möglichmacher für anspruchsvolle Funkverbindungen

LTE und 5G liefern leistungsfähige Funkverbindungen auch für private Firmennetze.

  • Hohe Ansprüche an Funkverbindungen durch Industrie 4.0
  • LTE überzeugt als IoT-Netz mit hoher Performance
  • Fließende Entwicklung zu 5G
  • Quality of Service in privat nutzbaren Mobilfunknetzen
  • Perfekte Ergänzung zu WLAN
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Carl-Bryan Wills
Carl-Bryan Wills

Business Development 5G

Per LTE oder 5G vernetzen Unternehmen Maschinen und Geräte schnell, zuverlässig und sicher

Das Internet der Dinge (IoT) hilft Unternehmen, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Das bestätigten in einer Umfrage des Forschungsinstituts Forbes Insight 60 Prozent der Unternehmen weltweit. Ganz vorne dabei: der Industriesektor. Um dies zu ermöglichen, muss die Netzverbindung zwischen den vernetzten „Dingen“ und dem Backend-Server den Anforderungen des Use Cases entsprechen – und die können variieren: Daten für ferngesteuerte Maschinen müssen extrem schnell und zuverlässig übertragen werden. Eine Smart Factory braucht zudem ein Netz, das eine hohe Zahl an Endgeräten gleichzeitig unterstützt. Und alle diese Anforderungen werden zunehmend auch mobil – damit werden Funkverbindungen statt klassischer Verkabelungen immer wichtiger. Der heutige Mobilfunkstandard LTE-Advanced (4G) erfüllt diese vielfältigen Ansprüche: mit Datenraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde, Latenzen von ca. 20ms Millisekunden und Konnektivität für bis zu 10.000 Geräte pro Quadratkilometer.

Die Entwicklung von 4G zu 5G

Die Performance des Mobilfunknetzes wird weiter steigen, denn die Standardisierungsorganisation 3GPP veröffentlicht stetig neue Mobilfunkstandards. So erschien im Dezember 2017 die erste Spezifikation für 5G New Radio, das Mobilfunkprotokoll der nächsten Generation. Hinter dem Begriff 5G verbergen sich aber auch neue Technologien für das Kernnetz. So verwandelt sich das heutige LTE-Netz Schritt für Schritt in das 5G-Netz der Zukunft. Davon profitieren auch IoT-Geräte: Heute basieren laut des Ericsson Mobility Reports 88 Prozent der Wide-Area-Verbindungen im Internet der Dinge auf Mobilfunk.

Quality of Service auch auf der Funkstrecke

Die Mehrheit der vernetzten „Dinge“ kommuniziert jedoch im Nahbereich. Hier entscheiden sich IoT-Entwickler in fast der Hälfte der Fälle für WLAN als Funktechnologie, so eine Umfrage der Software-Entwicklungsplattform Eclipse. Das könnte sich allerdings zeitnah ändern, vor allem im Business-Bereich: Der Mobilfunk erobert dank seiner höheren Übertragungsqualität auch Corporate LANs und ergänzt bestehende Ethernet LANs und Enterprise WLANs. Das Besondere: Handelt es sich um ein privat nutzbares Mobilfunk-Campusnetz, lassen sich Funkverbindungen festgelegter Qualität (QoS) realisieren. Dies ist erfolgskritisch für viele Anwendungen – und mit WLAN meist nicht möglich.
Unternehmen können ein LTE- oder 5G-Campusnetz als Managed Service buchen und so vom KnowHow und von Skaleneffekten eines erfahrenen Partners profitieren. Besonders geringe Latenzen – etwa für die Fernsteuerung von selbstfahrenden Transportsystemen – erreichen sie, wenn sie ein Mobilfunk-Campusnetz mit einer lokalen Edge Cloud kombinieren. Diese verarbeitet alle Daten direkt auf dem Campus und die Daten bleiben lokal.
Neben der Nutzung des privaten Funknetzes besteht in spezifischen Ländern zusätzlich die Möglichkeit, über die Campus-Funkinfrastruktur das Signal des öffentlichen Mobilfunknetzes auszustrahlen. Dieser „dual slice“-Ansatz bietet eine wesentlich verbesserte Versorgung mit dem öffentlichen Netz auch innerhalb von Gebäuden.

Diese IoT-Szenarien machen Mobilfunk-Campusnetze möglich

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LTE-Campusnetz bei OSRAM

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