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Bis zu 1.000 SAP-Changes übers Wochenende

Wie es IT-Teams durch Automation und Standards gelingt, Effizienz, Produktivität und Qualität gleichermaßen zu verbessern

16. Juni 2021Lars Micheel

SAP-Systeme aller Couleur managen

Während sich unser erster Beitrag mit den Grundlagen der IT-Automatisierung befasste, blicken wir jetzt hinter die Kulissen: 10.000 SAP-Instanzen, diverse Releases, Betriebssysteme und Datenbanken – so heterogen sind die von T-Systems betreuten SAP-Landschaften. Rein manuell wäre ihr Betrieb nicht zu stemmen, der Aufwand zu groß. Automatismen und Standards helfen, die Systeme kosteneffizient und sicher zu managen.

Monitoring-Suite sorgt für Rundumblick

Ein animiertes Warndreieck in Blau

Um individuelle Kundeninstallationen effizienter zu überwachen, entwickelt T-Systems seit Jahren eigene Tools und Plattformen wie die Systems Management Suite (SMS). Diese überwacht allein auf Applikationsebene 350 SAP-Parameter in Echtzeit, meldet Vorfälle und stößt entsprechende Reaktionen an. Und agiert dabei proaktiv: Durch ein Frühwarnsystem lassen sich mögliche Probleme – wie fast voll gelaufene Laufwerke oder Datenbanken oder eine notwendige Hardwarewartung – frühzeitig erkennen und beheben. Ein solches Vorgehen trägt erheblich dazu bei, Stillstände zu vermeiden.

Backups automatisch steuern

Neben der Systems Management Suite (SMS) erleichtert zusätzlich das Tool-Framework für Datenkonsistenz, Backup und Restore den SAP-Betrieb. Es basiert auf unserer langjährigen Erfahrung mit SAP-Private-Cloud-Projekten und ermöglicht auch in der Public Cloud eine zuverlässige Sicherung sowie die Recovery-Fähigkeit von Datenbanken wie Oracle, Sybase oder SAP HANA.

Und so funktioniert das Tool: Die Backups laufen automatisch im Hintergrund, Zeitpunkt und Umfang lassen sich über das Multi-Hybrid-Cloud-Portal von T-Systems steuern. Läuft das Backup nicht wie es soll, erzeugt die Software eine Fehlermeldung. Anhand zuvor definierter Regeln startet das Tool das Backup automatisch entweder direkt neu oder holt es nachts nach, um die Performance des betroffenen Systems im Tagesgeschäft nicht zu schmälern.

Jährlich 1.000 SAP-Transformationsprojekte

Jedes Jahr begleiten wir mehr als 1.000 Kunden auf ihrem Weg zum intelligenten Unternehmen mit einem umfassenden Ende-zu-Ende-SAP-Angebot – von der Beratung über die Transformation bestehender SAP-Systeme auf SAP S/4HANA bis hin zu Application Management und Serviceintegration im laufenden Betrieb. Wie wir dabei vorgehen, berichtet Uwe Birkenhauer, PU SAP Chapter Lead Portfolio Management bei T-Systems, im Video.

Immer auf dem neuesten Stand

In der Regel erhalten SAP-Systeme alle drei Monate neue Patches. Bei unseren rund 10.000 Kundensystemen spielen wir daher jährlich mindestens 40.000 Patches ein, hinzu kommen Updates und aufwendige Release-Umstellungen. Um den damit verbundenen Aufwand zu reduzieren, haben wir 40 SAP-Changes mithilfe standardisierter Skripte und Workflows automatisiert. Dazu zählen Betriebssystem-Patches, Datenbank-Upgrades oder SAP-Kernel-Updates. Anstatt hier selbst Hand anzulegen, überwachen unsere Admins die Abläufe nur noch über das Cloud Automation Management Portal (CAMP). So lassen sich Fehler vermeiden und Änderungen schneller umsetzen – zwischen 800 und 1.000 Changes an einem Wochenende.


Achtung Wartungsmodus!

Ein Mann sitzt in einem grauen Poloshirt vor zwei Computerbildschirmen

Betriebssystem-Updates und die damit verbundenen Prozesse lassen sich besonders gut automatisieren. Die betroffenen Systeme fahren selbstständig herunter, aktualisieren sich und starten neu. Gleichzeitig muss das System in der Monitoring-Lösung in den Wartungsmodus rücken, sodass beim Herunterfahren keine Fehlermeldung auftritt. Nach dem Update wird das System wieder in den Produktivstatus versetzt.

Oracle-Upgrade in zwei Stunden

Ein Upgrade von Oracle-Datenbanken eignet sich ebenfalls sehr gut für eine Automatisierung. Nachdem klar war, auf welches Release ein Kunde mit dem nächsten Patch umsteigen möchte, mussten die Admins bisher SAP-Dokumentationen wälzen und mit umfangreichen Tests prüfen, ob alle Systemkomponenten mit der neuen Version kompatibel sind.

Diesen Vorgang haben wir automatisiert, indem wir für alle Releasestände zentrale Standards definiert und die Kompatibilität mit verfügbaren Plattformen getestet haben. Mit dem zentralen Patch Repository brauchen wir für ein Oracle-Upgrade nur noch zwei Stunden statt einen Tag. Die gewonnene Zeit nutzen die Admins unter anderem dazu, die Systeme weiterzuentwickeln.

Die Qualität hochhalten

Die Beispiele zeigen: Automatisierung reduziert nicht nur manuelle Prozesse, sondern erhöht auch die Qualität und Verfügbarkeit. Ein reibungsloser Ablauf hängt nicht mehr von einzelnen Admins ab, sondern basiert auf Best Practices für den SAP-Betrieb. Da wir alle Automatisierungen im weltweiten operativen Betrieb nutzen, können wir überall die gleichen hohen Qualitätsstandards erreichen.

Und wie geht´s weiter? Im nächsten Artikel beschäftigen wir uns mit der Migration von SAP-Systemen in die Private oder Public Cloud. Wir zeigen, wie mit unserem Cloud Migration Framework ein unkomplizierter Betriebsübergang gelingt, worauf es beim Migrieren von Unternehmensdaten ankommt und wie sich SAP-Landschaften mittels Automatisierung und Standards zukunftssicher aufstellen lassen.

Zum Autor
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Lars Micheel

Head of SAP Solution Delivery, T-Systems International GmbH

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