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Eine Wiese auf einem Berg. Im Hintergund steht ein kleines Haus.

Wertschöpfungsketten nachhaltig ausrichten

Innovativer Showcase zeigt, wie Unternehmen den Übergang zur ressourceneffizienten Wirtschaft erfolgreich meistern

12. Oktober 2022Andreas Schmidt

Nachhaltige Wertschöpfung auf den Punkt gebracht

Nicht erst seit dem aktuellen Dürresommer steht Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda vieler SAP-Anwender: Gesellschaftlicher Druck und gesetzliche Vorgaben erfordern einen zügigen Übergang zur ressourceneffizienten Wirtschaft. Welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt und wie T-Systems zur nachhaltigen Ausrichtung der Lieferkette beiträgt, zeigt das Beispielszenario „Connected Greenhouse 2.0 Coffee“.

Nachhaltigkeit: von der Kür zur Pflicht

Die EU-Flagge fotografiert vor dem Himmel

Das Ziel steht: 2050 soll die Europäische Union (EU) klimaneutral sein. Entsprechend brennt das Thema Nachhaltigkeit auch SAP-Anwendern unter den Nägeln. Denn die Zeit drängt: Schon 2030 sollen der Ausstoß von CO2 im Vergleich zu 1990 mehr als halbiert werden. Als wäre das nicht anspruchsvoll genug, legt der Gesetzgeber für Unternehmen jetzt noch eine Schippe drauf. Schon 2023 tritt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft. Es verpflichtet Unternehmen, Verantwortung für das menschenrechtskonforme Verhalten ihrer Mitarbeitenden und Geschäftspartner zu übernehmen. Denn auch soziale Aspekte gehören laut Vereinten Nationen zum nachhaltigen Wirtschaften.

Um in puncto Nachhaltigkeit sämtlichen Anforderungen gerecht zu werden, müssen Unternehmen umdenken und ihre Supply Chains ökologisch ausrichten. Die Digitalisierung liefert dafür wichtige Hebel: Digitale Lösungen und Services von T-Systems helfen beispielsweise, die CO2-Emissionen entlang der gesamten Lieferkette zu senken.

Klimarelevante Daten effizient managen

Wie das funktioniert, verdeutlicht der T-Systems „Connected Greenhouse 2.0 Coffee“-Showcase. Er zeigt am Beispiel einer Kaffeeproduktion auf, wie die Verknüpfung innovativer Technologien die Berechnung des CO2-Fußabdrucks entlang der Wertschöpfungskette – von der Aufzucht der Kaffeepflanzen bis zum Verkauf – automatisiert und erleichtert.

Die erforderliche Basis schafft die Cloud2Cloud-Integration der T-Systems Cloud of Things und der SAP Business Technology Platform (SAP BTP). So können SAP-Kunden mithilfe von Technologien wie IoT, Blockchain oder Künstliche Intelligenz klimarelevante Daten automatisiert sammeln und im eigenen SAP-Backend per Knopfdruck berechnen. Anwendungen wie SAP Sustainability Control Tower oder SAP Product Footprint Management liefern die dafür erforderlichen Tools.

Das schafft ideale Voraussetzungen, um Emissionen des Produktlebenszyklus kontinuierlich im Blick zu behalten, Optimierungsmaßnahmen bei Bedarf zeitnah einzuleiten und den Anforderungen an unternehmerischen Verantwortung verlässlich gerecht zu werden.

Entscheidungen fundierter treffen

Ein Mann röstet Kaffee an einer großen Maschine

So können beispielsweise die Betreiber unserer fiktiven Kaffeeplantagen ihren Pflanzen mithilfe innovativer Anwendungen eine optimale Wachstumsumgebung bieten. Dazu sammeln IoT-Devices Informationen zu Bodenbeschaffenheit sowie Luftfeuchtigkeit und übermitteln diese in Echtzeit an den digitalen Zwilling im SAP-Backend, wo die Daten automatisch analysiert werden.

Ist der Boden zu trocken? Regnet es? Müssen Nährstoffe zugesetzt werden? Wer als Kaffeeproduzent über derartiges Know-how verfügt, kann seine Bewässerungsanlagen gezielt aktivieren oder drosseln – und so den Wasserverbrauch passgenau steuern. Das schlägt nicht nur beim Umweltschutz, sondern auch bei den Produktionskosten positiv zu Buche. Immerhin ist Wasser inzwischen längst nicht mehr nur im globalen Süden ein kostbares – und entsprechend teures – Gut.

Nachhaltige Lieferketten regelkonform gestalten

Zugleich trägt das integrierte Angebot zu einem nachhaltigen Supply Chain Management (SCM) bei. In unserer fiktiven Kaffee-Wertschöpfungskette kommt dazu die Blockchain-Technologie zum Einsatz. Sie liefert das Fundament, um relevante Informationen zuverlässig, transparent und manipulationssicher zu verarbeiten und zu speichern. Zu jeder Charge werden Produktions-, Liefer- oder Herkunftsdaten in die Blockchain geschrieben, mithilfe kryptografischer Verfahren verkettet und regelmäßig synchronisiert. Das gewährleistet ein Höchstmaß an Transparenz und Manipulationssicherheit, reduziert Risiken und verbessert zugleich die CO2-Bilanz.

Denn wir nutzen für unsere Smart Contracts die Ethereum PoS-Technologie. Und die benötigt für die Erstellung der Blockchain-Einträge nur minimal Energie. Das Ausdrucken, Abheften und Archivieren papierbasierter Liefer- und Vertragsdokumente ist damit Schnee von gestern. Ein Riesenschritt in Richtung nachhaltiges Lieferkettenmanagement. Schließlich belastet die Herstellung von Papier die Umwelt immens.

Gutes Klima für Innovationen

All das zeigt: Um die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens nachhaltig auszurichten, braucht es nahtlos integrierte, digitale Prozesse, State-of-the-art-Technologien und vor allem kompetente Partner. Denn das Thema Sustainable Supply Chain Management ist hochkomplex.

Auch deshalb empfehlen wir unseren Kunden, nicht gleich das ganz große Rad zu drehen. Besser ist es, Nachhaltigkeitskonzepte schrittweise umzusetzen und zunächst einen klar abgegrenzten Bereich in den Fokus zu rücken. Im Rahmen eines Proof of Concepts lassen sich so innerhalb weniger Wochen erste Ergebnisse erzielen.

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Andreas Schmidt

Andreas Schmidt

Offering Manager im Portfolio Management SAP, T-Systems International GmbH

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