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Detailbild eines Ladesteckers einer E-Ladestation in einem Auto

Damit E-Mobility nicht ins Stottern gerät

Der Ladenetzbetreiber Comfort Charge sorgt mit dem SAP-Know-how von T-Systems für transparente Abrechnungsprozesse und jederzeit volle Akkus.

E-Mobility kommt – langsam, aber gewaltig. Stand August 2021 rollten schon fast 1.000.000 elektrisch betriebene Fahrzeuge über Deutschlands Straßen. Im Jahr zuvor stieg allein die Zahl der neu zugelassenen PKW mit reinem Elektroantrieb um 206 Prozent. Im Ergebnis hatten damit laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg bereits 13,5 Prozent aller in Deutschland zugelassenen Neuwagen einen elektrischen Antrieb.

Bedarf von 440.000 Ladestationen

Ein Parkplatz für Elektro-Autos mit dem Symbol für eine Ladestation

Kein Wunder also, wenn KBA-Präsident Richard Damm feststellt: „Die E-Mobilität ist in der Mitte der mobilen Gesellschaft angekommen. Positive Nutzererfahrungen, verlässliche Technologien und ein wachsendes Angebot erleichtern den Umstieg in die E-Mobilität“. Hält der Zulassungstrend von E-Autos an, so die Zuversicht des Behörden-Chefs, „kann das von der Bundesregierung formulierte Ziel von 7 bis 10 Millionen zugelassenen Elektrofahrzeugen in Deutschland bis zum Jahr 2030 erreicht werden“.

Das klare Bekenntnis der Automobilindustrie verleiht der Elektromobilität zusätzlichen Schub. Beispiel Volkswagen: Mit einem Anteil am Bestand der rein elektrischen PKW von 20,2 Prozent liegt das Unternehmen in Deutschland vor Renault (18,1 %), Smart (11,6 %) und Tesla (11,1 %) vorn. Zur Wahrheit gehört aber auch: Für ‚unterwegs‘ quasi standen E-Autobesitzern Ende September dieses Jahres laut Statista bundesweit 23.800 Ladestationen zur Verfügung. Doch der rasant wachsende E-Verkehr soll auch am Ende dieser Dekade reibungslos fließen können. 

In den 60er-Jahren sorgten nicht zuletzt Tankstellenketten wie Gasoline, Texaco und DEA in Deutschland dafür, dass die TV-Werbung für VW-Käfer in 30 Sekunden schlicht 13 (!) Mal versichern durfte: „Er läuft und läuft und läuft und ...“. Damit für dessen strombetriebene Nachfolger auch in zehn Jahren das Gleiche gilt, braucht es nicht nur einen flächendeckenden Verbund von mehr als 400.000 weiteren Ladestationen. Es bedarf auch intelligenter Prozesse und Anwendungen, die im Hintergrund gleichermaßen für eine reibungslose Zusammenarbeit sowie transparente Abrechnungsprozesse der beteiligten Player sorgen.
Wenn gleichwohl auch der aktuelle Mobility Report 2022 vom Zukunftsinstitut Frankfurt zum Ergebnis kommt, „die E-Volution nimmt Fahrt auf“, hat das viel mit Unternehmen wie Comfort Charge in Bonn zu tun. 

Komplexes Billing

Als Charging Point Operator (CPO) betreibt das Unternehmen ein bundesweites Netz aus derzeit 160 Stationen mit bis zu 150 KW Ladeleistung. Diese Schnellladepunkte betanken ein Auto in durchschnittlich nur neun Minuten mit Strom für bis zu 100 km Fahrtstrecke.

Während Comfort Charge für die physische Infrastruktur verantwortlich zeichnet, Parkflächen zum E-Tanken aushandelt und sicherstellt, dass an den Ladestationen der Strom jederzeit reibungslos fließt, übernehmen E-Mobility-Provider (EMP) die Geschäftsabwicklung ab Ladesäule. Sie machen die Ladestationen für Privatkunden und gewerbliche Fahrzeughalter zugänglich, die sich via Ladekarten oder Apps an den Stationen identifizieren und den Ladevorgang starten können. Zusätzlich zu diesem Modell ermöglicht Comfort Charge Ad-hoc-Ladevorgänge, die bargeldlos per PayPal, Kreditkarte oder Mitgliedskarte eine Automobilclubs – und ohne Vertrag mit einem EMP – durchgeführt werden können. Das jedoch bedeutet, dass unterschiedlichste Bezahl- und Identifikationssysteme zum Einsatz kommen.

Allein damit verbundene Komplexität wirft die Frage auf, wie Mobility-Anbieter ihr Billing von E-Ladevorgängen transparent, schnell und zuverlässig gestalten können? Denn damit der Kunde am Ende eine transparente Rechnung erhält, müssen heterogene Daten aus diversen Quellen in einem System zusammenlaufen. Die zentrale Herausforderung liegt darin, so Comfort-Charge-Geschäftsführer Patrick Eberwein, „diverse und zum Teil sehr dynamische Datensätze unter einen Hut zu bringen: Die Preise der Stromlieferanten, die abgenommene Lademenge pro Säule, die individuellen Vertragsdaten eines EMP-Kunden sowie der Zugang zu Payment-Dienstleistern müssen integriert und übergreifend abgebildet werden. Dazu braucht es ein leistungsstarkes und zuverlässiges Backend – und eine Instanz, die das Clearing, also die Harmonisierung der Abrechnungsdaten gegenüber den E-Mobility-Providern übernimmt“.

Automatisierte Abrechnung

Eine Frau bezahlt an einer E-Ladesäule mit ihrer Kreditkarte

Um den hohen Anforderungen an das Clearing gerecht zu werden, hat Comfort-Charge gemeinsam mit T-Systems eine SAP-basierte Plattformlösung für das B2B-Geschäft realisiert. „Ein fortlaufendes Projekt“, so der SAP Solution Designer Gerhard Klein von T-Systems, „das gemeinsam mit der Infrastruktur und den Anforderungen von Comfort Charge wächst“. Das plattformbasierte und vollautomatisierte B2B-System dient zur Abrechnung von Ladedaten zwischen Comfort Charge und den verschiedenen E-Mobility-Providern – und schafft durch die Harmonisierung der oft heterogenen Daten aus den Systemen der kooperierenden EMPs stringente Finanzprozesse.

Doch der Markt um E-Mobilität birgt trotz seines großen Potenzials auch Unwägbarkeiten. Fakt ist, dass sowohl die Betreiber von Ladeinfrastrukturen als auch E-Mobility-Provider in der Lage sein müssen, die Kapazitäten schnell hochzufahren. „Das funktioniert nur reibungslos, wenn die Systeme im Hintergrund uneingeschränkt skaliert werden können. Mit unseren SAP-Services ist deren Bereitstellungsinfrastruktur als auch die Anwendung an sich sind nahezu beliebig erweiterbar“, so Gerhard Klein von T-Systems. 

Skalierbarkeit aber ist essentiell. Denn leistungsstarke Abrechnungslösungen wie die SAP-basierte Billing-Plattform bilden das Rückgrat einer verlässlichen und damit zukunftssicheren E-Mobility-Infrastruktur. Damit die Stromversorgung entlang deutscher Straßen nicht ins Stottern gerät und es anbieterunabhängig wieder heißt: er läuft und läuft und ... 

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Über den Autor

Thomas van Zütphen bewegt sich schon lange innerhalb der IT-/TK-Branche und übernimmt in diesem Zusammenhang die Rolle des Chefredakteurs für das T-Systems Kundenmagazin futurepractice (früherer Name „Best Practice“) seit 15 Jahren.

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