T-Systems Use Cases: Mit Einsatz und Erfahrung zum Top-Ergebnis: Entdecken Sie hier unsere Projekte.
Autos der Zukunft: Intelligente Lösungen unterstützen beim Aufbau der Kundenbeziehung bei steigenden Kundenanforderungen.
Automobilindustrie

Raus aus der digitalen Kriechspur

Deutschland ist Weltmeister – auch im Automobilbau. Mit einem Umsatz von 391,05 Milliarden Euro gingen 2013 mehr als 32 Prozent des weltweiten Umsatzes der Branche an Daimler, BMW und Volkswagen. Platz zwei blieb für Japan. Der dritte Rang ging nach Detroit.
Motoren des deutschen Erfolgs sind nicht zuletzt die Händler und Servicepartner. Für Vertrieb und Zufriedenheit der Kunden gleichermaßen entscheidend ist ihre Rolle in der zunehmenden Vernetzung von Autos, deren Herstellern und Fahrern. Doch vor allem den stationären Autohandel setzen Mobilitätskonzepte wie Carsharing, die Vertriebsplattform Internet und digitale Showrooms unter Druck. Bildeten 2010 in Deutschland noch knapp 8000 Autohäuser das Rückgrat des Vertriebs, erwartet das Institut für Automobilwirtschaft (IFA), dass sich deren Zahl bis 2020 auf 4500 nahe zu halbiert. In einem starken Wettbewerb stehen auch die 38500 Kfz-Servicebetriebe des Landes. Sie konkurrieren um statistisch gerade mal 80 Millionen Werkstattdurchläufe pro Jahr, öfter schauen die in Deutschland zugelassenen 43 Millionen Pkws gar nicht bei ihnen vorbei. Zu perfekt die – vor allem deutsche Technik, zu lästig die Besuche von Werkstätten und Showrooms, in denen an 16 Stunden pro Tag in der Regel kein Mitarbeiter zu erreichen ist.
Doch Beispiele für Händler und Werkstätten, deren klassische Kerngeschäftszeit kein Hindernis für Kundennähe und zusätzlichen Service sein muss, gibt es auch. Dort zählen allerdings Beacons, Bluetooth und Business-Apps zu den wichtigsten „Mitarbeitern“. Für den Kunden 24/7 verfügbar sind sie die Kanäle für Customer-Experience-Management-(CEM-)Anwendungen aus der Cloud.
Von den 7950 selbständigen Autohändlern vor fünf Jahren werden bis 2025 nur 4500 überleben.
Prof. Willi Diez, Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA)

Mobile Nachrüstlösung

Würden alle jährlich in Deutschland neu zugelassenen drei Millionen Pkws standardmäßig mit Internetschnittstellen ausgestattet, wären spätestens 2028 alle Autos im Lande vernetzt. Mit der eigenen Werkstatt zum Beispiel. Wer darauf nicht warten will, holt für sein Auto das Internet aus dem Stecker. CARLA, eine Adapterlösung, die den genormten Service-Port des Fahrzeugs permanent nach Ereignissen und Maschinendaten ausliest, passt für jeden Gebrauchtwagen, unabhängig von Fahrzeugtyp und -hersteller.
Über Bluetooth weitergeleitet ans Smartphone des Fahrers übernimmt eine App die Umwandlung der Daten in klare Diagnoseinformationen und sendet sie via Cloud-Plattform an die autorisierte Werkstatt. Dort hat der Händler jederzeit Zugriff auf den Datenbestand, kann sein eigenes CRM- und DMS-System anschließen und nötigenfalls einen Servicetermin mit dem Kunden vereinbaren und in seine Abläufe integrieren. So verkürzt die Lösung den Werkstattaufenthalt und erhöht die Betriebs- und Produktionszeit der Werkstatt.

Interaktive Serviceannahme

Ob zum anstehenden Serviceintervall oder außerplanmäßig– wer sein Auto in die Werkstatt bringt, erwartet zwei präzise Auskünfte: Was wird Wartung oder Reparatur kosten, und wann kann das Fahrzeug abgeholt werden? Was früher Tage dauern konnte – Stichwort: Kostenvoranschlag – ist mit sCHECK in wenigen Minuten erledigt. Mit der cloudbasierten, mobilen Serviceannahme- Lösung verabreden Werkstattkunde und Monteur beim gemeinsamen Rundgang um das Auto, welche Reparaturen durchgeführt und welche Ersatzteile bestellt werden müssen. Alle Angaben fließen per Fingertipp ins Tablet des Mechanikers, das via Datenbank des Händlers oder Herstellers alle Fragen beantworten kann: Liefertermin des Ersatzteils, Montage-Slot im Servicebetrieb, Endpreis inklusive Arbeitsstunden. Per Unterschrift von Kunde und Mechaniker wird der sCHECK abgeschlossen und die Ersatzlieferung im CRM-System der Werkstatt angestoßen.

Nachhaltiges Interesse

Ob auf dem Außengelände oder im eigenen Showroom – welche Besucher sich für welche Fahrzeuge interessieren, ist für Autohändler kaum transparent. Den Durchblick haben jedoch CEM-Lösungen wie ShowroomPROXIMITY, die als Vertical Solution in einer übergreifenden Cloud-Plattform Autofahrer, Händler, Werkstätten und OEMs miteinander vernetzen. Dabei erkennen iBeacons in den Ausstellungsfahrzeugen über eine App des Kunden, welchem Auto die Aufmerksamkeit gilt. Fahrzeugrelevante Informationen oder Preise bekommt der Kunde so auf Wunsch direkt vor Ort – auch außerhalb der Geschäftszeiten des Händlers – und kann aus der App heraus sofort eine Terminanfrage für eine Probefahrt stellen.
Kontakt
info.security[at]t-systems.com
T-Systems International GmbH