Der Markt für Glasverpackungen ist volatil: Stetig neue Produktlinien und Diversifikation erfordern eine flexible IT.
Verpackungsindustrie

Mit der Cloud wachsen

Nach einer Verdoppelung des Produktionsvolumens in nur vier Jahren ist das Unternehmen Consol in Johannesburg mit Abstand Südafrikas größter Fertigungsspezialist für Verpackungsglas und will in einem volatilen Markt weiter wachsen. Dabei ist das Geschäft mit Verpackungen für Getränke, Lebensmittel, Kosmetik- und Pharma-Artikel bestimmt von sich schnell ändernden Kundenwünschen. Individuelles Design ist ein entscheidendes Differenzierungsmerkmal unter den Herstellern und ein Schlüsselfaktor für die Kaufentscheidung des Kunden.
Das gibt zwei Aspekten für Consol höchste Bedeutung: eine transparente Datenbasis in den Business-Prozessen, um mit den Kunden enger zusammenzuarbeiten sowie höchste Produktionsstabilität und Ausfallsicherheit. So erfolgt die Produktion – bei Consol überwiegend durch die Aufbereitung von jährlich einer Million Tonnen Recyclingglas – in insgesamt elf jeweils bis zu 15 Millionen Euro teuren Hochöfen, die während ihrer lebenslangen Betriebszeit niemals erkalten dürfen.
25% Kostenreduktion beim Rechenzentrumsbetrieb erzielt Consol in nur zwei Jahren
Mit der Platform-as-a-Service-Lösung „Dynamic Services for SAP Solutions“ aus der Cloud von T-Systems konsolidiert das Unternehmen über ein hochverfügbares MPLS-Netz innerhalb von acht Monaten seine 35 SAP-Systeme sowie acht SAP-Anwendungen. Damit, so Consol-CIO Johan du Plessis, „realisieren wir eine Einsparung unserer Betriebskosten von 25 Prozent schon in den ersten zwei Jahren, die Skalierbarkeit der Lösung macht uns viel agiler, und in Sachen Security und Ausfallsicherheit bewegen wir uns in der Cloud heute sicherer als je zuvor“.

BUSINESS

Anforderung_ Consol in Johannesburg verarbeitet jährlich eine Million Tonnen Glas zu ca. 3 Milliarden Verpackungs-Produkten. Mit der Anbindung weiterer Standorte will das Unternehmen sein Wachstum fortsetzen. Dabei ist der Markt für Glasverpackungen volatil und geprägt von sich schnell ändernden Produktlinien, Diversifikation und variablen Produktmengen. Jede dieser Bedingungen hat Effekte auf den zentralen Nerv der Produktion – die Hochöfen, die während ihrer Lebensdauer von bis zu 15 Jahren niemals erlöschen dürfen. Neben Roh- und Brennstoff brauchen sie vor allem eins: 7x24x365 Produktions-Aufträge.
Nutzen_ Consol’s IT unterstützt das Unternehmenswachstum durch Flexibilisierung der IT-Infrastruktur. So senkt der Schritt in die Cloud die Serverbetriebskosten in zwei Jahren um 25 Prozent und halbiert zugleich die Kosten des Storage-Bedarfs. Auf einer zentralen Plattform verfügt die Unternehmensführung über belastbare
Daten aus den Business-Systemen für ihre Supply-Chain-Planung. Diese einheitliche Daten-Struktur ermöglicht nicht nur eine engere Kooperation mit Kunden und schnelle Reaktion auf deren immer individuelleren Wünsche. Sie ist auch für Consol’s wichtigstes Produktionsmittel – seine elf kapitalintensiven Hochöfen –existenziell wichtig.

IT

Herausforderung_ Die vorhandene Infrastruktur basiert auf starren, verteilten Systemen, vielfacher Hardware am Ende ihrer Lebensdauer sowie unzulänglichen, weil nicht redundanten Business-Continuity- und Desaster Recovery-Lösungen. Computing-Ressourcen und Speicherplatz werden on premise aus dem von Consol selbst betriebenen Rechenzentrumbereitgestellt sowie 120 000 SAPS (SAP Application Performance Standard) für seltene Spitzenlastzeiten vorgehalten. Ohne zentrale Plattform sind die auf unterschiedliche Unternehmensstandorte verteilten Systeme intransparent.
Lösung_ In nur acht Monaten transformiert Consol 35 SAP-Systeme in die Private Cloud eines Twin-Core Rechenzentrums von T-Systems. Nur die CAD Entwicklungssoftware Pro/E sowie das Produktionssystem GR8, eine Eigenentwicklung von Consol, werden weiterhin lokal vor Ort betrieben. Darüber hinaus ließ der Konzern die In-Memory-Lösung und den Business Warehouse Accelerator von SAP in die Cloud migrieren und tauschte das alte Datenbanksystem gegen eine auf Suse Linux laufende DB2 Software mit höherer Datenkompression aus. Seine hochintegrierte SAP-Infrastruktur betreibt Consol auf der PaaS-Umgebung (Platform-as-a-Service). Das Cloud-System ist auf 70 000 SAPS ausgelegt, lässt sich automatisch skalieren und erreicht eine Verfügbarkeit von 99,5 Prozent.
FAZIT: Mit einer skalierbaren, hochverfügbaren Cloud-Lösung kann die Consol-IT der Unternehmensführung massive Einsparungen als Re-Invest zur Unterstützung der unternehmensweiten Wachstumsstrategie bereitstellen. Zugleich sichert der Konzern seine existierenden Produktionsverfahren redundant ab und nutzt eine transparente, einheitliche Datenbasis für die Steigerung der Kundenzufriedenheit durch schnelle Reaktion auf deren Anforderungen.
Kontakt
info.security[at]t-systems.com
T-Systems International GmbH

Beratungstermin
Consol
Mitarbeiter: mehr als 1200
Sitz: Südafrika
35 SAP-Systeme, integriert in einer Private Cloud, lösen die alte SAP-Landschaft ab.
Transformationsprozess – 8 Monate