Connected Car von T-Systems: Der Hamburger Hafen reagiert in Echtzeit auf die jeweilige Verkehrs- und Infrastruktursituation.
Logistik

Telematik aus der Cloud

Im weltweiten Schiffverkehr spielt Hamburg eine Schlüsselrolle. Diverse Frachtrouten verbinden die Hansestadt mit 179 Ländern der Erde und nutzen Europas zweitgrößten Hafen als Umschlagplatz für aktuell 140 Millionen Tonnen Waren und Güter pro Jahr. Durch die ständige Zunahme des seewegbasierten Welthandels wird sich vor allem der Container umschlag im Hamburger Hafen bis 2030 auf 18 Millionen TEU mehr als verdoppeln.
Mangels Ausbaumöglichkeiten ihres auf 72 Quadratkilometer begrenzten Geländes ist für die Hamburg Port Authority (HPA) die Entwicklung zum smartPORT notwendig, um die wachsenden Warenströme effizienter zu steuern, Lkw-Standzeiten und Staus zu vermeiden und im Ergebnis die Qualität und Effizienz der Umschlagprozesse entlang der Logistikkette zu steigern. Dafür nutzt der Hafenbetreiber die Private-Cloud-Lösung Connected Car von T-Systems zur Echtzeit-Bereitstellung und Integration aller verkehrs- und infrastrukturrelevanten Informationen. So erhalten alle Beteiligten – Hafenmanagement, Fuhrunternehmen und Speditionen, Fahrer, Tankstellen und Rasthöfe sowie Hafenbetriebe – ein rollenspezifisches, einheitliches Lagebild, das HPA via SAP HANA durch zusätzliche Informationen wie Brückenöffnungszeiten, Baustellen oder Auftragsinformationen vervollständigt.

Business

Anforderung_ Trotz sich mehr als verdoppelnder Transportvolumen (bis 2030 circa 18 Millionen TEU*) sind bauliche Erweiterungen im Hamburger Hafen, Deutschlands größtem Seehafen und dem zweitgrößten Hafen Europas mit einer Fläche von 72 Quadratkilometern, heute kaum noch realisierbar beziehungsweise sehr zeit- und kostenintensiv. Für die Hamburg Port Authority (HPA) ist daher die Entwicklung zum smartPORT notwendig, um die wachsenden Warenströme effizienter zu steuern, Lkw-Standzeiten und Staus zu vermeiden sowie stets über ein umfassendes Lagebild zu verfügen.
Nutzen_ In der übergreifenden Optimierung von Logistikprozessen in Seehäfen (von der Hafenlogistik bis zum Zielort des Transportguts) liegt der gemeinsame Nutzen für alle Akteure. Im Hamburger Hafen werden heute täglich bis zu 40 000 Lkws be- und entladen. Ein Portal und mobile Anwendungen ermöglichen die Kommunikation aller Beteiligten: Hafenmanagement, Depot-/Terminal- und Parkraumbetreiber und Spediteure tauschen sich untereinander sowie mit Fahrzeugen und Fahrern aus. Schnelles Reagieren auf die jeweilige Verkehrs- und Infrastruktursituation spart so am Ende allen Beteiligten Zeit und Geld. Zudem entlasten weniger Staus nicht nur die Nerven der Autofahrer, sondern auch die Umwelt.
Auf 18 Mio. TEU* wird sich der Containerumschlag im Hamburger Hafen bis 2030 steigern.
*Twenty-foot Equivalent Unit

IT

Herausforderung_ Mit seinen smartPORT-logistics-Services optimiert der Hamburger Hafen seit 2011 sukzessive sein logistisches Gesamtsystem durch Bereitstellung eines zentralen Lagebilds zur Verkehrs- und Infrastruktursituation und die bedarfsorientierte Vernetzung der Beteiligten. Über eine zentrale Public Cloud führt HPA alle rele vanten Echtzeit-Informationen zusammen und ermöglicht den an der Transportkette beteiligten Fuhrunternehmern, Transporteuren, Parkraumbetreibern, dem Port-Road-Management und den Hafenbetrieben, flexibler zu reagieren. HPA will weitere Datenquellen in seine Services integrieren, um zum Beispiel über Auftragsmanagementsysteme, Parkraumdaten und Schiffsankünfte, aber auch Informationen zu Tagesbaustellen und Statusinformationen zu Brückenöffnungszeiten, Depot- und Terminalressourcen die Echtzeit-Services zu vervollständigen.
Lösung_ Mit der Integration weiterer Datenquellen kann SPL auf Basis von Realtime-Informationen zukünftig automatisiert Handlungsempfehlungen für den Disponenten/Fahrer generieren (Predictive Analytics) oder eine Lkw-spezifische intelligente Navigation berechnen. Dabei unterstützen erweiterte App-Anbindungen wie Eco-Drive die Fahrer in einer ressourcenschonenden Fahrweise. Die Onlinebereitstellung der SPL-Services erfolgt als Software as a Service aus der Cloud. Die Plattformlösung umfasst unter anderem eine SAP-Software (SAP Connected Logistics) auf Basis einer In-Memory-Datenbank (SAP HANA) sowie fahrzeugbezogene Echtzeit-Services und eine App für Smart Devices (T-Systems Connected Car) und kann auf Verkehrs- und Infrastrukturdaten zugreifen, die von Dritten, etwa dem ADAC, bezogen werden.
FAZIT: Der Hafen liefert mit smartPORT logistics (SPL) Entscheidungshilfen zum schnellen Reagieren auf die jeweilige Verkehrs- und Infrastruktursituation. Im Ergebnis sparen alle Beteiligten Zeit und Geld. So werden Verkehrs- und Warenströme beschleunigt, und weniger Staus entlasten nicht nur die Nerven der Autofahrer, sondern auch die Umwelt.
Kontakt
info.security[at]t-systems.com
T-Systems International GmbH

Beratungstermin
Hamburg Port Authority AöR
  • Containerumschlag 2013: 9,3 Mio. TEU
  • Güterumschlag insgesamt: 139 Mio. Tonnen
  • Verkehrsaufkommen: 40 000 Lkws pro Tag