Bild zeigt Stadt am Wasser, Hafen im Hintergrund, an Land animierte Vernetzung durch magenta Icons; Bild mit Verlauf

Smarter Bürgermeister, smarte Stadt.

2009 wurde Daniel Zimmermann zum jüngsten Bürgermeister in Nordrhein-Westfalen gewählt. 

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2009 wurde er zum jüngsten Bürgermeister in Nordrhein-Westfalen gewählt. Fünf Jahre später erhielt er bei seiner zweiten Wahl 94,64 Prozent der Stimmen. Heute ist Daniel Zimmermann, 35, Bürgermeister von Monheim am Rhein, hat die Gewerbesteuer deutlich gesenkt und trotzdem die Einnahmen der Stadt verzehnfacht. Sie verfügt über Geldreserven von deutlich über 100 Millionen Euro, obwohl sie massiv investiert, zum Beispiel in Projekte rund um die Smart City.

Herr Zimmermann, intelligente Strassenlaternen, ein flächendeckendes Breitbandnetz für alle, Tablet-Klassen in den städtischen Schulen oder ein papierlos arbeitender Stadtrat. Welche Smart-City-Pläne haben Sie für 2018?

Es wird bald ein flächendeckendes Highspeed-WLAN im gesamten Stadtgebiet geben. Dann können alle Bürger und auch die Besucher unserer Stadt kostenfrei mobil im Internet surfen.

A propos kostenlos, die Stadt Monheim am Rhein hat Geld und bietet ihren Bürgern daher kostenlose Services. Wird es weitere geben?

Bild von Daniel Zimmermann, Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein auf einem Baumstumpf, im Hintergrund der Rhein

Daniel Zimmermann, 35, Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein.

Im Rahmen unserer Smart-City-Aktivitäten werden wir weitere kostenlose Angebote entwickeln. So bauen wir noch in diesem Jahr ein Leihfahrradnetz in der Stadt auf. Unsere Bürgerinnen und Bürger können dann in einem bestimmten Rahmen gratis normale Fahrräder, aber auch E-Bikes, Transporträder und Kinderräder leihen. Die Details werden noch festgelegt. Unser Ziel ist es jedoch, jedem Einwohner diesen Service etwa fünf Stunden pro Woche kostenlos anzubieten.

Dieser Service ist Teil eines grösseren Projekts?

Wir wollen flächendeckend für jede Bürgerin und jeden Bürger einen Monheim-Pass ausgeben. Diese Karte bekommen alle zugeschickt, sie muss also nicht beantragt werden. Mit ihr wird man dann auch die Fahrräder ausleihen und die Stadtbibliothek nutzen können. Ziel ist es zudem, mit dieser Karte alle Behördengänge zu machen, für die kein persönliches Erscheinen notwendig ist. Dafür kann die Karte dann als Geldkarte genutzt werden.

Und gibt es schon Pläne für 2019?

Wir werden weitermachen auf unserem Weg zur Smart City. Ideen haben wir dafür schon genug. Was genau im nächsten Jahr kommen wird, kann ich jetzt noch nicht verraten. Aber wir planen auf jeden Fall Projekte rund um das Parken, die Verkehrssteuerung, und es wird weitere Angebote geben, die die Bürger mit ihrem Monheim-Pass nutzen können.

Autor: Roger Homrich
Fotos: Shutterstock, Getty Images/Moment

SMART CITY: Die intelligenten Straßenlaternen in Monheim am Rhein

Monheim am Rhein wird zur „Smart City“: Im ersten Schritt hat die Stadt im Rheinland die Straßenbeleuchtung in einer Teststraße in der Innenstadt gemeinsam mit der Deutschen Telekom digitalisiert. Neu ist nicht nur der Wechsel des Leuchtmittels auf moderne LED-Lampen, sondern vor allem deren intelligente Steuerung. Bei Bedarf kann die Stadt nun das Licht der Straßenlaternen dimmen oder nachts komplett löschen, um Strom zu sparen. Die Straßenlaternen sind sowohl untereinander als auch mit der zentralen Steuerung vernetzt und damit einzeln ansteuerbar. Im Film beschreibt Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann die Vorteile der Digitalisierung seiner Stadt und blickt weit voraus: Demnächst sollen Bürger in Monheim am Rhein smart parken. Anette Bronder, Geschäftsführerin T-Systems Digital Division und Telekom Security, ergänzt, welches Potential in „Smart-City“-Projekten steckt.

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