Bild zeigt zwei Mitarbeiter des Krankenhauses vor einem fahrbaren PC, die Krankenschwester bedient den Computer; Bild m. Verlauf

iPad in guten Händen

In den Evangelischen Krankenhäusern Oberhausen und Mülheim sind die Patienten in guten Händen eines Digital Champions.

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Die Tür zum Krankenzimmer öffnet sich, Chefarzt, Oberarzt, Assistenzärzte und Pflegekräfte treten ein. Es ist Zeit für die morgendliche Visite. Wenn in den Evangelischen Krankenhäusern Oberhausen (EKO) und Mülheim (EKM) Ärzte und Pflegepersonal an das Bett einer Patientin treten, haben sie keine dicke Papierakte in der Hand, sondern ein iPad Mini. Mit dem kompakten Tablet sind alle Informationen zur Patientin, zu ihrer Diagnose und den verordneten Therapien griffbereit.

Schneller Überblick für Ärzte 

Per Sprachnachricht für den Schreibdienst dokumentiert der behandelnde Arzt den Fortschritt der Wundheilung nach dem Kaiserschnitt und zeigt der frisch gebackenen Mutter anhand von Fotos den Heilungsverlauf. Nur einen Klick weiter überblickt er, welche Medikamente sie einnimmt, und passt die Verordnung für Schmerzmittel an. Auch die Vitalwerte der morgendlichen Messungen und die Laborwerte sieht er auf seinem Tablet, denn sie werden automatisch in die Patientenakte übertragen. Verschreibt er eine zusätzliche Physiotherapie, benachrichtigt das System direkt die Leistungsstelle des Krankenhauses. Oder informiert Wöchnerinnenstation und Verwaltung, dass die Patientin und ihr Baby heute das Krankenhaus verlassen und der Fall abgerechnet werden kann.

Herzstück Krankenhausinformationssystem (KIS) 

Wenn IT-Leiter Dr. Martin Kuhrau durch die Wöchnerinnenstation des Oberhausener Klinikums geht und die Ärzte und Pfleger bei der Arbeit mit den iPads beobachtet, sieht er die Früchte eines Jahrzehnts seiner Arbeit. Er hat die Digitalisierung der beiden Krankenhäuser im Ruhrgebiet vorangetrieben und die technischen Rahmenbedingungen für das Rechenzentrum geschaffen. Neben den beiden Kliniken betreut er elf weitere Einrichtungen, darunter drei Seniorenstifte, ein Hospiz und eine ambulante Palliativpflege. Rund 3.000 Mitarbeiter umfasst die ATEGRIS-Gruppe. Die Entscheidung, mit iMedOne ein modernes Krankenhausinformationssystem (KIS) als zentrales Herzstück für die klinische Versorgung zu implementieren, war bereits weit vor seiner Zeit gefallen. Die Umstellung erfolgte sukzessiv. „Ein System in der Größenordnung wie bei der ATEGRIS zu etablieren dauert lange. Hier ist der modulare Aufbau der Telekom-Lösung ein großer Vorteil. Wir konnten iMedOne Abteilung für Abteilung einführen und uns bei Bedarf immer die Unterstützung der Telekom dazu holen“, sagt IT-Leiter Kuhrau.

Digitaler Vorreiter dank modernem KIS

Bild zeigt zwei Mitarbeiter des Krankenhauses vor einem fahrbaren PC, die Krankenschwester bedient den Computer

Digitale statt papierner Krankenakte, einfachere Kommunikation zwischen den Fachkräften, und Daten sowie Informationen jederzeit überall schnell verfügbar. Mit ihrem modernen KIS gehört die ATEGRIS zu den digitalen Vorreitern der Branche und ist gerade von Focus Money zu Deutschlands Digital Champion gekürt worden. DEUTSCHLAND TEST, eine Marke des Wirtschaftsmagazins, führte die Erhebung, wissenschaftlich begleitet vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI), durch. Die Organisation nahm die rund 10.000 größten Unternehmen Deutschlands aus mehr als 70 Branchen unter die Lupe, um „Digital Champions“ zu ermitteln. „Dieser Titel bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Und unsere Strategie auch langfristig Bestand hat“, attestiert ATEGRIS-Vorstand Martin Große-Kracht. „Die Digitalisierung ist seit 15 Jahren bei uns fest verankert.“

Zentrales IT-System für Alle

Um bei der Neugestaltung stets möglichst alle realen Anforderungen und Erwartungen zu berücksichtigen, hat sich bei der ATEGRIS bewährt, im ersten Schritt ein Projektteam zu bilden, in das – je nach Anwendung – auch Ärzte, Therapeuten und Pflegepersonal eingebunden sind. Dann galt es, die Abläufe im Krankenhaus so zu restrukturieren, wie sie sich am besten im System abbilden lassen. Schließlich ging Fachabteilung für Fachabteilung erst in den Pilotbetrieb, ehe der finale Roll-out über die gesamte Einrichtung erfolgen konnte. 

„Es ist essenziell, die Vorteile eines guten KIS für die tägliche Arbeit mit dem Patienten ganz konkret sichtbar zu machen.“

Martin Kuhrau, IT-Leiter, Ategris-Gruppe
 

Mobiles KIS mit iMedOne Mobile

Den Wandel hat die ATEGRIS stets kommunikativ begleitet: Entsprechend haben die IT, die Abteilung für Organisationsentwicklung und ausgewählte Mitarbeiter jeder Abteilung eruiert, wie alle Kollegen am besten geschult werden. Verbunden mit der Idee, gezielt Meinungsbildner zu involvieren und dadurch sowohl die Erwartungen als auch die Bedürfnisse der Mitarbeiter zu berücksichtigen. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Kollegen im medizinischen Bereich nicht am Computer arbeiten, sondern Patienten pflegen und heilen wollen. Deshalb ist es im Prozess essenziell, die Vorteile eines guten KIS für die tägliche Arbeit mit dem Patienten ganz konkret sichtbar zu machen“, bekräftigt Dr. Kuhrau. „Unser Ziel war es, das KIS bis in die letzte Fachabteilung einzuführen. Mit iMedOne Mobile hat das medizinische Personal jetzt auch am Krankenbett direkten Zugriff auf das System und die verbundenen Subsysteme.“

Moderne IT wichtig für Bewerber

Jetzt überprüft die IT-Abteilung kontinuierlich, wie die etwa 2.000 Kollegen iMedOne nutzen und evaluieren, aber auch, was sich eventuell verbessern ließe. Die Konkurrenz der Kliniken im Ruhrgebiet ist groß. Das macht ein modernes KIS zur unverzichtbaren Basis für eine kompetente zeitgemäße Patientenversorgung und wirtschaftliche Stabilität. Darüber hinaus dient das System als überzeugendes Argument beim Recruiting. „Junge Kollegen stehen der IT-Unterstützung grundsätzlich sehr offen gegenüber. Die Älteren sind da eher kritisch. Aber alle sind sich einig, dass der administrative Aufwand in den letzten Jahren immer größer geworden ist und dadurch zu wenig Zeit für die Patienten bleibt. Hier wollen wir uns kontinuierlich einbringen und der Titel des Digital Champion ist eine schöne Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, freut sich Dr. Martin Kuhrau.

Ihr Ansprechpartner: Andre.Elsenbruch@telekom-healthcare.com

Weitere Informationen: www.ategris.de

Weitere Informationen: www.telekom-healthcare.com

Autor: Melanie Engelen
Fotos: Ategris

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