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Arbeitsplätze mit Dynamik

18.05.2014

Dynamic Workplace
Ein festes Büro mit eigenem Schreibtisch, PC und Telefon? Alles von gestern. Der Arbeitsplatz der Zukunft ist mobil, digital und überall verfügbar. Kein Wunder also, dass immer mehr Unternehmen auf virtualisierte Desktops umsatteln. Zum Beispiel direkt aus der Cloud mit dem Dynamic Workplace.
Die Zukunft ruft Mitarbeiter nicht mehr ins Büro, sondern an einen beliebigen Bildschirm. PC, Laptop, Tablet oder Smartphone? Das spielt keine Rolle mehr. Egal, wann und wo ein Mitarbeiter hinkommt, sein digitaler Arbeitsplatz ist schon da. Alles, was zuvor lokal auf einem Computer lief, befindet sich nun zentral in einem Rechenzentrum und ist von überall erreichbar. Eine solche Desktop-Virtualisierung war 2013 laut Vanson Bourne für 46 Prozent der deutschen IT-Entscheider das wichtigste Investitionsziel. Doch nicht wenige CIOs sind noch unentschlossen. Wie aufwendig ist die Einrichtung? Wie leistungsfähig und zuverlässig das Rechenzentrum? Was ist mit der Sicherheit, wenn potenzielle Angreifer nicht einen Computer, sondern gleich eine Batterie von Rechnern lahmlegen können? Und dann noch die Kosten: Gemäß IDC rangieren Storage- und Lizenzgebühren weit oben auf der Bedenkenliste gegen virtuelle Desktops. Tatsächlich müssen IT-Abteilungen aufs Geld schauen: Mehr als 60 Prozent der deutschen ITK-Verantwortlichen erwarten laut PAC, dass sie für die Ausstattung der Arbeitsplätze in den nächsten ein bis zwei Jahren gleich viel oder weniger Geld erhalten als bisher. Was also können CIOs tun?

Arbeitsplatz auf Höhenflug

Virtualisierte Desktops aus der Cloud, wie der Dynamic Workplace, lassen viele der vermuteten Probleme erst gar nicht aufkommen. Einrichtung, Rechenzentrum und Sicherheit sind Aufgaben, die das Pflichtenheft den jeweiligen IT-Dienstleistern bereits vorgibt. Der CIO fordert lediglich die gewünschte Zahl an Arbeitsplätzen an, die individuellen Kosten richten sich nur nach dem Verbrauch. „Zudem greifen die Mitarbeiter über den Internetbrowser jederzeit und überall auf ihren IT-Arbeitsplatz zu und erhalten immer die gleiche Sicht auf ihren Desktop“, erklärt Thomas Gierich, Business Development Executive Workplace Solutions bei T-Systems.
Mit Blick auf die Sicherheit speichert und verarbeitet die Telekom alle Daten nur in Rechenzentren innerhalb Deutschlands, die sämtliche Anforderungen der strengen Datenschutzgesetze des Landes erfüllen. Möchte ein Unternehmen seine IT dennoch nicht auslagern, kann es ab 2015 eine baugleiche Lösung im eigenen Rechenzentrum nutzen. Die Telekom kümmert sich um Betrieb und Wartung.

SZENARIEN

Projekte ruhen nicht

Projektleiter Peter Roller (41) muss früh aus dem Bett: Eine Geschäftsreise steht an. Am Frühstückstisch greift er nach seinem privaten Tablet, um seine dienstlichen E-Mails zu checken. Zuerst fordert Peter ein Passwort an, das Sekunden später per SMS eintrifft. Im Browser ruft er die Anmeldemaske auf und weist sich mit dem einmal gültigen Passwort sowie seiner PIN aus (Zwei-Faktor-Zertifizierung). Die E-Mails sind schnell bearbeitet, jetzt hat Peter noch Zeit für einen Blick in den Projektplan. Auch das ist schnell erledigt, denn eine einzige Anmeldung genügt, um alle Anwendungen nutzen zu können (Single-Sign-on). Im Zug arbeitet Peter mit dem Laptop weiter, das auf die gleiche Benutzeroberfläche zugreift wie sein Tablet.

Bei der Visite alle Daten zur Hand

Katharina Schmith (27) ist Chirurgin im städtischen Krankenhaus. Vor ihrer täglichen Visite verschafft sie sich an ihrem Arbeitscomputer einen Überblick über den Gesundheitszustand ihrer Patienten. Einer davon hat einen komplizierten Rippenbruch. Nach einem letzten Blick auf das Röntgenbild nimmt Katharina ihren Tablet-PC und macht sich auf den Weg Richtung Station. Später am Krankenbett weist sie sich mit einer Smartcard und ihrer PIN im Browser aus. Sofort zeigt ihr das Tablet dasselbe Röntgenbild wie zuvor ihr Computer. Zur Datensicherheit des Patienten kann Katharina nur innerhalb des Krankenhauses auf das Röntgenbild zugreifen.

Freie Platzwahl für den Vertrieb

Als Vertriebsmitarbeiter im Außendienst ist Manuel Schmidt (45) wie die meisten seiner Kollegen nicht oft im Büro. Für das 60-köpfige Vertriebsteam stellt dessen Arbeitgeber daher lediglich 40 Arbeitsplätze zur Verfügung. Alle Tische im Büro sind gleich ausgestattet: Bildschirm, Tastatur sowie ein Thin Client. Letzterer reicht vollkommen aus: Er stellt die Verbindung zum Server im Rechenzentrum her, der die gesamte Leistung erbringt. Ist Manuel im Büro, setzt er sich einfach an den nächsten freien Schreibtisch. Egal an welchem Platz, die Arbeitsumgebung ist auf jedem Rechner gleich.

Selbst ist der Ingenieur

Kurz vor dem Termin mit einem Zulieferer merkt Entwicklungsingenieur Christian Sigl (29), dass er Microsoft Lync installieren möchte. Er nutzt die wenigen Minuten, die ihm bleiben, und ruft das Self-Service-Portal des Dynamic Workplace auf. Mit einem Klick bucht Christian die neueste Version der Anwendung. Pünktlich um zwölf Uhr startet er das aktuelle Programm sowie seine Konstruktions-Software. Nachdem er seine Bildschirmansicht für die Gesprächspartner freigeschaltet hat, besprechen Christian und die Mitarbeiter des Zulieferers das benötigte Bauteil direkt anhand der 3D-Darstellung.

Entspannter Administrator

Früher kam IT-Servicemitarbeiter Wolfgang Heger (54) ins Rotieren, wenn die Personalabteilung kurzfristig mehrere neue Arbeitsplätze anforderte. Besonders dann, wenn jeder PC auch noch je nach Abteilung individuell ausgestattet sein musste. Heute bleibt Wolfgang gelassen. Ein Mausklick im Self-Service-Portal und innerhalb von 24 Stunden stehen die bestellten Arbeitsplätze, zentral aus dem Rechenzentrum bereitgestellt, zur Verfügung. Nur noch kurz konfigurieren Wolfgang und sein Team verschiedene Standard-Bausteine und die Arbeitsplätze – einschließlich individueller Sprachanwendungen und Collaboration-Lösungen – sind betriebsbereit.
Mehr in der nächsten Ausgabe unseres Kundenmagazins Best Practice.