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Indoor Analytics – Anwendungsmöglichkeiten im Handel

04.12.2014

Indoor Analytics
Der Vorsprung des Online-Handels in puncto Customer Journey schmilzt: Indoor Analytics ermöglichen es, auch in Ladengeschäften, die Laufwege der Kunden kennenzulernen. Dabei sorgt ein spezielles Anonymisierungsverfahren dafür, dass die gewonnenen Erkenntnisse keinerlei Personenbezug zulassen.

Den Kunden verstehen, seine Wünsche kennenlernen und am Ende die gesamte Customer Journey bis zum Kaufabschluss überblicken – auch im stationären Einzelhandel sind solche Szenarien inzwischen denkbar. Möglich machen das Lösungen für Indoor Analytics, die die Kundenströme in Geschäften anonymisiert erfassen und Big-Data-Anwendungen, die daraus aufschlussreiche Analysen als Entscheidungsgrundlage liefern.
Die Voraussetzung für diese Form der Kundenlaufstudie bringen die Endkunden heute selber mit: Smartphones liefern die erforderlichen Signale, um Laufwege in geschlossenen Räumen aufzuzeigen. Zur Erfassung bedarf es lediglich einer geeigneten Funksensortechnik, zum Beispiel eine vorhandene oder geplante WLAN-Infrastruktur. Um beispielsweise typische Discounter-Märkte mit Indoor Analytics abzudecken, reichen für die Kundenstromanalyse drei WLAN-Access-Punkte aus. Für jeden Endkunden besteht selbstverständlich die Möglichkeit, nicht an Indoor Analytics teilzunehmen, etwa indem die WLAN-Funktion während des Aufenthaltes im Geschäft ausgeschaltet wird. Hierauf wird stets sehr transparent und deutlich hingewiesen.

Daten für Indoor Analytics werden komplett anonymisiert verarbeitet

Um die strengen Datenschutzgesetze zu erfüllen, werden bei Indoor Analytics alle erfassten Informationen auf einem gesicherten Server vor Ort sofort anonymisiert und verschlüsselt, so dass keinerlei personenbezogene Daten mehr vorliegen. Eine Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts des Endkunden wird damit ausgeschlossen. Die Daten wandern anschließend in das Rechenzentrum von T-Systems nach Göppingen. Dort findet der aus Unternehmenssicht entscheidende Schritt statt: die Auswertung der Indoor-Analytics-Daten mit einer Big-Data-Analytics-Software.
Anhand dieser Erkenntnisse aus Indoor Analytics lassen sich Laufwege und Kundenströme ohne jeglichen Personenbezug erkennen und darstellen sowie das Besucheraufkommen ermitteln. Die Ergebnisse und Auswertungen erhalten die Unternehmenskunden über ein Web-Dashboard. Zusätzlich steht eine API (Application Programming Interface) zur Verfügung, um die Auswertungen in Business-Intelligence-Systeme zu übernehmen.

Indoor Analytics liefern Verweildauer und Kundenströme per Heatmap

Derzeit liefern Indoor Analytics Aussagen zur Besucherzahl, auch exakt nach Bereich aufgeschlüsselt sowie die Verweildauer. Auf einer Indoor-Karte lassen sich die Kundenströme darstellen, eine Heatmap zeigt die Plätze mit den meisten Aufenthalten.
Damit lassen sich zum Beispiel Bereiche im Laden erkennen, die nicht die gewünschte Aufmerksamkeit erfahren – Store-Layout und Laufwege der Kunden können optimiert werden. Letzteres ermöglicht auch die wirkungsvolle Platzierung von Indoor Promotions und die Messung von deren Wirkung. Ein weiteres Einsatzgebiet stellt die Personalplanung dar. Diese lässt sich durch die Analyse des Kundenaufkommens in den unterschiedlichen Abteilungen deutlich optimieren.