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Millioneninvestment in Magdeburger Börde

30.08.2016

Seit 2014 trifft sich in einem Ort in Sachsen-Anhalt mit nicht mal 2.500 Einwohnern alles, was in der ICT-Branche Rang und Namen hat. Und niemand stört es, dass Biere im Niemandsland der Magdeburger Börde liegt. Ganz im Gegenteil: Der Standort wurde sorgfältig ausgewählt...
Der Grundstein für die Erweiterung des digitalen Herzens Europas
Die Geschichte des Data Center Campus Biere reicht vier Jahre zurück: Im Oktober 2012 erfolgt die Grundsteinlegung für eines der größten und modernsten Cloud-Rechenzentren Deutschlands. In den folgenden Monaten entsteht aus 34.000 Tonnen Beton und Stahl ein Gebäudekomplex, der auf 3.600 Quadratmetern IT-Fläche Platz für 20.000 Server bietet. Dafür investiert T-Systems einen dreistelligen Millionenbetrag. Mit dem Bau des Rechenzentrums entstehen 100 neue Arbeitsplätze in Biere und 30 weitere im benachbarten Magdeburg. Im Juli 2014 werden die Server gestartet, das Hosting hochsicherer und hochverfügbarer Cloud-Lösungen beginnt.
Grund für den Bau des Rechenzentrums Biere war die steigende Nachfrage nach sicheren Cloud-Services. Etwa 600 Großkunden nutzten seinerzeit bereits die Lösungen von T-Systems, darunter internationale Konzerne wie Shell und Daimler. „Gerade beim Thema Cloud ist für unsere Kunden Hochverfügbarkeit und Datenschutz oberste Priorität. Deutschland hat hier schon allein mit dem Bundesdatenschutzgesetz einen wichtigen Standortvorteil“, sagt Dr. Ferri Abolhassan, Geschäftsführer von T-Systems. „Aber das alleine reicht nicht aus. Wir haben in Biere Sicherheit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit auf die Spitze getrieben und sind seit vielen Jahren der größte SAP-Cloud-Betreiber weltweit.“
Die Cloud wächst
In Biere bei Magdeburg wurde der Grundstein für die nächste Ausbaustufe des Rechenzentrums gelegt – Reinhard Clemens, Vorstandsmitglieder T-Systems, über die Bedeutung der Cloud und des Data Center Campus Biere.

TwinCore-Zwilling nur 18 Kilometer entfernt

Doch warum fiel die Wahl für eines neues, hochsicheres Rechenzentrum damals ausgerechnet auf die Magdeburger Börde? Zum einen gab es im nur 18 Kilometer entfernten Magdeburg bereits ein Rechenzentrum von T-Systems, das sich ideal als TwinCore-Zwilling für eine redundante Datenspeicherung anbot. Zum anderen überzeugte Biere auch aus einer Sicherheitsperspektive heraus: Es gab keine Ansiedlungen, Flughäfen und -schneisen oder Autobahnen in unmittelbarer Nähe. Auch Erdbeben, Hochwasser und andere Naturkatastrophen kommen in dieser Region äußerst selten vor. Gepaart mit dem strengen Bundesdatenschutzgesetz war und ist der Standort Biere somit weltweit unschlagbar.
Auch im Inneren des Rechenzentrums tut T-Systems alles dafür, die Daten seiner Kunden bestmöglich vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Umfangreiche analoge und digitale Sicherheitslösungen sowie hochmoderne Verschlüsselungstechniken stellen sicher, dass die Daten nur von berechtigten Personen nach dem „Need-to-know-Prinzip“ eingesehen werden können. Und im Hintergrund sorgt ein hoher Automatisierungsgrad sowie das Qualitätsprogramm Zero Outage für maximale Ausfallsicherheit und eine Datenverfügbarkeit von bis zu 99,999 Prozent. Sicher einer der Gründe für die höchste Kundenzufriedenheit der Unternehmensgeschichte drei Jahre in Folge. Und auch Grund, warum Zero Outage nun als Blaupause für einen branchenweiten Industriestandard weltweit dient.
Das Rechenzentrum der Superlative
Biere beeindruckt schon jetzt. Das Rechenzentrum ist State-of-the-Art und setzt in vielen Bereichen Benchmarks – etwa bei der Energieeffizienz. Nach dem Ausbau kommt es auf 9.000 Quadratmeter IT-Fläche, 150 Petabytes Speicherleistung und 18 Megawatt.
Dass das Millioneninvestment in Biere die richtige Entscheidung war, zeigt sich jetzt: Die Nachfrage nach den sicheren und zuverlässigen Cloud-Services aus Biere ist enorm. Internationale Branchengrößen wie Cisco, Huawei und SAP sind inzwischen in Biere eingezogen. Kunden können aus 50 Cloud-Anbietern wählen. Ergebnis: Die Speicherkapazität ist bereits zu 70 Prozent ausgelastet. Um den wachsenden Datenmengen auch künftig ein Zuhause zu bieten, nimmt T-Systems nun abermals einen dreistelligen Millionenbetrag in die Hand und erweitert die Rechen- und Speicherkapazitäten des Data Center Campus Biere um 150 Prozent. Am 12. September ist Grundsteinlegung, im Frühsommer 2018 soll Biere 2 den Betrieb aufnehmen.