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Unternehmen brauchen agile Strukturen

25.04.2016

Unternehmen spüren die Auswirkungen der Digitalisierung immer mehr. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie reagieren. Wie – das beantwortet eine neue Studie.
Mehr als die Hälfte aller Unternehmen spüren aufgrund der Digitalisierung und des Internet of Things (IoT) eine grundlegende Veränderung ihres Geschäftsmodells. Um in diesem Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Digitalisierungskompetenzen gefragt – doch wie bauen Firmen diese auf? Pünktlich zur Hannover Messe 2016 liefert die Studie „Digitalisierung und Internet of Things – Anforderungen an agile Organisationen“ des T-Systems-Tochterunternehmens Detecon und des Digitalverbands Bitkom Antworten. Mehr als 200 führende IT- und Business-Entscheider großer und mittelgroßer Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum wurden darin befragt, und die Ergebnisse überraschten teilweise.

Konkrete Handlungsempfehlungen

Die empirische Untersuchung ermittelte, wie sich die Unternehmens-IT innerhalb der nächsten zehn Jahre voraussichtlich wandeln wird und liefert auf dieser Basis ein Organisationszielbild für digitale Unternehmen mit Empfehlungen zur operativen Umsetzung. So ist etwa der Ausbau agiler Strukturen dringend geboten. Die Studie zeigt, dass zwar über 80 Prozent der Befragten agile Strukturen als wichtig oder sehr wichtig für die Digitalisierung eines Unternehmens halten, aber gleichzeitig weniger als 25 Prozent des eigenen Unternehmens bereits in agilen Strukturen arbeiten.
Verankerung der digitalen Verantwortung im Unternehmen
Für die Zukunft wird hier lediglich ein Anteil zwischen 25 und 50 Prozent erwartet.
„Die Unternehmen müssen zukünftig in zwei ‚Betriebsmodi‘ fahren: einerseits weiterhin eine zuverlässige Leistung im Kerngeschäft bieten, andererseits aber auch die kundenzentrierte Innovationskraft und Schnelligkeit, wie wir sie von Startups kennen. Und das geht nur mit agilen Strukturen“, wertet Carsten Glohr, Managing Partner bei Detecon und Experte für Digitalisierungsstrategien, das Studienergebnis. Unternehmen sollten Agilität daher nicht nur in den Prozessen, sondern auch konsequent in der Aufbauorganisation etablieren, indem sie vernetzte und abteilungsübergreifende digitale Teams bilden, rät Detecon.

Verantwortung beim CEO und Mitarbeiterwachstum

Noch mehr Überraschungen bot die Studie bei der Frage nach der Verantwortlichkeit. Entgegen dem oft postulierten Trend zum spezialisierten CDO (Chief Digital Officer) sieht die überwiegende Mehrheit der Befragten die Gesamtverantwortung für Planung und Umsetzung von IoT-Projekten weiterhin bei ihrem CEO, nur eine Teilverantwortung beim CIO.
Nach Ansicht der Studienteilnehmer vernichtet das IoT auch keine Arbeitsplätze, sondern schafft durch neue Berufsbilder wie „Big Data Analyst“ oder „Social Media Manager“ und durch den Bedarf an digitaler Kompetenz beachtliches Personalwachstum im Unternehmen. Dieses wird mit jährlich bis zu zehn Prozent prognostiziert.