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Drohnen und LTE: Durbans Hafen wird "smart"

09.03.2017

Die südafrikanische Hafenbehörde Transnet hat einen millionenschweren Auftrag vergeben: T-Systems wird mit Partnern den grössten Containerhafen Afrikas in Durban intelligenter und effizienter machen – mit neuesten Drohnen-, Tracking- und Sensortechniken.
Smart Port und Smart City: T-Systems digitalisiert den Hafen in Durban
Durban ist Südafrikas wichtigster Frachthafen und einer der geschäftigsten Häfen Südafrikas. Mit einem jährlichen Frachtumschlag von über 80 Millionen Tonnen steht der Hafen vor verschiedenen Herausforderungen. Vor allem der wachsende Containerumschlag führt zu Überlastungen im Hafenverkehr und zu langen Wartezeiten für Fahrzeuge am Eingang des Hafenbereichs. Ristha Joga, ICT Manager Transnet: „Wir benötigen einen automatisierten Überblick über alle Abläufe im Hafen. T-Systems hat – zusammen mit seinen Partnern – eine Lösung angeboten, die alle Daten in einem einzigen Kontrollzentrum zusammenführt."
Die Hafenlösung beinhaltet den Aufbau von LTE-Netzen und Telematik-Lösungen mit Drohnen-, Tracking- und Sensortechnologie zur Verbesserung des Gesamtbetriebes. Diese Technologien sind mit Systemen verknüpft, die eine Kontrolle in Echtzeit ermöglichen und die verfügbaren Informationen auf Anzeigesystemen darstellen. Entscheidungsprozesse werden damit deutlich vereinfacht. T-Systems ist der Hauptauftragnehmer und liefert die SAP-HANA-Infrastruktur sowie die Business-Intelligence(BI)-Komponenten. Die Drohnen- und Telematik-Technologie kommt von LOTS Projects und die Infrastruktur für das drahtlose Kommunikationsnetz von Huawei.

Anwendungsbeispiel überzeugt den Kunden

Smart Port Durban
T-Systems wird mit Partnern den größten Containerhafen Afrikas in Durban intelligenter und effizienter machen. Der Vertragsunterzeichnung ging ein Pilotprojekt (Proof of Concept) voraus, das den Kunden überzeugte (Englisch).
Der Vertragsunterzeichnung ging ein Pilotprojekt voraus, das den Kunden überzeugte: T-Systems kann die Effizienz im Hafen verbessern. Ronald Salis, Deal Executive T-Systems: „Ziel des Projektes war es, das Nervenzentrum für eine Betriebszentrale zu entwickeln, die es dem Kunden erlaubt, seine Betriebsabläufe zu vereinfachen und Echtzeit-Datenanalytik in seine Geschäftsprozesse zu integrieren. Die Hafenressourcen können dank Echtzeit-Integration und durch das Abstimmen von Ereignissen und Aktivitäten im Hafen zudem besser gesteuert und zugewiesen werden.“ Das Pilotprojekt war in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase ging es insbesondere darum, die Netzwerkkonnektivität und Datenintegration aller zugehörigen Schnittstellen und Technologien in einer SAP-HANA-Datenbank am Standort des Kunden zu testen. In der zweiten Phase entwickelte das Team die BI-spezifische Datenanalytik, Kundenschnittstellen und digitalen Anwendungen, mit denen die Echtzeit-Überwachung und eine intelligente Berichterstattung über den Hafenbetrieb sichergestellt werden. In diesen drei Monaten wurden 18 unterschiedliche Anwendungsfälle mit unterschiedlichen Drohnen-, Tracking- und Sensortechnologien getestet, um sicherzustellen, dass die Lösung insgesamt einwandfrei funktioniert.

Innovative Drohnentechnologie erleichtert die Kommunikation

Mit Drohnen über und unter Wasser ist es zum einen möglich, zahlreiche Funktionen im Hafen zu automatisieren, so etwa die Überwachung des Hafenbereichs, die Ortung und Kontrolle von Bojen und die Inspektion von Hafenmauern oder Schiffsrümpfen. Zum anderen können Drohnen die Kommunikation zwischen Hafen und Schiffen vereinfachen und den Kapitänen helfen, ihre Schiffe sicher in den Hafen zu steuern.
In den kommenden sieben Monaten wird sich zeigen, ob das so genannte Smart-Port-Projekt als Blaupause für andere Häfen auf der ganzen Welt dienen kann. Eine erfolgreiche Realisierung der ersten Projektphase liefert zusätzliche Anwendungsbeispiele und ebnet den Weg für weitere Aufträge.