Lösung

Telemedizin gewinnt an Bedeutung für Ärzte und Patienten

Und kommt dem demografischen Wandel entgegen

Telemedizin mit intersektoralem Komplettsystem und telemedizinischem Arbeitsplatz – für das ganzheitliche Monitoring von Patienten etwa mit Herzinsuffizienz. Ein Vorzeigebeispiel für Telematik im Gesundheitswesen.
Telemedizin rückt unaufhaltsam in den Fokus der modernen Patientenbetreuung. Schliesslich steigen mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft auch die Leiden durch chronische Krankheiten vor allem in den letzten Lebensjahren deutlich an. Daher nimmt auch der Bedarf an altersgerechter, kontinuierlicher Versorgung zu. Dem gegenüber steht eine stagnierende, regional sogar stark abnehmende Zahl an Ärzten und medizinischem Personal. In Europa gibt es immer weniger Hausärzte, die eine lokale Grundversorgung absichern können – insbesondere für Patienten mit altersbedingten und chronischen Erkrankungen wie die chronische Herzschwäche. Erschwerend hinzu kommen die knappen Kassen der öffentlichen Hand für steuerfinanzierte Gesundheitsleistungen und die Notwendigkeit, mehr multimorbide Patienten immer häufiger behandeln zu müssen. Telemedizin bietet hier einen Ausweg: Mit den kosteneffizienten Betreuungsstrukturen durch Telemedizin lässt sich eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung sicherstellen.

Telemedizinischer Arbeitsplatz für das Gesundheitsmonitoring

Am telemedizinischen Arbeitsplatz sind Verschlechterungen frühzeitig erkennbar, noch bevor der Patient darunter leidet. So kann der Arzt dank Telemedizin proaktiv intervenieren. Das Prinzip dahinter ist mit Telemedizin recht einfach: Der Patient bekommt für seine eigenen vier Wände ein EKG-System mit Sauerstoffgerät, Blutdruckmessgerät, eine Waage, ein Endgerät (Physiogate), um seine Vitaldaten zu erfassen und sie an seinen Arzt zu versenden. Dieser hat an seinem telemedizinischen Arbeitsplatz alle Patientendaten übersichtlich im Blick und kann die Entwicklung überwachen. Der telemedizinische Arbeitsplatz unterstützt auch bei der Analyse und Befundung der Vitaldaten. Geraten die Werte in kritische Bereiche läutet der Arzt das Notfallmanagement ein. Die Betreuung von Ferne mit Telemedizin zählt zu den modernen telemedizinischen Betreuungsformen. Sie reduzieren routinemässige Arztbesuche, damit verbundene Anfahrtszeiten sowie -kosten und steigern die Lebensqualität wie auch die Versorgungsqualität. 
eHealthConnect 2.0
eHealthConnect 2.0 für Herzinsuffizienz, der telemedizinische Arbeitsplatz mit elektronischer Patientenakte
Für Herzinsuffizienz, der telemedizinische Arbeitsplatz mit elektronischer Patientenakte

Telemedizin im Einsatz für Patienten mit Herzinsuffizienz

Bereits im Einsatz bewährt hat sich das von T-Systems gemeinsam mit dem Kooperationspartner GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG entwickelte intersektorale Komplettsystem für das Monitoring von Hochrisikopatienten mit Herzinsuffizienz. Denn fast die Hälfte aller Krankenhausbehandlungen entfallen heute bereits auf ältere Menschen. Besonders hoch sind hierbei Herz- und Kreislauferkrankungen. Die eHealthConnect-Plattform der Deutschen Telekom für Telemedizin ermöglicht die sichere Datenübertragung, -verarbeitung und -speicherung für die professionellen Leistungserbringer im Gesundheitsbereich. Mobile Medizingeräte und Analysesoftware für das Patientenmonitoring sind in dieses Komplettsystem für Telemedizin integriert.

Wieso sich Telemedizin rechnet

Für das Gesundheitswesen
  • Zugang zur Spitzenmedizin für jedermann durch die digitale Zweitmeinung bzw. virtuelle Sprechstunde dank Telemedizin
  • Prävention durch apparative Überwachung
  • Höhere Patientensicherheit vermeidet gleichzeitig „Drehtüreffekte”
  • Sektorenübergreifende Behandlung
  • Einfacher Zugriff auf Expertensysteme und neueste wissenschaftliche Erkenntnisse
  • Erhöhung der Diagnosesicherheit, Risikoreduzierung von Fehlbehandlungen
  • Vermeidung von Behandlungsfehlern, Fehldiagnosen  
  • Steigerung der Lebensqualität betroffener Patienten mittels Telemedizin
  • Verkürzung der Behandlungsdauer
  • Vermeidung von unnötigen Belastungen durch Verlegungen, z.B. Krankentransporte
  • Vermeidung von Doppelleistungen, vor allem im diagnostischen Bereich
  • Telemedizin steigert die Effektivität von Forschung, Aus- und Weiterbildung
  • Rationalisierungspotenziale durch sichere Vernetzung auf Basis von Informations- und Kommunikationstechnologien
  • Schnellerer Zugriff auf relevante Patientendaten
  • Schnellere und sichere Diagnose- und Therapieeinleitung
  • Verkürzung von stationären Behandlungs- und Liegezeiten durch Telemedizin
Für Patienten mit Herzinsuffizienz
  • Steigerung der Lebensqualität durch die Behandlung und Betreuung zu Hause
  • Beibehaltung der eigenen Mobilität
  • Vermeidung von Re-Hospitalisierung und den damit verbundenen Kosten
  • EKG mit Sauerstoffsättigung
  • Blutdruckmessgerät
  • Waage
  • Endgerät zum Versand der Vitaldaten und zur Erfassung des körperlichen Wohlbefindens
  • Patientenhilferufgerät
Alle Geräte sowie die Software erfüllen die Anforderungen des Medizinproduktegesetzes (MPG)
Erhöhung der Patientensicherheit und -zufriedenheit durch die sektorübergreifende Zusammenarbeit aller an der Telemedizin Beteiligten

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