Europa verliert technologisch zunehmend den Anschluss: Nokia war Ende der 1990er Jahre Marktführer bei Handys mit einem Anteil von 40 Prozent. Bei Solartechnik war Europa führend. Bei Computerchips hatten wir einen Marktanteil von 30 Prozent, heute sind es 10. Auch beim Cloud Computing wird Europa abgehängt: Es gibt kaum nennenswerte Lieferanten für Hard- und Software. Rund 70 Prozent des globalen Cloud-Geschäfts finden aktuell in den Rechenzentren US-amerikanischer Hyperscaler statt.
Bei Cloud Computing steht Europa durch die aktuelle geopolitische Lage vor drei großen Herausforderungen: finanzielle Risiken ausgelöst durch den Handelskrieg zwischen US, China und Europa, operative Risiken wie Kill-Switch-Szenarien und Sicherheits- und Wettbewerbs-Risiken durch unkontrollierten Datenabfluss sensibler Informationen und IP-Adressen. Deshalb braucht Europa eine Alternative für die Hyperscaler. Und diese Alternative gibt es seit zehn Jahren. Sie kommt von T-Systems und heißt T Cloud Public.
T-Systems ist Cloud-Pionier seit 2004. Da gab es den Begriff Cloud Computing noch gar nicht. Dynamic Services hieß der Dienst damals, bei dem viele verbundene Rechner die Aufgaben von Kunden lösten. Sie mussten nicht mehr Rechner kaufen, sie konnten einfach Rechenzeit auf Computern mieten. Und die Rechner verwalteten sich auch selbst: Sie verteilten Aufgaben und retteten eine aufwändige Simulationsrechnung, wenn eine Serverkarte ausstieg.
2014 haben wir eines unserer größten Cloud-Rechenzentrum in Biere, in Sachsen-Anhalt, in Betrieb genommen. 2018 kam noch ein weiteres Gebäude dazu. Heute stehen auf einer Gesamtfläche von rund 11.000 Quadratmetern etwa 100.000 Server, rund 970 Petabyte an Daten haben dort ein zu Hause. Ein Rechenzentrumszwilling in Magdeburg sichert die Daten ab. Er kann die Daten des Rechenzentrums Biere redundant und sicher zur Verfügung stellen. Auch deshalb erhielt Biere als eines der ersten Rechenzentren in Deutschland 2022 die sogenannte Tier-III-Zertifizierung durch das Uptime Institute. Das bedeutet: Alle kritischen Systeme wie Strom und Kühlung sind redundant ausgelegt. So kommt das Rechenzentrum auf eine Verfügbarkeit von 99,98 Prozent. Durch ein ausgefeiltes Konzept mehrerer Notstromaggregate wird auch die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit der Daten selbst bei einem Blackout über mehrere Tage weiter gewährleistet.
Die T Cloud Public ging unter dem früheren Namen Open Telekom Cloud 2016 in Betrieb. Die Public Cloud ist von Anfang an auf Souveränität getrimmt: Alle Dienste folgen dem Prinzip „Sovereignty by Design“. Der ausschließliche Betrieb in Europa, die offene OpenStack-Architektur sowie transparente Sicherheits- und Verschlüsselungsmechanismen sorgen dafür, dass die Datenhoheit jederzeit beim Kunden bleibt. Zugriffe außerhalb Europas sind ausgeschlossen, Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern reduzieren wir gezielt.
Die T Cloud Public erfüllt die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung sowie weiterer europäischer Datenschutzvorgaben und branchenspezifischer Regularien. Das Einhalten dieser rechtlichen Rahmenbedingungen wird regelmäßig durch unabhängige Zertifizierungen und Testate überprüft – wie etwa ISO/IEC 27017 und BSI C5 Typ II. Die Anzahl der Zertifizierungen der T Cloud Public übertrifft die der anderen europäischen Alternativen um den Faktor drei. Damit wird die Cloud rechtskonform, auch in regulierten Branchen.
Indem wir unsere Cloud-Aktivitäten konzernweit unter einem Dach bündeln, bieten wir jedem Kunden die Cloud-Lösung, die seinen spezifischen Anforderungen entspricht. Auf diese Weise gewährleisten wir digitale Souveränität und unterstützen die europäische Unabhängigkeit in der globalen Cloud-Landschaft.
Lars Neumann, verantwortlich für T Cloud im Konzern Deutsche Telekom
Inzwischen nutzen mehr als 4.000 Geschäftskunden die Public Cloud in drei Ländern: Die Niederlande und die Schweiz kamen 2021 dazu. Zu den größten Kunden zählen heute öffentliche Einrichtungen wie die ESA mit ihrem Erdbeobachtungsprogramm Copernicus, Krankenkassen und natürlich die Deutsche Telekom. Die T Cloud Public ist stetig gewachsen und hat sich zum führenden europäischen Hyperscaler entwickelt, wie unabhängige Analysten bestätigen: In der Forrester WAVE Public Cloud Platforms In Europe, Q3 2024 erreichte die Public Cloud von T-Systems die Führungsposition in Europa, in der ISG Provider LensTM Multi Public Cloud Services in Deutschland ist sie seit 2019 als ein marktführendes Angebot für Public Cloud eingestuft. Laut einer jüngsten Studie der Information Services Group (ISG) ist die Plattform bereits wettbewerbsfähiger als manche Angebote der US-Hyperscaler und besser als jede andere europäische Cloud-Alternative.
Im Sommer 2025 hat die Deutsche Telekom ihr Cloud-Angebot für Geschäftskunden unter der Dachmarke T Cloud neu strukturiert. Und so bekam die Open Telekom Cloud zu ihrem zehnten Geburtstag 2026 einen neuen Namen geschenkt: T Cloud Public.
Kunden müssen sich nicht mehr die Frage stellen: Souveränität oder Hyperscaler? Denn die T Cloud Public bietet heute bereits 80 Prozent der Kernfunktionalitäten eines Hyperscalers. Ende dieses Jahres werden es 100 Prozent sein. Damit ist die T Cloud Public die echte Alternative zu den klassischen Hyperscalern. Unsere T Cloud Public ist der europäische Hyperscaler Nummer eins in Sachen Cloud Computing.
Sie haben von dieser KI-Fabrik gehört, die T-Systems gerade in München in Betrieb genommen hat? Damit erhöhen wir die KI-Rechenkapazitäten in Deutschland auf einen Schlag um 50 Prozent. 10.000 NVIDIA-Prozessoren der neuesten Generationen arbeiten 30 Meter unter der Erde für die Industrial AI Cloud. Bis auf die GPUs kommen alle darauf aufbauenden Schichten von deutschen Anbietern. Wir nennen es deshalb den Deutschland-Stack. Darauf trainiert Perplexity einen Teil seiner KI. Hochschulen und Start-ups entwickeln darauf das Sovereign Open Source Foundation Model SOOFI weiter. Und Kunden wie PhysicsX bietet auf der Industrial AI Cloud Strömungssimulationen auf KI-Basis an. Das Testen eines neuen Tragflächenprofils eines Flugzeuges dauert damit nicht mehr vier Tage, sondern nur noch zehn Sekunden.
Beide Clouds ergänzen sich mit ihren jeweiligen Stärken. Die Industrial AI Cloud trainiert KI-Modelle oder rechnet besonders aufwändige Simulationen durch, die T Cloud Public bildet leistungsstarke Rechen- und Speicher-Aufgaben kostengünstig ab.
Also: Es gibt keinen Grund mehr, auf deutsche Cloud-Angebote zu verzichten. Denn sie sind so gut wie die der US-amerikanischen Hyperscaler – und zusätzlich souverän. Jetzt haben Kunden wirklich die Wahl.