Russland hat sich als attraktiver Produktionsstandort etabliert

Massgeschneiderte Individualsoftware

Seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses zum Franken schätzen Branchenexperten, dass Firmen ihre Nearshore und Offshore-Engagements verstärken werden. Insbesondere Nearshore bietet aufgrund räumlicher und kultureller Nähe zu den Entwicklungsstandorten sowie den nahezu identischen Zeitzonen zahlreiche Vorteile. Die Arbeitskosten sind dabei nur ein Aspekt unter vielen. Ebenso wichtig ist die Verkehrsanbindung, der Stand der technischen Infrastruktur oder die Verfügbarkeit der nötigen Ressourcen.
„Voraussetzung für den Projekterfolg bildet eine klar definierte Kompetenzaufteilung zwischen Onshore- und Nearshore-Standort.“
Für die T-Systems Schweiz hat sich dabei unter anderem Russland als Kooperationspartner für Nearshore Softwareentwicklung erwiesen. Gut ausgebildete Manpower kann hier mobilisiert werden, wie es ansonsten nur die grössten asiatischen Offshore-Länder bieten. Internationale Firmen wie Microsoft, SAP und Oracle verfügen bereits seit langem über Produktionszentren in Russland, zudem überzeugt das Land durch seine Kosteneffizienz und produziert im Vergleich zu anderen Nearshore-Standorten wesentlich kostengünstiger. Unter Berücksichtigung der Arbeitskosten auf der einen Seite und der leicht höheren Aufwände, die durch Investitionen in die Infrastruktur, den Aufbau der Liefer- und Kommunikationsumgebung sowie in das Qualitätsmanagement entstehen, können bei Nearshore-Projekten mit Russland Kostenvorteile um bis zu 30 Prozent erzielt werden. T-Systems Russland betreut hochrangige internationale Unternehmen, unter anderem aus der Automobilindustrie, der Logistikbranche und dem Gesundheitsbereich.

Standortvorteile des eurasischen Riesen für Nearshore Modelle

„Voraussetzung für den Projekterfolg bildet eine klar definierte Kompetenzaufteilung zwischen Onshore- und Nearshore-Standort“, weiss Daniel Roeder, Nearshore-Spezialist bei der T-Systems Schweiz. „Der lokale Projektstandort fungiert als fachliches Zentrum, die Mitarbeiter bilden das eigentliche Bindeglied zwischen Produktionsstandort und Kunde und garantieren damit Flexibilität und eine rasche Reaktionsfähigkeit. Das Gelingen agiler Nearshore-Projekte ist nicht zuletzt eine Frage der Kommunikation und diese funktioniert zwischen unseren Schweizer Kunden, Mitarbeitern und unseren internationalen Kollegen einwandfrei.“
Russland hat traditionell eine starke Affinität zu Deutschland, die Zusammenarbeit mit der D-A-CH Region gilt als erprobt. Als erste Fremdsprache wird in vielen Schulen nicht etwa Englisch, sondern Deutsch gelernt. Generell haben Russlands Ausbildungsstätten ein sehr hohes Niveau. Das Land befindet sich seit mindestens 20 Jahren auf westlichem Entwicklungsstandard, was die Software-Entwicklungskompetenz angeht, also Ideal für Nearshore-Projekte. Und im Gegensatz zum ausgetrockneten IT-Fachkräftemarkt in der Schweiz sind hochqualifizierte Software-Architekten und Entwickler mit SAP-, .net- und Javakompetenz verfügbar. Dank täglichen Direktflügen lassen sich St. Petersburg und Moskau bequem in gut drei Stunden erreichen.

Auf Kunden zugeschnittene Software

Es lohnt sich generell, die Nearshore-Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Partner anzugehen. Denn agile Nearshore-Projekte lassen sich nicht nach Schema F abwickeln. Jedes Projekt bringt andere Voraussetzungen mit sich und wird individuell auf den Kunden zugeschnitten, die Nearshore-Projekte behandeln daher diverse Themenbereiche: E-Commerce Lösungen, digitale Kundenplattformen, Warenmanagementsysteme, Preissysteme, Kollaborations- und Vertriebsplattformen, Storage Systeme und noch viele mehr. Auch wer die Betreuung und Weiterentwicklung von bereits bestehender Software in Anspruch nehmen möchte, kann seine SLA-basierten Service Desk Modelle im Nearshore-Standort abwickeln lassen. Etablierte Tools, Prozesse und Governance sichern den internationalen Kunden den Erfolg und zeichnen einen erprobten Produktionsstandort aus.